Im Jahr 1967 lässt die amerikanische Verhaltensforscherin und Zoologin Dian Fossey (Sigourney Weaver) ihr Leben in Bequemlichkeit hinter sich, um in Ostafrika die vom Aussterben bedrohten Berggorillas zu erforschen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und mit der beständigen Unterstützung ihres afrikanischen Vertrauten Sembagare (John Omirah Miluwi) gelingt es ihr, hautnah mit einer Gorillagruppe in Kontakt zu treten. Dian zieht die Aufmerksamkeit des National Geographic-Fotografen Bob Campbell (Bryan Brown) auf sich, der beginnt, die Arbeit der Forscherin zu dokumentieren, und sich schon bald von ihrer Begeisterung anstecken lässt.
Doch nicht überall trifft die Tierschützerin auf Verständnis. Konflikte mit Europäern, die sich die Berggorillas als Trophäen oder für Zoos fangen lassen, sowie Dians rabiates Vorgehen gegen einheimische Wilderer schaffen ihr zusehends Feinde und sorgen dafür, dass sich die Situation immer mehr zuspitzt.
Sigourney Weaver glänzt in ihrer Hauptrolle als Primatenforscherin Dian Fossey, für die sie 1988 für den "Oscar" nominiert und mit einem "Golden Globe" ausgezeichnet wurde. In Anlehnung an das wahre Schicksal der Dian Fossey schafft es Weaver überzeugend, das Bild der entschlossenen und leidenschaftlichen Tierschützerin, die im Kampf um ihre Gorillas bis zum Äußersten ging, zum Leben zu erwecken. Ihren großen Durchbruch erlebte die Schauspielerin knapp zehn Jahre zuvor durch Ridley Scotts Science-Fiction-Klassiker "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" (1979), der mehrere Fortsetzungen nach sich zog, in denen sie ebenfalls mitwirkte.
Der vielseitige Filmemacher Michael Apted ("James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug"; "Die Chroniken von Narnia - Die Reise auf der Morgenröte") schaffte mit "Gorillas im Nebel" ein Filmererlebnis, das einen interessanten Einblick in das Leben und Wirken der 1932 geborenen Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey bietet. Über 18 Jahre verbrachte Fossey in den Virunga-Bergen mit der Beobachtung ihrer Gorillas und gewann interessante Einblicke in deren Verhalten und Sozialstruktur.
Leise zeigt der Film darüber hinaus die Gründe für Fosseys Umstrittenheit auf: Ihre fragwürdigen Methoden im Kampf gegen Wilderer und ihr mitunter rabiates Auftreten gegenüber Einheimischen, bei denen sie als verschrobene Einzelgängerin, als "Nyiramacibili" ("Frau, die alleine in den Wäldern lebt") galt. Im Dezember 1985 wurde Fossey ermordet in ihrem Camp in Ruanda aufgefunden - die genauen Umstände sind bis heute ungeklärt.





