von Werner von Bergen
Dem weltberühmten Pergamonmuseum widmet Carola Wedel den 11. Teil ihrer seit dem Jahr 2001 produzierten Langzeitdokumentation über die Baufortschritte auf der "Insel der Schätze", die das ZDF in einer Medienpartnerschaft intensiv unterstützt.Den Nahen Osten einbinden
Bei laufendem Besucherverkehr, also fast ohne Schließung, wird das Pergamonmuseum Schritt für Schritt renoviert: Flügel für Flügel. Und jedes in den verschiedenen Flügeln untergebrachte Museum wird dann mit einer eigenen großen Feier wiedereröffnet - das Vorderasiatische Museum, das Museum für Islamische Kunst und die Antikensammlung. Parallel zu den Bauarbeiten entwickeln die Museen neue Ausstellungskonzepte, um in den restaurierten Hallen die Exponate bestmöglich und zeitgemäß zu präsentieren. Als erstes wird der Nordflügel in Angriff genommen, hier soll 2019 das Islammuseum mit einer neuen Konzeption einziehen.An der Seite des Direktors des Museums, Stefan Weber, dokumentiert die Dokumentation des Jahres 2011 die verschiedenen Schritte zur Entwicklung dieses Ausstellungskonzeptes, wobei Carola Wedel ihn auf verschiedenen Reisen in den Vorderen Orient begleiten wird. Nach Webers Überlegung werden im "neuen" Islammuseum nämlich nicht nur die Hauptausstellungsstücke wie die Mschatta-Fassade aus Jordanien und das Aleppo-Zimmer aus Syrien und ihre Herkunft und Geschichte erklärt, er will auch die Länder des Nahen Ostens in diesen Prozess einbinden, ebenso wie die Migranten in Berlin, die sich eines Tage in ihrem/unserem Islammuseum zuhause fühlen sollen.

