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Born to be Punk  

Kopf der Woche: Punker

Der Kopf der Woche beschäftigt sich mit "Punk" - neben der Entstehungsgeschichte in der 70er Jahren vor allem mit den weltweiten Ausprägungen dieser Subkultur. 

Künstlersein ist Punk

Sebastiaan Schlicher kommt aus den Niederlanden und lebt seit 2006 in Berlin. Für den "Kopf der Woche" malt er ein Bild zum Thema "Punk".

(23.05.2012)

Islam-Punker / Quelle: Omar Majeed
Islam-Punker (Quelle: Omar Majeed)

Allah sei Punk!

Moslem-Punks, die den Koran lesen und den Propheten genauso preisen wie die Sexpistols. Mädchen, die Burka tragen und Pogo tanzen. Im Islam-Punk, von seinen Anhängern "Taqwacore" genannt, sind Partys und Ramadan, Gleichberechtigung und Gebet, Koran und Punk keine Widersprüche. Unter dem Namen "Taqwacore" formieren sich mittlerweile mehrere Punkbands. Das Wort Taqwa (arabisch Frömmigkeit) und Hardcore hat in den USA Underground-Kultstatus. Die Taqwacores taumeln zwischen Allah und Anarchie, ihre antiautoritäre Einstellung bringt sie mit dem traditionellen Islam in harte Konflikte.

Der Doku-Spielfilm „The Taqwacores" nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Michael Muhammad Knight erzählt von einem jungen Pakistani-Amerikaner, der in die muslimische Hardcore-Punkszene in New York gerät und beginnt, seinen alten Glauben zu hinterfragen.

Sex ist Punk!

Kathy Acker gilt als amerikanische Kultautorin des Postpunk der späten 70er und 80er Jahre. Sie war eine der ersten Frauen, die in ihren Romanen weibliche Sexualität und Lust anarchisch, ekstatisch, tödlich und lebensbejahend zugleich ins Zentrum rückte. Kathy Acker starb 1997 mit nur 49 Jahren. Sie war eine grandiose Performerin und ihre Lesungen glichen Rockkonzerten: laut, aggressiv, exaltiert und sexy. Die Filmemacherin Barbara Caspar zeichnet in ihrem Porträt das bewegte Leben der Ausnahmeschriftstellerin.

The Rebel Riot ist die bekannteste Punk-Rock-Band in Myanmar
Punks in Myanmar

Punk gegen die Diktatur

Die Militärdiktatur in Myanmar ist abgelöst. 50 Jahre lang regierte sie auf brutale Weise, schottete das Land ab und beutete es aus. Bis vor wenigen Monaten noch war das Land für ausländische Journalisten dicht.

2011 schmuggelten sich die Filmemacher Alexander Dluzak und Carsten Piefke als Touristen ein und drehten undercover in der Millionen-Metropole Rangun. Dort trafen sie Punks, die für ihre Lebensweise eingesperrt worden waren und in einem wilden lauten Kampf für die Freiheit eintreten. Ein Leben zwischen Frust, Drogen und Musik.

Birth of Punk

Das "House of the Rising Punk" ist ein düsterer kleiner Club in der New Yorker Bowery. Es war der Treffpunkt einer Szene von Künstlern wie Andy Warhol, Filmemachern wie Jim Jarmusch und einer neuen Generation von Musikern, die seit den 70er Jahren als Punk-Rocker in die Musikgeschichte eingingen. Die "Stooges" mit ihrem Sänger Iggy Pop hatten sich mit einer neuartigen, maschinenhaften Musik und wüsten Auftritten bei Gegnern des Mainstreams einen Namen gemacht. Die "New York Dolls" schockierten im Transvestitenlook mit Songs über Müll und Drogen das prüde Amerika - eine musikalische Revolution, Auslöser für die britische Punk-Explosion.

Kopf der Woche: Punker

8. August 2012

20.15 Uhr   Pop Odyssee: House of the Rising Punk

21.20 Uhr   The Taqwacores. Film von Eyad Zahra und Michael Muhammed Knight

22.20 Uhr   Punk in Myanmar. Film von Alexander Dluzak und Carsten Piefke

23.10 Uhr   Wer hat Angst vor Kathy Acker? Film von Barbara Caspar

08.08.2012

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