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Allerheiligen  Zeitforscher und Speedkletterer

Ein guter Grund zu feiern mit Willi Weitzel

Was bedeutet "Ewigkeit" im Verhältnis zu unserer Lebenszeit? Und was haben ein Zeitforscher, der Bergsteiger und Speedkletterer Thomas Huber und Allerheiligen miteinander zu tun? Feiertagsreporter Willi Weitzel macht sich auf den Weg, diese Fragen ausgehend vom "Festtag aller Heiligen" zu klären. 

Ein guter Grund zu feiern: Allerheiligen

(01.11.2012)

Dreh zur Sendung an Allerheiligen

(01.11.2012)

Beim Dreh zu Allerheiligen

(01.11.2012)

Allerheiligen ist der Tag, an dem aller Heiligen gedacht wird, die keinen eigenen Feiertag haben. Heilige bewirkten in ihrem Leben Außergewöhnliches. Sie haben ihre Lebenszeit  besonders gut genutzt und wurden so Vorbilder für Gottes Ewigkeit. Doch was bedeutet eigentlich "Ewigkeit"? Jeder benutzt das Wort, ohne sich diesen unendlichen Zeitraum wirklich vorstellen zu können. Wie lange dauert die Ewigkeit? Willi Weitzel trifft einen Zeitforscher und spricht mit ihm über das Thema Ewigkeit und Zeit. Existiert in der Ewigkeit eigentlich eine Zeit? Und in der Zeit, gibt es da die Ewigkeit?

Lebenszeit ist ein Geschenk

Unsere Lebenszeit ist ein Geschenk, doch sie ist begrenzt. Daher müssen wir sorgfältig mit dieser geschenkten Zeit umgehen. Wie nutzt man also die begrenzte Zeit am besten? Ist es sinnvoll, möglichst schnell zu leben, um quantitativ viel erreichen zu können? Oder ist die Lebensqualität unabhängig vom Tempo? Vielleicht können wir von den Heiligen lernen.

Nicht nur Heilige können ein Vorbild sein, auch im Hier und Jetzt gibt es Menschen, an denen wir uns orientieren, die wir bewundern und verehren. Erfolgreiche Sportler sind solche Vorbilder. Sie werden mit ihren Leistungen zu Legenden und können so – zumindest sprichwörtlich – in die Ewigkeit eingehen. Diese Gedanken führen Willi Weitzel zu einem der weltweit erfolgreichsten Speedkletterer. Von Thomas Huber, einem der beiden "Huber-Buam", möchte er wissen, wie Profisportler mit ihrer Zeit umgehen. Welche Bedeutung hat Schnelligkeit im Alltag, wenn sie im Sport über Sieg und Niederlage, am Berg vielleicht auch über Leben und Tod entscheidet? Hängt der Erfolg damit zusammen, dass Sportler ihre Zeit besser nutzen als andere? Diese Fragen versucht Willi Weitzel zu beantworten und sich damit der Bedeutung des Feiertags Allerheiligen auf unkonventionelle Weise zu nähern.

Den Feiertagen auf der Spur

In der ZDF-Sendung „Ein guter Grund zu feiern“ begibt sich der Journalist und Reporter Willi Weitzel auf Spurensuche – nicht in der Vergangenheit, sondern im Jahr 2012. Weitzel, der vor seiner Fernsehkarriere Theologie studierte, nimmt die Zuschauer mit auf seine Entdeckungsreise und spricht mit interessanten Menschen über ihren Bezug zu Allerheiligen. Neugierig und lebensnah, wie es seine Art ist, will er herausfinden, was vom Festtag für den heutigen Alltag nützlich sein kann. Was ist an Allerheiligen der gute Grund zu feiern?

Sendungsinformationen

Buch, Schnitt, Regie:           Marcus Kablitz    

Theologische Beratung:       Michael Hertl

Kamera:                               Waldemar Hauschild, Marcus von Kleist

Produktionsleitung, Fotos:   Magdalena Weitzel

Redaktion:                            Andreas Schilling

Online-Redaktion:                Uschi Hansen

25.10.2012

Stichwort: Was ist Allerheiligen?

Traditionelles Fest erinnert an die Heiligen

In der katholischen Kirche wird am 1. November traditionell an die Heiligen erinnert. Das Allerheiligenfest, das seit Papst Gregor IV. (827-844) alljährlich am 1. November begangen wird, hat seinen Ursprung im Orient. Im Orient kannte man bereits um die Wende zum fünften Jahrhundert einen Märtyrertag, an dem all derer gedacht wurde, die ihren christlichen Glauben vorbildlich gelebt hatten und als Märtyrer starben. Als Papst Bonifatius IV. um das Jahr 610 das römisch-antike Pantheon christianisierte, indem er es der Gottesmutter Maria und allen Heiligen weihte, schuf er zugleich das Fest Allerheiligen am Tag der Kirchweihe. Dies fiel in die Osterzeit.

Feiertag in der kalten Jahreszeit

Im achten und neunten Jahrhundert suchte man in Irland jedoch nach einem neuen Termin: Unter dem Eindruck des einbrechenden Winters wurde die vergehende Natur zum Symbol des Todes, über dem die unvergängliche Welt der Heiligen sichtbar wird. Dieser Traditionsstrang führte schließlich zum Durchbruch des Feiertages in der kalten Jahreszeit zum 1. November.

Keine Halbgötter, sondern Menschen

Der ursprüngliche Termin in österlicher Zeit war jedoch kein Zufall: Denn im Glauben an die Auferstehung verbinden die Heiligen das Diesseits mit dem Jenseits. Bei Ihnen geht man davon aus, dass sie die höchste Vollendung ihres Lebens in Gemeinschaft mit Gott erreicht haben. Dennoch sind Heilige in der Vorstellung der Kirche keine Halbgötter ohne Fehl und Makel, sondern Menschen, die "mit Liebe und Glauben versucht haben, den Willen Gottes zu erfüllen", wie Papst Benedikt in seinem Pontifikalamt zu Allerheiligen 2006 betonte.

Heilige als nachahmenswerte Vorbilder

Jeder Mensch sei zur Heiligkeit berufen: Es bedürfe dazu keiner außergewöhnlichen Werke, sondern der Bereitschaft, Jesus zu folgen und trotz aller Probleme und Nöte des Lebens den Mut nicht zu verlieren. Heilige wie Martin von Tours oder Elisabeth von Thüringen gelten durch ihre von Liebe gezeichnete Biographie dabei als Vorbilder und bieten für die Gläubigen nachahmenswerte Lebensmodelle.

Erinnerung an die Verstorbenen

Heute hat sich das Brauchtum des darauffolgenden Festtages Allerseelen auf den Gedenktag der Heiligen verlagert: In Erinnerung an alle Verstorbenen zünden Menschen auf den Friedhöfen Grablichter an, beten für ihre Angehörigen und lassen die Gräber segnen. Während Blumen an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens erinnern, leuchten die Kerzen als Symbol des "ewigen Lichtes". An die Stelle der Trennung beider Feiertagsaspekte ist vielerorts eine Vermischung von Allerheiligen und Allerseelen getreten. Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

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