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Leon Andreasens fußballerische Wiedergeburt

  • Video Starkes Comeback nach langer Zwangspause
  • Video Torwand: "Andröösen" muss passen
  • Video "Waren immer von Andreasen überzeugt"
  • Video Büskens:Fehler werden gnadenlos bestraft
  • VideoStarkes Comeback nach langer Zwangspause

    Leistenprobleme haben Leon Andreasen zwei Jahre lahm gelegt. Jetzt ist der Däne wieder da. Bei Katrin Müller-Hohenstein spricht er über seine Leidenszeit - und freut sich über einen Überraschungsgast.

    (15.09.2012)
    VideoTorwand: "Andröösen" muss passen

    Auf das Torwandschießen muss Studiogast Leon Andreasen wegen einer Blessur am Zeh verzichten. Sein dänischer Arzt Thomas Joergensen springt ein und gewinnt das Duell mit Herausforderer Nico Knystock.

    (15.09.2012)
    Video"Waren immer von Andreasen überzeugt"

    Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke kann über "Neuzugang" Leon Andreasen nur Positives sagen. Im ZDF-Interview mit Eike Schulz spricht er aber auch über die Strukturen im Verein.

    (13.09.2012)
    VideoBüskens:Fehler werden gnadenlos bestraft

    Die alten Weggefährten Mike Büskens und Huub Stevens treffen sich nach dem Duell Fürth - Schalke bei Nils Kaben zum Interview. "Es war nicht einfach, hier zu siegen", sagte Lehrmeister Stevens.

    (15.09.2012)

    Kurzmeldung

    • 23:19 15.09.2012Kurzmeldung

      Andreasen: "An harte Zeit gedacht" 23:19 15.09.2012
      Zwei Jahre hat Hannovers Leon Andreasen nicht mehr Fußball spielen können. Probleme mit der Leiste sorgten für eine Leidenszeit mit mehreren Operationen. Doch seit dieser Saison ist der Däne plötzlich wieder da, zeigt starke Leistungen und trifft wie am Fließband. Im "aktuellen sportstudio" erzählte der Mittelfeldspieler, dass er nach seinem ersten Saisontor in der Europa-LeagueQualifikation "kurz an die harte Zeit" gedacht habe. Auf seinem Weg zurück hat ihn Thomas Joergensen begleitet. Der dänische Arzt war als Überraschungsgast im Studio und berichtete von Andreasens schmerzhafter Therapie.

    • 17:19 15.09.2012Kurzmeldung

      Bayern feiern dritten Sieg 17:19 15.09.2012
      Der FC Bayern hat seine weiße Weste behalten. Mit dem 3:1-Erfolg gegen den FSV Mainz 05 feierten die Münchner am dritten Spieltag den dritten Sieg und stehen mit neun Punkten an der Spitze. Dortmund schaffte einen 3:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen. Spannender ging es andernorts zu. In Gladbach egalisierten die Gastgeber einen 0:2-Rückstand - verloren aber mit 2:3. Genauso lief es in Hannover. 96 verspielte gegen Bremen einen Zwei-Tore-Vorsprung. Doch in den Schlusssekunden gelang den Niedersachsen noch der Siegtreffer. Stuttgart und Düsseldorf spielten 0:0. Schalke siegte in Fürth 2:0.

    Leon Andreasen: Neustart mit 29

    von Ralf Lorenzen

    Noch vor kurzem schien für Leon Andreasen das Karriereende näher als Bundesliga, Europa League und Nationalmannschaft. Mit zwei Jahren Verspätung macht er es nun seinem Team von Hannover 96 nach und setzt wie Phönix aus der Asche zum Höhenflug an.

    Er verkörpert den Typ des modernen, defensiven Mittelfeldspielers, der in den letzten sieben Jahren eher noch wichtiger geworden ist. Aggressiv in der Balleroberung, schnell und präzise im Umschalten nach vorne. Fähigkeiten, die er in seiner Karriere bislang nie über einen längeren Zeitraum ausspielen konnte. Denn fast wäre er zur tragischen Figur der Bundesliga geworden. Nun könnte er mit 29 Jahren seine erste wirklich erfolgreiche Saison spielen.

    In Bremen hatte Andreasen zunächst das Pech, dass zeitgleich mit ihm Torsten Frings zurückkehrte und die Bremer Raute nur einen Platz im defensiven Mittelfeld vorsah. Er wich zwar je nach Bedarf auf andere Positionen aus, wurde so aber nie zu einem bestimmenden Teil des Bremer Spiels.

    Beginn der Leidenszeit

    Links
    Rückblick: sportstudio-Hangout
    Das änderte sich in Mainz, wohin er im Winter 2006 ausgeliehen wurde. Doch nach dem Abstieg der Mainzer musste er nach Bremen zurück, wo er aufgrund einer ersten Verletzung und einer Rotsperre kaum zum Einsatz kam. Aus seiner Unzufriedenheit mit der Reservistenrolle machte er keinen Hehl und so ließ Werder ihn nach Fulham weiterziehen.

    Als er auch in der Premier League nicht zum Stammspieler wurde, landete Andreasen Anfang 2009 in Hannover – doch die eigentliche Leidenszeit begann jetzt erst. Im Frühjahr meldeten sich seine Leistenprobleme das erste Mal, er fiel bis Jahresende aus und wurde das erste Mal operiert. Seinen Frust ließ er an einem Discogast in Aarhus aus und wurde zu 30 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt.

    Von Arzt zu Arzt

    Unter Schmerzen versuchte er der nach dem Tod von Robert Enke krisengeschüttelten Mannschaft im Abstiegskampf zu helfen – aber ab Anfang April lief gar nichts mehr. Es begann eine zweijährige Odyssee durch die Behandlungszimmer verschiedener Ärzte – immer neue Diagnosen, immer neue Operationen, keine Linderung. Manch einer sah in ihm schon eine Wiedergeburt des „Eingebildeten Kranken“ – da kam ein Arzt in Kopenhagen auf die entscheidende Spur.

    Er entdeckte und entfernte Narbengewebe, das auf einen Muskel drückte. Endlich war Andreasen schmerzfrei. „Ich freue mich sehr, nach zwei so Scheiß-Jahren“, entfuhr es ihm in einem Interview. Zwei Jahre, in denen er mit ansehen musste, wie sein Team wie Phönix aus der Asche auferstanden war, während er sich so von ihr entfremdete und sich nicht einmal mehr ins Stadion wagte.

    Endlich der Aggressive Leader

    Aber Hannovers Verantwortliche glaubten an ihn und gaben ihm im Mai einen neuen Einjahresvertrag. Seitdem macht er es seiner Mannschaft mit zwei Jahren Verspätung nach: von ganz unten kommend, ist er in kurzer Zeit zu einem Führungsspieler geworden.

    Er passt mit seiner aggressiven Spielwiese nicht nur ideal zu Hannovers schnellem Konterfußball – er hat in den ersten sieben Pflichtspielen bereits fünf Tore geschossen. In den sieben Jahren zuvor waren es insgesamt zehn. Sogar in Dänemarks Nationalmannschaft feierte er beim 0:0 in Tschechien am letzten Wochenende nach langer Abstinenz sein Comeback.

    Geduld will gelernt sein

    "Leon war immer etwas ungeduldig und für sich den Dingen voraus“, sagte Thomas Schaaf am Ende von Andreasens Bremer Zeit. Die letzten Jahre hätte er allerdings kaum überstanden, wenn er nicht gelernt hätte, geduldig auf seine Chance zu warten. Viele andere sind aus so einem Tal nicht mehr herausgekommen – jedenfalls nicht auf so ein hohes Niveau zurück, auf dem Andreasen sich jetzt wieder präsentiert.

    „Ich will nicht über mich sprechen,“ sagte er nach Hannovers Sieg in Wolfsburg. Aus dieser Zurückhaltung spricht sicher die Erfahrung, wie schnell im Fußball wieder Rückschläge kommen können. Aber auch da sollte ihm die Entwicklung seiner Mannschaft Hoffnung machen: auf Hannovers Absturz vom Höhenflug wartet so mancher seit zwei Jahren vergeblich.

    Mehr zu Leon Andreasen

    Steckbrief

    Name: Leon Hougaard Andreasen
    Nationalität: Dänemark
    Geboren: 23.04.1983
    Größe: 1,88 m
    Gewicht: 81 kg
    Aktueller Verein: Hannover 96
    Seit: 31.01.2009
    Rückennummer: 2
    Weitere Vereine: Aarhus GF, Werder Bremen, Mainz 05, FC Fulham
    Position: defensives Mittelfeld
    Bundesliga: 67 Spiele (10 Tore)
    DFB-Pokal: 5 Spiele (1 Tor)
    Europapokal: 13 Spiele (3 Tore)
    Länderspiele: 11 Spiele (1 Tor)
    (Stand: 12.09.2012)

    Pinto: "Wir mussten Andreasen bremsen"

    Wie Phönix aus Asche

    15.09.2012
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