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37 Grad  | 14.07.2015  Schuften bis zum Schluss

Arme Rentner im reichen Deutschland

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland immer mehr auseinander. Das trifft auch die Rentner. Seit 2006 hat sich die Zahl der in Armut lebenden Rentner vervierfacht. Konkret heißt das: Wer als Alleinstehender weniger als 979 Euro netto im Monat zur Verfügung hat, ist arm. 37 Grad begleitet Rentner, die ums tägliche Überleben kämpfen. Solange sie bei stabiler Gesundheit sind, geht das ganz gut - aber was, wenn sie krank werden? 

Heidi verkauft Würstchen

Abrufvideo: Schuften bis zum Schluss

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(14.07.2015)

Heidi S. lebt in einem Hochhaus an einer der verkehrsreichsten Kreuzungen Berlins. Sie wohnt dort schon seit 33 Jahren und hat sich an den Lärm gewöhnt. Die 66-jährige gelernte Bäckereiverkäuferin hat ihre Freundinnen hier und will auf keinen Fall aus ihrer kleinen Eineinhalb-Zimmerwohnung ausziehen.
Heidi arbeitet in einer Bäckerei
Heidi arbeitet in einer Bäckerei. (Quelle: ZDF/Enrico Demurray)
Doch die Wohnung ist mit 557 Euro zu teuer, zumindest zu teuer, um noch Grundsicherung zu erhalten. Dafür müsste sie in eine günstigere Wohnung ziehen, was in Berlin mit weniger als zwei Prozent Leerstand kaum möglich ist; außerdem würde sie ihr gewachsenes soziales Umfeld verlieren.

Heidi hat 821 Euro Rente. Sie hat seit ihrer Jugend gearbeitet, aber wenn sie ihre Miete bezahlt hat, dann bleiben noch 264 Euro übrig. Davon muss sie dann noch Strom, Telefon, die Monatskarte für Bus und Bahn, die Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlen. Zum Leben bleibt kaum etwas. Ohne zu arbeiten, geht es nicht. 50 Stunden im Monat arbeitet sie in einer Bäckerei für den Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde. Manchmal beginnt ihre Schicht um 6:30 Uhr, manchmal am Nachmittag. Und wenn große Feste in der Stadt anstehen, steht sie am Grill und brät Würstchen an einer Imbissbude. Wenn sie noch Zeit und Kraft findet, dann kocht sie für ihre Freundin Marga, die auf die 70 zugeht. Auch sie arbeitet, weil die Rente zum Leben nicht reicht.

Aus der Bahn geworfen

Hans-Jürgen B. ist fast 70. Er lebt auf dem Land bei Hamburg und hat früher als Fachangestellter bei einem Steuerberater gearbeitet. Eigentlich hatte er gedacht, er könnte einen sorglosen Lebensabend
Hans-Jürgen putzt ein Dach
Hans-Jürgen reinigt hier ein Dach. (Quelle: ZDF)
verbringen, doch es kam anders. Eine Ehekrise warf ihn aus der Bahn als er 55 Jahre alt war. Er wurde geschieden, verlor seine Arbeitsstelle und blieb lange arbeitslos. Als er 60 wurde, drängte ihn die Jobagentur, die Rente zu beantragen. Hans-Jürgen willigte ein, doch musste er empfindliche Rentenabschläge hinnehmen.

Jetzt hat er eine Rente von 800 Euro. Jeden Sonntag fährt er Zeitungen aus. Dafür steht er um 3:00 Uhr auf, um 7:00 Uhr ist er fertig und hat 39 Euro verdient. Im Dorf macht er alle Arbeiten, die anfallen. Der Bürgermeister hat ihm eine 450 Euro-Job besorgt. Hans-Jürgen nimmt, was er bekommen kann. Mit dem, was er verdient, kommt er hin. "Ich habe keine großen Ansprüche. Ich trage ohnehin nur Arbeitskleidung." Er ist froh, dass er arbeiten kann, aber was wird sein, wenn er das alles eines Tages gesundheitlich nicht mehr schafft? Daran will er gar nicht denken.

Zum Leben zu wenig

Wolfgang H. (65) hat in der DDR studiert und 1978 in Zwickau ein Diplom für Maschinenbau gemacht. Bis zur Wende arbeitet er als Ingenieur und Abteilungsleiter bei der GISAG, eine Gießerei mit 8.500 Angestellten. Nach der Wende wird sein Betrieb abgewickelt. Wolfgang startet noch einmal neu durch. Er
Wolfgang beim Verkaufsgespräch
Wolfgang ist Energieberater. (Quelle: ZDF)
wird Versicherungsberater, arbeitet für AXA und Barmenia. Da er als Selbständiger tätig ist, schließt er eine private Zusatzrentenversicherung ab. Eine ganze Zeitlang läuft es beruflich gut, er übersteht zwei Scheidungen, sorgt für seine drei Kinder, die heute erwachsen sind und an verschiedenen Orten der Republik leben. 2003 wird seine Mutter zum Pflegefall. Er kommt zusammen mit seiner Schwester für das teure Heim der Mutter auf. Das übersteigt aber schon nach kurzer Zeit seine finanziellen Möglichkeiten. Er löst seine private Rentenversicherung auf, um die Zahlungen leisten zu können. Als auch das nicht mehr zu stemmen ist, holt er seine Mutter zu sich nach Hause und pflegt sie zwei Jahre lang. 2008 stirbt die Mutter, Wolfgang H. wird selbst krank und muss eine Auszeit nehmen.

Danach nimmt er wieder einen Anlauf, will wieder ins Versicherungsgeschäft einsteigen, doch es läuft nur schleppend an. Es folgen zwei Unfälle, erst stürzt er von der Treppe und bricht sich die Kniescheibe , dann rutscht er mit dem Akkuschrauber aus und verliert fast seinen Finger. 2012 macht er eine Umschulung zum Energieberater. Seither versucht er, Kunden zu finden, die Strom- oder Gasverträge abschließen – ein mühsames Geschäft. Letztes Jahr ging er in Rente. Er bekommt 799.- im Monat. Er bekommt eine Aufstockung von 300 Euro, da seine Krankenversicherung bei fast 350 Euro liegt. Seine Miete liegt bei 495 Euro im Monat. Zum Leben bleibt nicht viel. Die Arbeit als Energieberater bringt im Monat rund 100 Euro ein, er kommt kaum über die Runden. Er ist auf die Lebensmittel der Berliner Tafel angewiesen.

Arme Rentner im reichen Deutschland

37 Grad begleitet Rentner, die sich im Alter plötzlich mit Armut konfrontiert sehen. Wie lange halten sie noch durch - körperlich und seelisch? Reicht das Geld noch für die nächste Woche? Können Sie den Strom noch bezahlen? Quälende Fragen, die sich die Rentner immer wieder stellen, die aber trotzdem ihrem Lebensmut und Optimismus nichts anhaben können.

Gedanken des 37 Grad-Autoren

Enrico Demurray über die Recherche

Eigentlich hatten wir gedacht, es müsste relativ leicht sein, Rentner zu finden, die von Armut bedroht sind, oder in Armut leben. Schließlich hat sich ihre Zahl in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent erhöht. Es stellte sich aber als sehr schwer heraus. Schon bald merkten wir, dass viele eine sehr große Scham hatten, über Armut zu reden. Nicht einmal in der Familie wurde darüber gesprochen.
So fanden wir in Dresden nach langem Suchen eine Frau, der nach Abzug der Miete noch 200 Euro zum Leben blieben. Manchmal wusste sie nicht, wie sie über die Runden kommen sollte. Sie war sogar bereit, im Film mitzumachen, andere hatten schnell abgesagt. Dann sprach sie mit ihren drei Kindern über das Filmprojekt. Diese sagten ihr: "Mama, das kommt nicht in Frage. Wir wussten gar nicht, dass du so wenig Geld hast. Wir geben Dir jeden Monat etwas Geld, damit du klar kommst". Die Rentnerin sagte dann ab, weil sie nichts gegen den Willen ihrer Kinder unternehmen wollte.

Altersarmut kann viele treffen

Ähnlich verhält es sich auch mit unserem Protagonisten aus dem Alten Land, einer sehr wohlhabenden Gegend bei Hamburg. Auch dort weiß kaum jemand, wie sehr er sich einschränken muss, am wenigsten wohl seine Tochter. Armut ist, im reichen Deutschland, scheinbar eine Schande, oder wird als solche empfunden, auch wenn sie unverschuldet ist. Und keiner unserer Protagonisten hat sie fahrlässig herbeigeführt. Alle im Film gezeigten Menschen kommen aus der Mitte der Gesellschaft, keiner von ihnen hatte damit gerechnet, als Rentner mal jeden Euro umdrehen zu müssen. Altersarmut kann sehr viele treffen, und Jahr für Jahr sind - unter anderem wegen der sinkenden Rentenquote - immer mehr davon bedroht.

Die fünf größten Risiken für Altersarmut

Geringes Einkommen

Friseurin schneidet einer Kundin die Haare

Durch ein geringes Einkommen landen viele Menschen in der Grundsicherung und bekommen nur eine Minimalrente. Das Geld für private Vorsorge ist bei minimalem Gehalt meist nicht da, und in eine Betriebsrente einzuzahlen ist ebenfalls nicht möglich. Laut einer Studie des Sozialverbands Deutschland und des Deutschen Gewerkschaftsbunds sind rund ein Viertel aller Teilzeitstellen im Niedriglohnsegment. Bei den geringfügig Beschäftigten sind es sogar neun von zehn Arbeitnehmern.

Geringe Bildung

Lehrerin an der Tafel

Wer schlechter gebildet ist, hat ein höheres Risiko arbeitslos zu werden. Besonders betroffen von Arbeitslosigkeit ist die Gruppe der Personen ohne Berufsabschluss. Im Jahr 2011 hatten nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 45 Prozent aller Arbeitslosen in Deutschland keinen Abschluss. Je niedriger die berufliche Qualifikation, desto schlechter sind die Position am Arbeitsmarkt, das Durchschnittseinkommen und die eingezahlten Rentenbeiträge. Arbeitnehmer ohne Berufsausbildung verdienen in ihrem Leben im Durchschnitt fast eine Viertel Million Euro weniger als Arbeitnehmer mit Berufsausbildung.

Wenig Erwerbsarbeit

Mutter geht mit Kind spazieren

Arbeitslose und Mütter haben ein höheres Risiko altersarm zu werden, da sie nur begrenzt gesetzliche Rentenansprüche sammeln können. Mütter steigen häufig auch nach der Zeit zuhause erst einmal mit einer Teilzeit-Stelle ein, was oft zu geringerem Einkommen führt.

Single-Dasein

Häuserfassaden

Singles haben einerseits keinen Partner, den sie mitfinanzieren müssen, andererseits auch niemanden, der sie unterstützt. Die Unterstützung bei Lebensunterhalt, Kinderbetreuung, Krankheit und Arbeitslosigkeit durch einen Partner oder eine Partnerin fällt weg. Vor allem bei Alleinerziehenden mit kleinen Kindern wirkt sich das auch auf die Rente aus. Wer sich zur Zukunftsabsicherung auf den Ehepartner verlässt, könnte nach Trennung oder Scheidung allein mit höherem Risiko dastehen, arm zu sein und nur eine kleine Rente zu bekommen.

Selbständigkeit

Frau mit Laptop in Cafe

Solo-Selbstständige wechseln meist regelmäßig ihre Auftraggeber und sind kaum in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Wer nicht bei einem der berufsständischen Träger in eine Rentenkasse einzahlt, muss sich um eine private Altersvorsorge kümmern. Gerade beim Übergang zwischen zwei Aufträgen oder bei schlechter Auftragslage kann es zu Lücken im Erwerbsverlauf oder Arbeitslosigkeit kommen, die es erschweren, regelmäßig Beiträge zur privaten Altersvorsorge zu bezahlen.

(Text: Thomas Walbröhl)

14.07.2015

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Sendungsinformationen

Donnerstag 28.01.2016, 08:30 - 09:00 Uhr

Länge: 30 min.

Deutschland , 2015

Altersfreigabe: 6

Weitere Sendungsinformation

Ein Film von Enrico Demurray, Angelika Wörthmüller
Kamera: Wolfgang Lindig, Marwan Salamah
Schnitt: Robert Tomschke
Produktion: Marlies Schwab
Redaktion: Marina Fuhr
Online-Redaktion: Uschi Hansen

Danke für die Hilfsbereitschaft

Anteilnahme hat uns überwältigt

Die Anteilnahme an den Schicksalen der drei Protagonisten und die damit verbundene Spendenbereitschaft hat uns überwältigt. Seit der Ausstrahlung haben uns sehr viele Briefe und E-Mails erreicht. Viele möchten Heidi, Hans-Jürgen und Wolfgang helfen.

Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet. Sie können jedem Protagonisten Ihre Spende direkt zukommen lassen, wenn Sie im Verwendungszweck der Überweisung den Namen des jeweiligen Protagonisten eingeben. Wenn Sie keinen Namen im Verwendungszweck angeben, teilt die Treuhänderin den Betrag gleichmäßig unter den Protagonisten auf. Treuhänderin des Kontos ist Rechtsanwältin Tonja Salomon in Berlin.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Enrico Demurray
wildebilder Filmproduktion GbR Berlin

Information zum Spendenkonto

Bei Sachspenden nehmen Sie bitte direkt Kontakt zur Produktionsfirma auf:
demurray@wildebilder.com

Spendenkonto:
Empfänger: RA Tonja Salomon
Verwendungszweck: 37 Grad und Name des Protagonisten
IBAN: DE 37 1005 0000 1065 2565 89
Sparkasse Berlin

Mehr zum Thema

37 Grad-Autorin über die Dreharbeiten

Angelika Wörthmüller über die Protagonisten

Erst dachten wir, es wäre sicherlich nicht schwer, Protagonisten zu finden. Schließlich wächst die Zahl derer, die im Alter zu wenig Rente haben. Dann wurde es doch eine sehr aufwändige Suche. Wir erkundigten uns bei vielen Einrichtungen: Paritätischer Wohlfahrtsverband, Volkssolidarität, Tafeln in zahlreichen Städten – viele engagierte Menschen, versuchten, uns zu helfen. Meist waren sie zunächst ganz zuversichtlich, jemanden zu finden, schließlich würden sie ja eine ganze Reihe Betroffener kennen. Doch dann mussten sie uns oft wieder absagen. Keiner von denen, die sie gefragt hatten, wollte sich öffentlich äußern - nicht bei diesem Thema. Altersarmut ist ein Thema, das schambesetzt ist.

Rentner, die jeden Euro brauchen

Es dauerte lange, bis wir schließlich unsere Protagonisten gefunden hatten. Auch weil der ein oder andere doch nicht der Richtige für uns war. Die Rente war zwar klein, aber da gab es doch noch einen Ehepartner, der gut vorgesorgt hatte oder eine Eigentumswohnung, die die Miete ersparte. Wir wollten aber die zeigen, die wirklich jeden Euro brauchen, die ohne Arbeit nicht überleben könnten.

Progagonisten sehr fit und junggeblieben

Die Dreharbeiten waren sehr spannend. Beeindruckend war, wieviel Kraft unsere Protagonisten hatten, wieviel Engagement für den Film, Flexibilität und Leistungsbereitschaft. Das Alter war ihnen nicht wirklich anzumerken,  es gab keinen Unterschied zu jüngeren Protagonisten, sie bewältigten die Dreharbeiten mühelos. Die tägliche Arbeit - ob als Bäckereiverkäuferin, Zeitungszusteller oder Energieberater - hält sie offenbar auch jung und fit. Mehrfach diskutierten wir im Dreh-Team, ob der Zwang, im Alter weiter Geld zu verdienen, nicht auch positive Seiten hat.

Arbeiten zu müssen ist große Belastung

Unsere Schlussfolgerung war: Für viele Menschen scheint es tatsächlich von Vorteil zu sein, auch als Rentner weiter arbeiten zu gehen – allerdings in dem Umfang, der auch als angenehm und bereichernd empfunden wird. Als Rentner jedoch  immerzu arbeiten zu müssen, weil es einfach nicht anders geht, ist eine große und eigentlich unzumutbare Belastung. Denn da schwingt immer die Angst mit, dass man es irgendwann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr schafft.

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