Print Logo

merkzettel

Tour de France

Duo Wiggins und Froome hängt Vorjahressieger Evans ab

  • Cadel Evans
  • Bilderserie Sie kamen, fuhren und siegten
  • Bilderserie Die 99. Tour: Zwischen Lüttich und Paris
  • Cadel Evans
    Cadel Evans - Tour de France / Quelle: ap
    (18.07.2012 Quelle: ap)
    BilderserieSie kamen, fuhren und siegten
    tour de france cycling race stage 17 / Quelle: dpa
    (15.07.2012)
    BilderserieDie 99. Tour: Zwischen Lüttich und Paris
    Fans der Tour de France / Quelle: ap
    (14.07.2012)

    Kurzmeldung

    • 17:18 18.07.2012Kurzmeldung

      Voeckler feiert, Evans abgehängt 17:18 18.07.2012
      Der Franzose Thomas Voeckler (Europcar) hat die Königsetappe gewonnen und damit bei der 99.Tour de France seinen zweiten Tageserfolg gefeiert. Auf dem 197 km langen 16.Teilstück von Pau nach Bagneres-de-Luchon über vier Berge der höchsten beiden Kategorien setzte sich der 33-Jährige vor Chris Anker Sörensen (Dänemark/Saxo Bank) durch. Tour-Leader Bradley Wiggins kam gemeinsam mit seinen Verfolgern Christopher Froome (beide Sky) und Vincenzo Nibali (Liquigas) ins Ziel. Vorjahressieger Cadel Evans verlor dagegen weitere Zeit und dürfte seine letzte Chance zur Titelverteidigung verspielt haben.

    • 14:59 18.07.2012Kurzmeldung

      Schlüsselbeinbruch bei Gusew 14:59 18.07.2012
      Für den russischen Radprofi Wladimir Gusew ist die Tour de France nach einem Schlüsselbeinbruch beendet. Das teilten die Organisatoren mit. Der 29-Jährige aus dem Rennstall Katjuscha war auf der 16.Etappe über 197 Kilometer von Pau nach Bagneres-du-Luchon nach 64 Kilometern mit dem Belgier Romain Zingle (Cofidis) in einen Stacheldrahtzaun gestürzt. Im Gegensatz zu Gusew konnte Zingle die Fahrt fortsetzen. Damit sind bei der 99.Tour de France nur noch 154 von 198 gestarteten Fahrern im Rennen.

    • 13:10 17.07.2012Kurzmeldung

      Schon 42 Ausfälle bei der Tour 13:10 17.07.2012
      Die 99.Tour de France verzeichnet eine der höchsten Ausfallraten der vergangenen Jahre. Nachdem am Montag sechs weitere Fahrer, unter anderem der Franzose Sylvain Chavanel, aufgegeben haben, nehmen nur 156 von 198 ursprünglich Startern die letzten fünf Etappen ab Mittwoch in Angriff. Die Teams Rabobank und Vancansoleil sind nur noch mit vier von einst neun Fahrern dabei. Damit werden deutlich weniger Teilnehmer in Paris ankommen als 2011 (167) und 2010 (170). 2008 waren es 145, damals gingen allerdings nur 20 statt wie heute 22 Teams an den Start, zudem wurde Astana komplett ausgeschlossen.

    von Jonathan Sachse, Pau

    Im Team Sky wird für den unlängst definierten Kapitän Bradley Wiggins gefahren. Doch sein Edelhelfer Christopher Froome ist auf Augenhöhe und könnte in den nächsten Jahren sein größter Rivale um das Gelbe Trikot werden.

    Aufgereiht sitzen die neuen Fahrer und ihr Manager am Gartentisch. Vor ihnen drängelt sich die Presse. Das Team Sky wartet auf die Fragen. Doch befragt wird nur eine Person. Am zweiten Ruhetag der Tour de France fokussiert sich die Aufmerksamkeit auf den Kapitän Bradley Wiggins. Die britische Presse spart nicht an Lob. Der Mann im Gelben Trikot darf dankbar sein. Kritische Fragen muss er keine beantworten.

    ZITAT
    Ich habe Wiggins zu Froome hören rufen. Fahr langsamer
    Franck Schleck

    "Milchbubi" Froome

    Einen Platz weiter sitzt Christopher Froome. Etwas aufrechter, als die restlichen Mannschaftsmitglieder. Es scheint, als würde er auf die erste an ihn gerichtete Frage warten. Im Gegensatz zu den kantigen Gesichtszügen seines strampelten Chefs gleicht seine Optik der eines Milchbubis. Als er nach etwa 20 Minuten die erste Frage gestellt bekommt, antwortet er leise. Ein leicht nervöses Lächeln ziert seine Gesichtszüge.

    Bei der Frankreichrundfahrt präsentierten sich die beiden Briten auf den letzten Etappen auf Augenhöhe. In den Alpen kletterte Froome sogar schneller als sein Kapitän. "Ich habe Wiggins zu Froome hören rufen. Fahr langsamer", meinte Frank Schleck (RadioShack) nach der Königsetappe in den Alpen. In der Öffentlichkeit begann die Diskussion um einen möglichen Machtwechsel.

    Loyalität ist wichtig

    "Am 1. Januar wird das Jahresziel festgelegt. Das Ziel bei Sky lautete: Das Gelbe Trikot. Für Wiggins", schätzt Jens Voigt einen Tag zuvor die Zielausrichtung des britischen Teams ein. Es sei wichtig einen festen Kapitän zu haben, meint der Berliner, das "hat was mit Loyalität zu tun."


    Die Gesamtwertung lässt auch keine ernsthafte Diskussion zu, über 2 Minuten beträgt der Vorsprung von Wiggins auf den Zweitplatzierten Teamkollegen. Doch zwei Fragen sollten gestellt werden: Was passiert, wenn Wiggins bei den kommenden Etappen im Hochgebirge einen schwarzen Tag erleben sollte? Im Mannschaftsfahrzeug würde eine Diskussion beginnen, ob Froome einspringt - das wäre dann Plan B.

    ZITAT
    In ein bis zwei Jahren muss er Sky verlassen und dann kann er auch die Tour gewinnen
    Brian Holm über Froome

    Spannendes Verhältnis

    Und wie geht's nach der Tour de France weiter? Aus finanzieller Sicht würde für Froome ein Wechsel zu einem anderen Team keinen Sinn machen. Von Murdochs Pay-TV Sender Sky wird er überdurchschnittlich gut bezahlt. Es wäre eine Entscheidung für die Karriere, die ihn zu den Konkurrenten lotsen könnte.

    "In ein bis zwei Jahren muss er Sky verlassen und dann kann er auch die Tour gewinnen", spekuliert Brian Holm, Dopinggeständiger Ex-Telekom-Profi und mittlerweile bei Omega Pharma – Quick Step als Sportlicher Leiter aktiv. Beide Fahrer wären jeweils in einem Punkt leicht überlegen: "Froome fährt in den Bergen besser. Wiggins ist der etwas bessere Zeitfahrer. Das ist ein spannendes Verhältnis."

    "Echtes Opfer"

    Im vergangen Jahr stand Froome bereits eine Stufe höher. Nach einer Verletzung bei der Tour 2011 setzte Bradley Wiggins mit der Vuelta a España einen neuen Saisonhöhepunkt. Dort startete auch Teamkollege Christopher Froome. Beide kämpften Spanien um den Gesamtsieg. Am Ende wurde Froome Gesamtzweiter, anderthalb Minuten vor Wiggins.

    In der L'Equipe lies Froome vor ein paar Tagen tiefer in seine Seele blicken. Als er auf die historische Chance angesprochen wurde, in diesem Jahr als erster Brite überhaupt die Tour gewinnen zu können, antwortete er: "Ich könnte die Tour gewinnen. Das würde mein Leben verändern. Und deswegen ist es für mich ein echtes Opfer."

    18.07.2012
    1. Drucken
    2. Merken
    3. Versenden
    4. Teilen auf:

    Merkliste

    Papierkorb Bild
    Merkliste versenden Merkliste schließen

    Merkliste

    Merkliste versenden

    Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.



     
    * Pflichtfelder  
    Datenschutz
    Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
    Zurück zur Merkliste Absenden Button

    Merkliste

    Hinweis

    Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

    Zurück zur Merkliste Merkliste schließen