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Fußball - WM 2014

Romarios Kampf gegen die FIFA und für sein Land

  • Video WM 2014: Alle im gleichen Rhythmus
  • Bilderserie Fußball-WM-Maskottchen seit 1966
  • VideoWM 2014: Alle im gleichen Rhythmus

    Nach der Fußball-EM ist vor der WM: Noch 704 Tage sind es bis zum Anpfiff in Sao Paolo. Doch neben der Vorfreude und Euphorie mehren sich in Brasilien auch kritische Stimmen - vor allem an der FIFA.

    (08.07.2012)
    BilderserieMaskottchen-Bilderserie
    (06.07.2012)

    Kurzmeldung

    • 19:27 08.07.2012Kurzmeldung

      Romario: FIFA ist ultra-korrupt 19:27 08.07.2012
      Noch 704 Tage sind es bis zum Anpfiff der Fußball-WM 2014 in Sao Paolo. Doch neben der Vorfreude mehren sich in Brasilien kritische Stimmen. "Die FIFA ist eine der korruptesten Institutionen auf dem Planeten", sagte der ehemalige Weltstar Romario in der SPORTreportage. Generalsekretär Jerome Valcke gehe es gar nicht darum, dass alles für die WM zu hundert Prozent fertig werde. "Es reiche, wenn die Stadien und die Zugänge fertig würden", so Romario weiter. "Die FIFA wird hier mit vielen Milliarden Profit abreisen, und unser Volk wird nichts von der WM gehabt haben."

    Gürteltier ist der Maskottchen-Favorit

    von Solveig Flörke

    Zweifel gibt es kaum noch: Das offizielle WM-Maskottchen wird das sogenannte "Tatu-Bola". Ein Tierchen, das sich blitzschnell zu einem Ball zusammenrollen kann. Es steht unter Schutz, ist in einigen Gegenden Brasiliens trotzdem schon verschwunden.

    Gürteltier - WM 2014 - Brasilien / Quelle: imago, dpa

    Süßer Favorit: Das Gürteltier
    Quelle: imago, dpa

     

    Die Fußball-Europameisterschaft ist vorbei und da lohnt ein Blick auf das nächste Großereignis, die WM 2014 in Brasilien. Der offizielle Slogan steht bereits, zur Erinnerung, er lautet "Junto num so ritmo", auf Deutsch "Gemeinsam im gleichen Rhythmus". 200.000 Nutzer sahen sich die Trailer bisher an und die Reaktionen reichen von "Super, das ist Brasilien" bis zu "Lächerliche Werbung."

     

    Das englische Wappentier machte den Anfang

    Gespalten sind auch die Meinungen zur Frage des offiziellen Maskottchens der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft. Zwar soll es erst im Oktober von der FIFA verkündet werden, aber für die meisten steht bereits fest: Das Rennen macht das Gürteltier. Das 50cm-lange-"Tatu-Bola", wie es auf Portugiesisch heißt, soll blau sein, eine grüne Hose und ein weißes Hemd tragen. Als Konkurrenten ließ das Tatu offensichtlich nicht nur eine volkstümliche brasilianische Zeichenfigur, den Saci-pererê, hinter sich, sondern auch einen Jaguar.

    Damit wird das gewöhnungsbedürftig aussehende Gürteltier zum ersten Maskottchen einer brasilianischen Fußball-Weltmeisterschaft überhaupt. 1950, als die WM bereits einmal in Brasilien ausgetragen wurde, gab es noch keine Maskottchen. Die kamen erst 1966 beim Turnier in England in Mode. Damals machte Löwe "Willie" den Anfang und seitdem gehört das Maskottchen zu einer WM wie der Fußball selbst.

     

    Namensgebung per Publikumbefragung

    Einen Namen hat das brasilianische Maskottchen noch nicht. Den will die FIFA per Publikumsbefragung ermitteln. Fußball-Dauerkonkurrent und Nachbar Argentinien hat schon lange vor der offiziellen Auslobung des Maskottchens einen eigenen Vorschlag gemacht. "Favelito“ sollte sein Name sein, was so viel heißt wie „kleiner Bewohner des Armenviertels“.

    Damit legen die Argentinier den Finger direkt in die Wunde, denn tatsächlich sind die Armenviertel in den großen Städten Brasiliens das Haupt-Sicherheitsproblem des brasilianischen Erzrivalen. "Favelito“ kommt daher wie ein richtiger Gangster: In jeder Hand trägt er eine Pistole und die brasilianische Fahne wie eine Maskierung vor dem Gesicht. Außerdem wäre „Favelito“ das erste Maskottchen in Badehose. Eine Anspielung auf die gerne knapp bekleideten Brasilianer am Strand.

     

    Vom Aussterben bedroht

    Dann doch lieber ein Gürteltier. Doch auch das Tatu-Bola kämpft mit Problemen. Es ist vom Aussterben bedroht, im Nordwesten Brasiliens gilt es als Delikatesse. Vor allem in den brasilianischen Bundesstaaten Sergipe und Ceará wurde Jagd auf die Tatus gemacht, dort sind sie bereits verschwunden. Die übrigen Panzertiere kämpfen ums Überleben, indem sie sich zu einer perfekten Kugel zusammenrollen. Zwar stehen die Tatus unter Schutz, doch darauf nehmen viele Jäger keine Rücksicht. Grund genug für die Organisation "CAATINGA" eine Kampagne für das Gürteltier als offizielles Maskottchen einzutreten. "Wir wollen, dass Brasilien und die ganze Welt aufmerksam wird, auf die bedrohten Tierarten und das Gürteltier ist dafür ein perfekter Repräsentant", sagt Rodrigo Castro, Koordinator bei Caatinga. Das scheint geklappt zu haben.

     

    09.07.2012
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