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Champions League - FCB besiegt Valencia

Der Elfer-Komplex, ein "Fall für zwei"

  • Video Bayerns Neustart ist geglückt
  • Video Bayern: Ein Mittelfeld, das begeistert
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    Vier Monate nach dem verlorenen Champions-League-Finale ist der Neustart "dahoam" gelungen. 2:1 hat der FC Bayern gegen Valencia gewonnen. Trainer Jupp Heynckes ist trotzdem nicht ganz zufrieden.

    (20.09.2012)
    VideoFußball - Champions League

    Das neue Mittelfeld des FC Bayern begeistert. Die Balance zwischen nützlicher Kreativität und nötiger Aggressivität stimmt. Das liegt nicht nur an Neuzugang Javier Martinez.

    (20.09.2012)
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    (20.09.2012)

    Martinez, der Taktgeber aus der Tiefe

    Zum Auftakt der Champions-League-Saison 2012/2013 hat auch das dritte deutsche Team sein erstes Match gewonnen. Der FC Bayern besiegte den FC Valencia nach einer souveränen und soliden Vorstellung verdient mit 2:1. Dabei reagierten die Münchener intelligent auf die flexible Defensive der Spanier und behielten fast immer die Kontrolle. Einziger Schönheitsfehler war das Gegentor in letzter Minute.

    von Tim Rieke, spielverlagerung.de

    Die Grundstruktur des Spiels entwickelte sich von Beginn an, wie es zu erwarten war: Bayern kontrollierte das Geschehen und dominierte mit fast 70 Prozent Ballbesitz, während Valencia, auf Sicherheit bedacht, aber flexibel verteidigte.

    Variables Pressing gegen die bayerische Balldominanz ...

    Dieses ruhige und sehr anpassungsfähige Pressing der Spanier, das schon Real Madrid und Barcelona vor schwierige Aufgaben gestellt hatte, sorgte dafür, dass die Bayern zwar alle Fäden in der Hand hielten, aber nur teilweise Torgefahr ausstrahlten.

    Wegen des variablen Herausrückens der spanischen Mittelfeldspieler und deren aufmerksames Versperren der Passwege in die zentralen Mittelfeldbereiche fiel es den Bayern schwer, konstant in gefährliche Räume zu kommen. Daher waren sie darauf bedacht, die Kontrolle zu halten und Ballverluste zu vermeiden.

    Die taktische Grundausrichtung

    Die taktische Grundausrichtung der Bayern gegen den FC Valencia.

     

    … und Bayerns kontrollierte und intelligente Antwort darauf

    Gewährleistet wurde dies durch einen variablen Spielaufbau als Reaktion auf das variable gegnerische Pressing. Mit Javi Martínez gab es einen neuen Taktgeber aus der Tiefe, der trotz einer phasenweisen Manndeckung durch den defensiv starken Jonas das Spiel seiner Mannschaft entscheidend ankurbelte. Eine besonders wichtige Rolle übernahm Bastian Schweinsteiger: Mit seinen weiträumigen Freilaufbewegungen sorgte er für immer neue Muster im Spielaufbau. Dabei steuerte er geschickt jene Räume an, die durch Jonas´ Mannorientierung auf Martínez entstanden.

     

    So lief der bayerische Ballbesitzfußball trotz Valencias dichtem Zentrum störungsfrei. Der deutsche Rekordmeister drang häufig über die Flügel vor, die Valencia etwas freier lassen musste – satte 78 Prozent ihrer Angriffe spielten die Bayern über Außen. Schweinsteiger nutzte dabei seine Freiheiten, um aus der Tiefe immer wieder weite Diagonalbälle auf die Flanken zu schlagen. Von dort gelang es mit Hilfe von raumschaffenden Läufen durch nicht-ballbesitzende Spieler auch besser, in die Zentrale zu spielen.

     

    Bayern nutzt Valencias Fehler

    Maßgeblich entscheidend für den Spielausgang waren aber nicht die Angriffe aus Bayerns Aufbauspiel, sondern die Ballgewinne, die die Münchener nach Fehlern Valencias verbuchten. Bei den Gästen war das defensive Mittelfeld aufgrund der zu hoch stehenden Offensivspieler unterbesetzt – ein gefundenes Fressen für das starke und aktive Pressing der Bayern.  Aufgrund des erzeugten Pressing-Drucks zogen sich viel zu viele Ungenauigkeiten und Abspielfehler durch Valencias ohnehin wackeligen Spielaufbau.

     

    Beste Beispiele dafür waren die beiden Bayern-Treffer. Beiden Toren gingen schwerwiegende Ballverluste der Spanier voraus, die die Bayern intelligent antizipierten und zumindest in diesen Fällen auch konsequent und klug ausnutzten. Gerade das 2:0 war das Paradebeispiel für die verheerenden Fehler seitens Valencias – in jenem Fall gar im eigenen Spielfelddrittel, als der Ball an das starke Münchener Gegenpressing verloren ging.

     

    Valencias offensive Harmlosigkeit

    Neben den Schwächen im Spielaufbau sorgte besonders dieses Gegenpressing der Bayern dafür, dass Valencia offensiv wenig bewegen konnte und der deutsche Rekordmeister lange Zeit nichts zu befürchten hatte. Nach Ballverlusten eroberten Schweinsteiger und Co. das Leder durch eine kompakte Stellung schnell wieder zurück und erstickten damit auch die meisten Konterangriffe Valencias im Keim.

     

    Bei diesen schnellen Gegenstößen fehlte es den „Fledermäusen“ ohnehin an den nötigen Verbindungen zwischen den Spielern. Zwar spielten sie einige intelligente und raumöffnende Diagonalbälle auf die ballferne Seite. Doch anschließend wurden die dort angespielten Akteure zu inkonsequent unterstützt, um zumindest diese wenigen Angriffe abschließen zu können. Valdez´ Anschlusstor fiel folglich erst nach einer Ecke in der letzten Minute.

    Gruppe F: FC Bayern - FC Valencia 2:1

    Die Bayern und Kahn sind rundum zufrieden

    Das Spiel in voller Länge

    Auch Barca, Chelsea und Manchester United siegen

    Die Statistik

    Bayern München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Javi Martínez (69. Luiz Gustavo), Schweinsteiger - Robben, Kroos, Ribéry (46. Müller) - Pizarro (63. Mandzukic)

    FC Valencia: Diego Alves - João Pereira, Ricardo Costa, Rami, Cissokho - Dani Parejo, Tino Costa - Feghouli, Jonas (63. Valdez), Guardado (71. Viera) - Soldado (88. Barragán)

    Tore: 1:0 Schweinsteiger (38.), 2:0 Kroos (76.), 2:1 Valdez (90.+1)

    Besonderes Vorkommnis: Mandzukic (Bayern München) scheitert mit Foulelfmeter an Diego Alves (90.+4)


    Gelbe Karten: - / Ricardo Costa, Tino Costa
    Gelb-Rote Karten: - / Rami (90.+3/wiederholtes Foulspiel)

    Schiedsrichter: Aydinus (Türkei)

    Zuschauer: 68.000 (ausverkauft)

    19.09.2012
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