Als Kleinkind schon besaß er die deutsche Königswürde, seine Mutter, Konstanze von Sizilien, ließ ihn dort zum Monarchen krönen. Auf deutschem Boden tobte wieder ein erbitterter Thronstreit zwischen Staufern und Welfen. Wieder einmal war das Fürstenlager gespalten, und der Papst mischte mit.
Eckdaten
26. Dezember 1194 Geburt von Friedrich II.
28. September 1197 Tod des Vaters Kaiser Heinrich VI.
27. November 1198 Tod der Mutter Konstanze von Sizilien: Friedrich II. steht unter der Vormundschaft von Papst Innozenz III.
1211 Der 17-jährige Friedrich wird auf Betreiben des Papstes von einer Mehrheit der Reichsfürsten zum deutschen König gewählt.
1212 Friedrich II. bricht von Sizilien auf und betritt zum ersten Mal deutschen Boden.
9. Dezember Friedrich II. wird in Mainz zum römisch-deutschen König gekrönt.
25. Juli 1215 In Aachen gelobt Friedrich II. feierlich einen Kreuzzug nach Jerusalem.
22. November 1220 Kaiserkrönung in Rom durch Papst Honorius III.
29. September 1227 Papst Gregor IX. verhängt Kirchenbann über Friedrich II.
17. März 1229 Friedrich II. zieht mit seinem Heer in Jerusalem ein, das er kampflos für die Christenheit zurückgewinnen konnte.
1239 Erneuter Kirchenbann gegen Friedrich II.
13. Dezember 1250 Tod von Friedrich II., bald danach kommt wie schon bei seinem Großvater Kaiser Barbarossa die Sage seiner Wiederkehr auf.
Ausführliche Chronik zu "Friedrich der II. und der Kreuzzug"
Exotisch anmutender Monarch
Später eroberte Friedrich die Herrschaft im Norden zurück. Seine Heimat aber blieb Italien. Er lebte die meiste Zeit außerhalb deutscher Lande und machte auch keinen Hehl aus seiner Vorliebe für den Süden. Herkunft, Wesen und Auftreten ließen ihn in Deutschland zu einem Fremden werden, und doch fühlten sich dort viele zu diesem exotisch anmutenden Monarchen auf seltsame Weise hingezogen. Friedrich regierte das Land vor allem durch die Verteilung von Privilegien, was die Fragmentierung des Reiches und die Selbstständigkeit der Landesherren förderte. Nach langem Zögern unternahm Friedrich II. einen Kreuzzug ins Heilige Land. Großes Interesse zeigte der Staufer an der arabischen Kultur und Wissenschaft. Als einzigem Herrscher dieser Zeit gelang es Friedrich II., das Heilige Grab in Jerusalem ohne einen einzigen Schwertstreich zu erobern. Allein durch sein Verhandlungsgeschick und seine Kompromissfähigkeit brachte er Sultan al-Kamil dazu, ihm Jerusalem, Bethlehem und Nazareth in einem Waffenstillstand zuzubilligen. Doch andere Kreuzfahrer wollten den "heiligen Krieg" im Namen der Christenheit fortsetzen.Sendungsinformationen
Film von Christian Feyerabend und Daniel Sich
Wissenschaftl. Beratung: Prof. Dr. Stefan Weinfurter
Hauptdarsteller: Michael Pink (Friedrich II.)


