Türkpop - Hits unterm Halbmond
Ulrike Zimmer illustriert Türken
"Hurra, die Türken kommen!"
Im Winter 1961 rollten die ersten Züge mit türkischen Gastarbeitern von Istanbul aus nach Westdeutschland. Die Wirtschaft der noch jungen Bundesrepublik boomte, die Arbeitskräfte aus der Türkei waren gefragter denn je: junge Männer, die vor allem in der Schwerindustrie, auf dem Bau und in der Automobilbaubranche zum Einsatz kamen. Das deutsch-türkische Anwerbeabkommen vom 30. Oktober 1961 hatte die Zuwanderung in großer Zahl erst möglich gemacht. Doch sollte der Aufenthalt ursprünglich auf zwei Jahre beschränkt bleiben. "Deutschland ist kein Einwanderungsland!", lautete damals das Credo der Politik. Dennoch entschieden sich viele türkische Gastarbeiter, mit ihren Familien in der Bundesrepublik zu bleiben.Süperseks
Elviz Tütüncü (23) hat wenig Erfolg mit seinem türkischen Klub in Hamburg. 50.000 Euro Schulden bei Onkel Cengiz, einem schmierigen Großunternehmer, sollen zurückgezahlt werden, sonst wird Cengiz das Küstengrundstück von Elviz' Mutter in der türkischen Heimat enteignen und ein Hotel darauf bauen. Die rettende Idee ist eine türkische Sexhotline.Türkpop - Hits unterm Halbmond
Türkpop ist eine Vermischung moderner westlicher Musik-Rhythmen mit traditionellen türkischen Elementen, was äußerst interessante Ergebnisse hervorbringt. Die Musik der Nachbarn gehört inzwischen zur Klangkulisse deutscher Großstädte. Tarkan kennen einige, und es gibt noch viele andere sehr gute türkische Sänger und Bands. Im deutschen Fernsehen ist aber so gut wie nie ein türkisches Musikvideo zu sehen. ZDFkultur ändert das und zeigt eine kleine Auswahl des aktuellen Türkpop.Deutschland - deine Türken
50 Jahre Türken in Deutschland - Der Kabarettist Fathi Cevikkollu führt durch die Dokumentation "Deutschland - deine Türken" und zeigt, wie weit die Integration fortgeschritten ist. Wie hat sich die Rolle der Frau verändert? Welche beruflichen Chancen haben Türken? Vorgestellt wird außerdem das neue Modelabel "style islam", welches mit T-Shirts wie "Jesus & Mohammed - brothers in faith" ebenso für Integration kämpft. Die verschiedenen Geschichten zeigen, Deutschlands Türken halten zu Deutschland.Der Freiheit
Eine junge Türkin in Wien trägt wie ihre Mutter in der Öffentlichkeit ein Kopftuch. Die befremdeten Blicke und manchmal dummen Bemerkungen von Passanten können die junge Frau nicht aus dem Gleichgewicht bringen, denn sie fühlt sich von ihrer Familie geliebt und von ihren Klassenkameraden akzeptiert. Doch als sich eine zarte Romanze mit einem nichttürkischen Jungen aus ihrer Klasse anbahnt, überlegt sie, ob sie ihr Kopftuch ablegen soll. Ihr Freund macht ihr klar, dass er sie so akzeptiert, wie sie ist: mit und ohne Kopftuch.Die Tekers – Drei Frauen, eine Familie
Drei Frauen, eine Familie. Kiymet, Hülya, Gamze, drei Generationen Frauen in einer Familie. Kiymet wurde in der Türkei geboren. Als sie als junge Frau nach Deutschland kam und durch die Vermittlung ihrer Eltern Mehmet geheiratet hatte, brach ihre Welt über ihr zusammen. Kulturschock. Sie setzte vier Kinder in die Welt. Die älteste ist Hülya, sie hatte am meisten unter dem inneren Kampf der Mutter zu leiden. Hülya wurde zeitweise in die Türkei geschickt, man wollte sie zu einem richtigen muslimischen Kind erziehen. Nur noch schnell aus den Klauen der Eltern raus, so lautete ihre Devise. Der geliebte Mann entpuppte sich nach der Hochzeit als strenger muslimischer Ehemann, nahm Hülya jede Entscheidungsfreiheit. Sie ließ sich das nicht gefallen, reichte die Scheidung ein. Tochter Gamze sollte es einmal besser gehen.Gamze kann die ganze Aufregung heute gar nicht nachvollziehen. Sie ist eine emanzipierte junge Frau, geht zur Schule, will ihr Abitur machen und dann so richtig ins Leben starten.
30. Januar
20:15 Uhr: "Hurra, die Türken kommen!"
21:00 Uhr: Süperseks - Film von Kerim Pamuk und Daniel Schwarz Deutschland 2004
22:35 Uhr: Türkpop - Hits unterm Halbmond
22:55 Uhr: Deutschland - deine TürkenTürkpop - Hits unterm Halbmond
23:25 Uhr: Der Freiheit
23:40 Uhr: Die Tekers – Drei Frauen, eine Familie


