Obwohl der Arzt verzweifelt versucht, seinem Sohn Jan ein behütetes Zuhause zu geben, verkraftet er den Tod seiner Frau nicht und ist als alleinerziehender Vater und Karrieremensch komplett überfordert.Seine eigene Schwäche verbirgt der er unter einem herrschsüchtigen und strengen Deckmantel, wodurch Heinrich kein normales Verhältnis zu seinem Sohn aufbauen konnte. Jan zu zeigen, dass er ihn liebt, ist für Heinrich nicht möglich. Obwohl oder gerade weil er meint, am besten zu wissen, was gut für seinen Sohn ist, geraten die beiden ständig in Streit.
Zementiertes Weltbild
Obwohl sein Sohn sich nichts sehnlicher wünscht, als die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen, schafft es Prof. Bergmann nicht, über seinen Schatten zu springen und Lob auszusprechen. Stattdessen fordert Heinrich Jan beruflich wie auch privat immer wieder heraus und lässt dabei selten Gerechtigkeit walten. Eine andere Meinung neben der seinen zu akzeptieren fällt ihm extrem schwer.Dass Jan die Beziehung zu seiner Kollegin Dr. Constanze Wenzel beendet hat, hält Prof. Bergmann für einen Fehler, da er die hochintelligente und begabte Ärztin als ideale Partnerin für Jan schätzt. Mit Misstrauen beobachtet er die Beziehung zwischen Jan und Maren Jantzen, die sich als Gasthofbesitzerin nur schwer in sein zementiertes Weltbild einfügen lässt.Vor vollendete Tatsachen gestellt
Weil Prof. Dr. Heinrich Bergmann seinen Sohn als Nachfolger auf dem Chefposten seiner Klinik sieht und Jan diesen Posten nicht nur aufgrund medizinischer Differenzen ablehnt, kommt es zum Eklat. Gegen den Willen seines Vaters versucht Jan mit seiner eigenen Praxis auf dem Land auf eigenen Füßen zu stehen und sich damit endgültig aus dem mächtigen Schatten seines Vaters zu befreien. Prof. Dr. Heinrich Bergmann wird mit diesem Schritt seines Sohnes das erste Mal in seinem Leben vor vollendete Tatsachen gestellt.

