Nach dem Tod seiner Mutter fallen dem introvertierten Martin ein verstecktes Ferienalbum und zwei sorgfältig gehütete Briefe in die Hände. Ein Familiengeheimnis enthüllt sich, eine Liebesgeschichte der Mutter mit einem italienischen Gastarbeiter.
Und ein Kind, von dem sie Martin nie etwas erzählt hat: Stefan. Dieser ist jung, hedonistisch und jobbt in einer Schwulen-Szene-Bar. Über Nacht verändert sich sein Leben, als Martin ihn aufsucht und ihm eröffnet, dass er sein Bruder ist. Kurz entschlossen setzt sich Stefan in Martins Auto. Eine Reise nach Italien beginnt, die Suche nach ihrem leiblichen Vater.
Cattolica, der Ferienort an der Adria, ist ihr erstes Ziel. Dort folgen sie anhand des Fotoalbums den Spuren des damaligen Urlaubs, bei dem Stefan in heimlicher Liebe gezeugt wurde. Doch die Reise führt sie weiter, ins Landesinnere, in die Stille steinerner Landschaften und archaischer Orte.
Martin und Stefan entdecken die Geschichte einer Familie, die nie zusammen sein konnte. Aus zwei Fremden werden Brüder.
"Cattolica" hatte seine Uraufführung beim Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken und lief danach auf weiteren nationalen und internationalen Filmfestivals. In der Schweiz kam Cattolica in die Kinos. Für sein autobiografisch inspiriertes Drehbuch zu "Cattolica" wurde Rudolph Jula mit dem Geneva Europe Grand Prize ausgezeichnet
Rudolph Jula (Buch und Regie) wurde 1965 als Sohn eines italienischen Vaters und einer Schweizer Mutter geboren. Er machte Regiehospitanzen am Schauspiel- und Opernhaus in Zürich, schrieb für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, veröffentlichte Erzählungen und einen Roman.
Sein Abschlussfilm "Drei Wünsche" an der Deutschen Film- und Fernsehakademie wurde mit dem Deutschen Bundeskurzfilmpreis ausgezeichnet. "Cattolica" ist Rudolph Julas Spielfilm-Debüt.
Spielfilm von Rudolph Jula



