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EM-Gruppe B: Dänemark - Portugal 2:3

Portugals Held heißt Varela

  • Video Dänemark - Portugal in voller Länge
  • Video Stimmen zum Spiel
  • VideoDänemark - Portugal in voller Länge

    Dänemark gegen Portugal - Das Auftaktspiel des 2. Spieltages der Gruppe B in voller Länge.

    (13.06.2012)
    VideoStimmen zum Spiel

    Erleichterte Stimmen der portugiesischen Torschützen Varela und Postiga zum Spiel Dänemark gegen Portugal.

    (13.06.2012)

    Kurzmeldung

    • 20:55 13.06.2012Kurzmeldung

      Kahn: Ronaldo schwach wie nie 20:55 13.06.2012
      ZDF-Experte Oliver Kahn hat Portugals Superstar Cristiano Ronaldo nach dem 3:2-Sieg der Südeuropäer gegen Dänemark hart kritisiert. "Ich erinnere mich nicht, wann ich Ronaldo jemals in so schlechter Verfassung gesehen habe. Er war schon beim 0:1 der Portugiesen gegen Deutschland schwach, aber heute hat er noch einen draufgesetzt." Kahn monierte auch das "divenhafte Verhalten" des portugiesischen Weltstars, zeigte jedoch Verständnis für die exponierte Stellung Ronaldos: "Man muss allerdings auch bedenken, was auf die Spieler von heute einprasselt. Da möchte ich mit keinem tauschen."

    • 19:50 13.06.2012Kurzmeldung

      Portugal siegt und bleibt im Rennen 19:50 13.06.2012
      Portugal hat sich für die Niederlage gegen Deutschland zum Auftakt rehabilitiert und kann die K.o.-Runde weiter aus eigener Kraft erreichen. Gegen Dänemark siegten die Südeuropäer knapp mit 3:2 (2:1). Portugal fand schnell in die Partie und schoss eine 2:0-Führung heraus. Die Dänen steckten nicht auf, hatten aber Glück, dass Ronaldo zwei erstklassige Konterchancen nicht zum 3:1 nutzte. Nach Bendtners zweitem Tor sah es schon nach einem weiteren Rückschlag für Portugal aus, doch Varelas Siegtreffer hält die Hoffnung auf das Viertelfinale am Leben.

    • 10:34 12.06.2012Kurzmeldung

      Olsen lobt deutsche Mannschaft 10:34 12.06.2012
      Fünf Tage vor dem Vorrundenduell bei der EM hat sich Dänemarks Nationaltrainer Morten Olsen sehr positiv über die Entwicklung des deutschen Fußballs geäußert. "Ich war in den 90er-Jahren Trainer in Köln und habe damals sehr kritisch über die deutsche Nationalmannschaft gedacht." Mittlerweile aber sei "jedes ihrer Spiele Reklame für das Land und für den Fußball allgemein", sagte der 62- Jährige der Zeitung "Die Welt". Heute hätte Deutschland "sehr gute Spieler, die Mannschaft ist fantastisch. Das ist eine ganz andere Welt als damals", sagte Olsen.

    • 12:08 29.05.2012Kurzmeldung

      Dänen ohne Stammtorhüter Sörensen 12:08 29.05.2012
      Deutschlands Gruppengegner Dänemark muss bei der EM auf Stammtorwart Thomas Sörensen verzichten. Trainer Morten Olsen strich den 35 Jahre alten Schlussmann von Stoke City aufgrund einer Rückenverletzung aus seinem Aufgebot. "Das ist ein großer Schlag für uns", sagte der Coach. "Aber es gab ein großes Risiko, dass er nicht rechtzeitig fit geworden wäre." Als dritten Torwart neben Stephan Andersen und Anders Lindegaard nominierte Olsen Kasper Schmeichel von Leicester City nach. Der 25-Jährige ist der Sohn von Torwart-Legende Peter Schmeichel.

    Schema und Stimmen

    Schema

    Dänemark - Portugal 2:3 (1:2)

    Dänemark: Andersen - Jacobsen, Kjaer, Agger, Busk Poulsen - Zimling (16. Jakob Poulsen), Kvist - Eriksen - Rommedahl (60. Mikkelsen), Bendtner, Krohn-Dehli (90. Schöne).

    Portugal: Patricio - Pereira, Pepe, Alves, Coentrao - Miguel - Moutinho, Meireles (85. Varela) - Nani (89. Rolando), Postiga (64. Oliveira), Ronaldo.

    Schiedsrichter: Craig Thomson

    Tore: 0:1 Pepe (24.), 0:2 Postiga (36.), 1:2 Bendtner (41.), 2:2 Bendtner (80.), 2:3 Varela (87.)
    Zuschauer: 31.840
    Beste Spieler: Eriksen, Bendtner - Miguel Veloso, Nani
    Gelbe Karten: Poulsen, Jacobsen - Meireles, Ronaldo

    Stimmen

    Pepe: "Das ist ein großartiges Gefühl, das war sehr wichtig für uns. Wir wollten unbedingt im Turnier bleiben. Cristiano Ronaldo ist einer der besten Spieler der Welt, ein sehr guter Kapitän. Früher oder später wird er schon treffen."

    Trainer Paulo Bento (Portugal): "Das war ein verdienter Sieg, obwohl wir das Spiel früher hätten entscheiden müssen"

    Morten Olsen (Trainer Dänemark): "Es ist ein schreckliches Gefühl, so kurz vor Schluss zu verlieren. Wir haben eine großartige Aufholjagd hingelegt. Wir hatten auch ein bisschen Pech. Wir haben tolle Tore erzielt, aber es geht nicht darum, wer die schöneren erzielt. Beim letzten waren schon einige müde, so etwas passiert im Fußball."

    Morten Olsen: Keine Angst vor Problemfällen

    von Oliver Trust

    Morten Olsen ist 62 Jahre alt und hat keine Kinder. Mit jungen Spielern kommt er trotzdem bestens aus. Das ist neben der Sehnsucht nach Freiheit und Kreativität eines der Erfolgsgeheimnisse des dänischen Euro-Abenteuers 2012.

    Der Jugendversteher
    Es klingt lustig, wenn Morten Olsen über seine „Schwierigkeiten“ mit jüngeren Generationen spricht. „Ich verrate Ihnen ein Geheimnis, ich habe ein Hörgerät. Das kann ich einfach raus nehmen oder leise drehen, wenn es mir zu viel wird mit der Musik. R&B, Hip Hop und Rap und so“, sagt Dänemarks Nationaltrainer. „Wenn man morgens aufsteht und sagt, früher war alles besser, wird es schwierig.
    ZITAT
    Wenn die Musik der Spieler zu laut ist, drehe ich mein Hörgerät leiser
    Morten Olsen
    Man muss sich für die andere Generation interessieren. Die Spieler wollen wissen, warum wir das so und so machen und sie machen Vorschläge. Ich wäre dumm, die nicht ernst zu nehmen. Spieler dürfen aber auch wissen, Dinge, die vor 40 Jahren gut waren, können heute immer noch gut sein.“

    Rolle als Underdog akzeptiert
    Olsens Weg trägt unübersehbar Früchte. Nicht nur, weil Dänemark bei der EM schon im ersten Spiel gegen die Niederlande (1:0) für eine Überraschung sorgte. Die Dänen haben ihre Rolle in der Gruppe B akzeptiert. „Underdog zu sein, macht uns nicht grundsätzlich etwas aus, weil wir darin kein grundsätzliches Problem sehen. Wir haben die Einstellung, das Beste daraus zu machen“, sagt Olsen.

    Seit 2000 ist der ehemalige Abwehr- und Mittelfeldspieler Coach des Europameisters von 1992. Seitdem baut er junge Spieler in sein Team ein und schreckt dabei auch vor Problemfällen wie dem als exzentrisch geltenden 23 Jahre alten Stürmer Nicklas Bendtner vom FC Sunderland zurück. „Früher haben Spieler viel Erfahrung gesammelt, bis sie im Fokus der Öffentlichkeit standen. Heute machen sie ab 13 oder 14 Jahren nichts außer Fußball. Es wäre weltfremd ihnen nicht zuzugestehen, ihren Weg zu suchen. Du kannst nicht einem ein Pflaster über den Mund kleben und erwarten, dass er der gleiche Spieler ist wie vorher“, so Olsen.

    Der ehemalige Köln-Profi könnte es sich auch kaum leisten, ein Ausnahmetalent wie Bendtner fallen zu lassen. „Er musste seine Erfahrungen machen, um sich zu entwickeln. Er ist auf einem guten Weg, alte Geschichten sind alte Geschichten.“

    Lange Leine für die Jungen
    Im dänischen Kader setzt Olsen auf eine lange Leine und Eigendynamik: „Junge Spieler sollen nicht nur vom Trainer von Regeln einer Gemeinschaft hören. Sie lassen sich überzeugen, wenn sie durch andere Spieler erkennen: Fußball ist Teamsport und man lässt sie nicht hängen, wenn es Schwierigkeiten gibt.“

    Morten Olsen

    Als Profi spielte Olsen von 1986 bis 1989 beim 1. FC Köln, beim FC arbeitete der 62 Jahre alte Däne auch als Trainer. Seit 2000 betreut er als Nationaltrainer sein Heimatland Dänemark.

    Olsen führt den deutschen Meister als prägendes Beispiel für erfolgreiche moderne Umgangsformen an. „Spieler sind schneller gereift. Das sieht man in Dortmund. Oder nehmen sie Spanien als Europameister 2008. Früher ging Erfahrung mit 35 los, heute mit 22, weil die Qualität der Ausbildung enorm gewachsen ist. Hierarchie wird anders gelebt.“

    Und wie stellt sich der „Fußball-Opa“ Olsen auf die Jugend ein? „Wenn man sich nicht in die junge Generation einleben kann, wenn du nicht weiß, was sie essen, worüber sie sprechen, was sie interessiert, wenn du nicht die Musik der jungen Spieler hören kannst und sie verstehst, musst du aufhören“, sagt er.

    Ohne Ordnung keine Freiheit

    Allein mit Freiheit für alle aber geht es auch bei den „lockeren“ Dänen nicht. In den 1980er Jahren habe ein Umdenkprozess im Land eingesetzt. „Der damalige Nationaltrainer Sepp Piontek sorgte das erste Mal für Disziplin und Organisation unter den dänischen Individualisten. Wir haben damals eingesehen, ohne Organisation gibt es keine Freiheit, jeder muss Teamplayer sein, egal wie gut er als Individuum ist.“ In Dänemark, meint er, wolle man nicht nur Gewinner sehen, „sondern im Rahmen der Möglichkeiten Intuition und Kreativität“.

    13.06.2012
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