Rund 50 Millionen Kängurus leben laut offiziellen Schätzungen in Australien. Für die einen sind sie eine Plage, andere kümmern sich liebevoll um verletzte und verwaiste Kängurubabys. Doch wenn die sogenannten Joeys wieder in die Freiheit entlassen werden, steht ihnen eine ungewisse Zukunft bevor.
Jedes Jahr werden von der australischen Regierung etwa sieben Millionen Kängurus zum Abschuss freigegeben. Der weltweite Handel mit dem Fleisch, Fell und Leder der Tiere blüht. Auch in Europa kann man Kängurufleisch kaufen. Tierschützer sind entsetzt. Sie halten das massenhafte Töten der Kängurus für ein Verbrechen an Australiens Natur- und Tierwelt. Farmer hingegen befürworten den Abschuss. Sie haben Angst um ihr Weideland und die Ernte. Das Känguru, Australiens Symbol und weltweiter Sympathieträger, spaltet die Nation.
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die Arbeit von Jon Rowdon und Gayle Chappel. In seinem "Hepburn Wildlife Shelter", einer Auffangstation für australische Wildtiere, kümmert sich das Paar gerade um 36 verletzte Joeys. Unterstützung bei komplizierten Fällen erhalten die Tierschützer in Australiens modernstem Wildtierkrankenhaus, dem "Healsville Sanctuary". Hier können Besucher Untersuchungen von Koalas, Kängurus und anderen Wildtieren hautnah miterleben.
Doch Filmemacherin Antje Christ zeigt auch die Arbeit des Kängurujägers Peter Absalom. Er hat seit 30 Jahren die Kängurus im Visier und schießt jede Nacht etwa 50 Tiere.



