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Paralympics - 1. Wettkampftag

Im Erfolg vereint: Doppelgold für Judo-Zwillinge

  • Interaktiv Paralympics: Sportarten und Startklassen
  • Video Eröffnungsfeier der Paralympics
  • InteraktivParalympics: Sportarten und Startklassen
    (29.08.2012 Quelle: ZDF)
    VideoEröffnungsfeier der Paralympics

    Fantasievoll, fröhlich und emotional - mit einer gigantischen Show hat London die Paralympioniken aus 165 Ländern empfangen - ein Sportfest der Rekorde mit 4.200 Athleten und 2,5 Millionen Besuchern.

    (29.08.2012)

    Kurzmeldung

    • 20:24 30.08.2012Kurzmeldung

      Gold für Judo-Zwillinge 20:24 30.08.2012
      Die Schweriner Judo-Zwillinge Carmen und Ramona Brussig haben bei den Paralympics die ersten Goldmedaillen für Deutschland gewonnen. Carmen gewann zunächst in der Klasse bis 48 Kilo gegen Lee Kai-Lin aus Taipeh, nur wenige Minuten später bezwang Schwester Ramona in London die Chinesin Wang Lijin in der Klasse bis 52 Kilogramm. "Die zwei sind seit Jahren extrem erfolgreich und unheimlich sympathisch", sagte Karl Quade, Chef de Mission, über die 35 Jahre alten sehbehinderten Schwestern, "das ist ein toller Erfolg für die Judo-Truppe".

    • 19:36 30.08.2012Kurzmeldung

      Bruhn holt Silber, Bronze für Iwanow 19:36 30.08.2012
      Kirsten Bruhn hat bei ihrem ersten Start in London die Goldmedaille verpasst. Die 42-Jährige aus Neumünster holte über 100 m Rücken in 1:25,22 Minuten Silber hinter Jacqueline Freney (1:22,84) aus Australien. Bruhn hatte im April mit 1:21,57 Sekunden den aktuellen Weltrekord über diese Strecke aufgestellt. Zuvor hatte Sebastian Iwanow bei seinem ersten Start bei Paralympics gleich die Bronzemedaille über 100 m Rücken gewonnen. Swen Michaelis (Leipzig) wurde im selben Endlauf ebenso Sechster wie Daniel Simon (Darmstadt) über 400 m Freistil der Sehbehinderten.

    • 13:51 30.08.2012Kurzmeldung

      Schützin Schmermund holt Silber 13:51 30.08.2012
      Die querschnittsgelähmte Luftgewehrschützin Manuela Schmermund hat bei der ersten Entscheidung der Paralympics in London die Silbermedaille gewonnen. Die 40-Jährige von der SG Mengshausen wurde im Schießen aus zehn Metern Zweite und musste sich nur der starken Chinesin Zhang Ciuping geschlagen geben. Dritte wurde Nathalie Smith aus Australien. Schmermund hatte vor acht Jahren in Athen Gold gewonnen, in Peking 2008 war ihr ebenfalls mit Silber der erste Medaillen-Coup geglückt.

    • 16:48 30.08.2012Kurzmeldung

      Graf holt Bronze im Zeitfahren 16:48 30.08.2012
      Bahnradsportler Tobias Graf hat die paralympische Bronzemedaille im 1000 Meter-Zeitfahren gewonnen. Der 28-Jährige musste sich nur dem Chinesen Li Zhang Yu und Lokalmatador Mark Lee Colbourne geschlagen geben. Mit einer Zeit von 1:09,979 Minuten sorgte Graf, der bei einem Unfall mit einem Mähdrescher sein linkes Bein verloren hatte, sogar für einen Weltrekord in seiner Startklasse C2. Die beiden Erstplatzierten waren nicht in Grafs Startklasse angetreten. "Das ist das größte, was passieren konnte", sagte Graf im Londoner Velodrom.

    Deutsche Medaillen vom Tag im Video

    Gold im Doppelpack: Die Brussig-Zwillinge

    Manuela Schmermund schießt Silber

    Kirsten Bruhn erschwimmt Silber

    Sebastian Iwanow erschwimmt Bronze

    Faszination Paralympics live im Zweiten

    von Peter Kaadtmann

    Die Paralympics (29. August - 9. September) bilden den Abschluss von vier sportlichen Großereignissen in diesem Jahr. Das ZDF wird alleine im Hauptprogramm rund 28 Stunden aus London berichten. Nicht aus einer sozialen Verpflichtung heraus, sondern weil es sich bei den Paralympics um ein für sich stehendes Sportereignis handelt, über das es uneingeschränkt zu berichten lohnt.

    Mit der Sprache ist das so eine Sache: Sie soll genau – aber nicht umständlich sein. Wie oft werden nicht die "normalen" (also olympischen) Spiele von den Paralympics unterschieden, "normale" von behinderten, vielleicht sogar "kranken" Sportlern.

    Eine fatale Flüchtigkeit, denn Behindertenathleten sind beileibe nicht "unnormal" und am allerwenigsten krank. Es sei denn, sie leiden wie jeder andere Mensch auch Mal an einer Infektion oder an einem anderen organischen Schaden. Behinderung ist vielmehr ein Zustand, der nichts anderes als einen – und da passt das Wort – normalen sportlichen Bewegungsablauf beeinträchtigt. Mehr aber auch nicht.

    Geeint durch den Austragungsort
    Wenn wir heute von Olympischen Spielen und Paralympics sprechen, reden wir zwar von zwei getrennten Veranstaltungen, die allerdings der Austragungsort eint. Das ist die wesentliche Klammer, die den Paralympics wiederum einen besonderen Wert verleiht.

    So sehr die Alleinstellungsmerkmale beider Ereignisse auch hervorgehoben werden sollten, so sehr gleichen sich die Paralympics in ihrem Erscheinungsbild unverkennbar den Olympischen Spielen an: Identische Wettkampfstätten, ähnliche, wenn auch dem Behindertensport angepasste Sportarten und Disziplinen, gleiche Sportbekleidung, das Olympische zum Paralympischen Dorf gewandelt, aufwändig gestaltete Eröffnungs- und Abschlussfeiern, Medaillenzeremonien und die aus Athletensicht wichtige Einstufung als reine Spitzensportveranstaltung.

    Letzteres ist für die Außenbetrachtung und Bewertung von Leistungen ausschlaggebend: Es besteht eben jenes dringende Verlangen der behinderten Sportler, gleiche Maßstäbe anzulegen, wie sie für jeden Nichtbehinderten gelten. Jede andere, übermäßig bewundernde oder gar mitleidige Herangehensweise ist demnach ebenso falsch wie unangebracht. In biographischen Beschreibungen dürfen nähere Beschreibungen zur Behinderung nicht ausbleiben. Sie dienen der Klärung, welcher Startklasse ein Athlet zugeordnet wird, und sie beleuchten die Wettkampfvoraussetzungen, dürfen aber keineswegs die kritische Leistungsbeurteilung ersetzen.

    Für sich stehendes Sportereignis
    Konsequenter Weise sind also die Übertragungen von den Paralympics nicht unter dem Aspekt einer besonderen sozialen Verpflichtung eines öffentlich-rechtlichen Senders gegenüber Behinderten zu verstehen. Vielmehr sehen wir in ihnen ein etabliertes, für sich stehendes Sportgroßereignis, über das uneingeschränkt zu berichten lohnt. Gleichwohl wissen wir, dass die teilnehmenden Sportler besondere Anerkennung erfahren und vielen als Vorbilder dienen können.

    Daraus leitet sich das Programmkonzept ab, das bewusst dem der Olympischen Spiele gleicht. So wird aus demselben, nur leicht veränderten Studio gesendet. Von dort aus wird live zu den Austragungsorten geschaltet oder werden verschiedene Zusammenfassungen oder Hintergrundbeiträge abgerufen. Wie üblich sind auch Gäste zu Gast. Matthias Berg, unsere bewährter Experte wird zudem die vielfältigen, oft schwer zu verstehenden Voraussetzungen erklären.

    Bildstarke und abwechslungsreiche Aufbereitung 
    Dabei geht es ganz wesentlich um die breite, kurzweilige Darstellung aller Sportarten. Da die Wettkampfregeln und die Teilnehmer den Zuschauern oft unbekannt sind, hoffen wir das allgemeine Interesse durch bildstarke, abwechslungsreiche, vom Tempo her mitreißende Aufbereitungen steigern zu können. Bei den Winterspielen in Vancouver vor anderthalb Jahren hat das offensichtlich den Geschmack des Publikums getroffen, da die Akzeptanzwerte bei 9,1 von zehn möglichen Punkten lagen – eine ganz selten erzielte, fast uneingeschränkt hohe Zustimmung.

    Paralympics im TV und im Netz

    Sendeplan

    29.08.2012 Mittwoch ARD Eröffnungsfeier live 22:00 Uhr

    30.08.2012 Donnerstag ZDF Paralympics live 12:05 Uhr
    31.08.2012 Freitag ARD Paralympics live 10:30 Uhr
    01.09.2012 Samstag ZDF Paralympics live 10:00 Uhr

    02.09.2012 Sonntag ARD Paralympics live 10:30 Uhr
    03.09.2012 Montag ZDF Paralympics live 10:30 Uhr
    04.09.2012 Dienstag ARD Paralympics live 10:30 Uhr
    05.09.2012 Mittwoch ZDF Paralympics live 10:30 Uhr
    06.09.2012 Donnerstag ARD Paralympics live 10:30 Uhr
    07.09.2012 Freitag ZDF Paralympics live 10:30 Uhr
    08.09.2012 Samstag ARD Paralympics live 10:30 Uhr
    09.09.2012 Sonntag ZDF Paralympics live 16:00 Uhr

    Exklusive Livestreams auf zdfsport.de

    Donnerstag, 30. August

    18.30 - 22.20 Uhr: Schwimmen

    ---

    Samstag, 01. September

    18.30 - 22.20 Uhr: Schwimmen

    20.00 - 23.10 Uhr: Leichtathletik

    ---

    Montag, 03. September

    18.30 - 22.05 Uhr: Schwimmen

    20.00 - 23.35 Uhr: Leichtathletik

    ---

    Mittwoch, 05. September

    18.30 - 22.20 Uhr: Schwimmen

    20.00 - 23.35 Uhr: Leichtathletik

    ---

    Freitag, 07. September

    18.30 - 22.20 Uhr: Schwimmen

    20.00 - 23.30 Uhr: Leichtathletik

    Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen stehen allerdings nicht Live-Signale aller Wettbewerbe zur Verfügung, aus deren Angebot sich mühelos auswählen ließe. Nur 13 Sportarten – allerdings mit Leichtathletik, Schwimmen, Rollstuhl-Basketball, Bahnradsport und Tischtennis die wichtigsten – liegen direkt vor, andere werden sehr eingeschränkt am späten Nachmittag oder um Mitternacht in Zusammenfassungen angeboten. Um deutsche Athleten nicht aus den Augen zu verlieren, setzt das ZDF ergänzend eigene Kamera-Teams ein.

    Neu ist in der Leichtathletik die Aufteilung in drei Signale für Läufe und technische Wettbewerbe. Damit sind die Fernsehverantwortlichen kurzfristig vor allem dem jahrelangen Drängen des ZDF gefolgt, weil in der Vergangenheit die Stoß-, Wurf- und Sprungdisziplinen wenig und nur mangelhaft gezeigt wurden. In einer eigens eingerichteten Unter-Regie im Internationalen Fernsehzentrum können erstmalig aus den Signalen die inhaltlich besten ausgewählt und die deutschen Starter einzeln verfolgt werden.

    Mehr als 60 Stunden bei ZDF und ARD
    Die Paralympics bilden den Abschluss von vier sportlichen Großereignissen in diesem Sommer. Rund 28 Stunden werden sie im ZDF, fast 38 in der ARD übertragen. Dazu kommt die erweiterte Berichterstattung in den Nachrichtensendungen sowie an ZDF-Tagen der Live-Stream der Abendveranstaltungen der Leichtathletik sowie der Finalwettbewerbe der Schwimmer. Soviel Hochleistungssport Behinderter gab es in beiden Sendern noch nie. Genug also, um sich ein ausführliches Bild über die Faszination der Wettbewerbe zu machen.

    Die Paralympics im ZDF

    Die Spiele im Fernsehen

    Das ZDF zeigt die Paralympics ausschließlich am Tage – und da vornehmlich zwischen 10 und 16 Uhr. Naturgemäß liegt deshalb das Hauptaugenmerk auf den live angebotenen Sportarten. Zudem werden die Zuschauer mit kurzweiligen, möglichst spannungsreichen, emotional und mitreißend gestalteten Berichten versorgt.

    Am Abend berichtet das ZDF in Kurzform im „heute-journal“ und in einer um zehn Minuten erweiterten Sendung von „heute nacht“ von den Geschehnissen in London.
    Wie üblich gibt es Zusammenfassungen der Tagesereignisse in den Sportseriensendungen „das aktuelle sportstudio“ und „sportreportage“ am Wochenende.


    Moderatorin ist Jana Thiel, als Experte wird ihr Matthias Berg im Studio zur Seite stehen oder mit Stefan Bier die Leichtathletik sowie die Schlußfeier kommentieren.

    Die Spiele bei zdfsport.de

    In Zeiten des mobilen Webs und sozialer Netzwerke finden auch die Paralympics 2012 in besonderer Form bei zdfsport.de statt. Im eigenen Mediathek-Kanal findet der User Livestreams, Videos mit den Höhepunkten und Entscheidungen des Tages. Ergänzt wird die Berichterstattung durch Hintergründe und Erklärstücke zu den Behindertensportarten, Porträts und den Klassikern wie dem Medaillenspiegel
    und Ergebnislisten.


    Der ZDF-Experte Matthias Berg und die Fachreporter geben ihre Einschätzung zu Wettbewerben und Favoriten ab.

    Als besonderes Highlight werden erstmals Schwimm- und Leichtathletik-Wettbewerbe exklusiv im Netz angeboten. An allen ZDF-Sendetagen zeigt www.zdfsport.de am Abend die Entscheidungen um paralympisches Edelmetall dieser Sportarten im Livestream.

    Die eigenen Mitmach-Kanäle des ZDF in Foren, Chats oder in Angeboten wie
    Twitter und Facebook werden genutzt, um die Zuschauer aktiv in das Geschehen rund um die Paralympics 2012 in London einzubinden.

    30.08.2012
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