zurück Startseite

Die Themen der Sendung vom 2. Oktober

Frontal21 berichtet über das Geschäft mit Sportgetränken, die Suche nach den Verantwortlichen für das Berliner Flughafen-Desaster, über die Folgen der Fukushima-Katastrophe, Milliardengeschäfte durch Zinsmanipulationen und geht außerdem der Frage nach, ob wir noch ewig für Griechenland weiterzahlen müssen. 

Frontal21 logo
Frontal21 (Quelle: zdf)

Der große Bluff – Das Geschäft mit den Sportgetränken

Höher, schneller, weiter - das Beste aus sich rausholen will mittlerweile auch der Breitensportler. Isotonische Getränke helfen - so verspricht es zumindest die Werbung. Der Mix aus Wasser, Zucker, Mineralstoffen, Natrium und Kalium führt angeblich zu mehr Kraft und Ausdauer. „Für Freizeitsportler und Kinder ist Wasser oder auch eine Apfelschorle zur Flüssigkeitszufuhr völlig ausreichend“, sagt hingegen Helmut Heseker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Sportlerdrinks sind seiner Meinung nach völlig unnötig. Dennoch: Seit der Marathon zum Breitensport wurde, glauben offenbar immer mehr Verbraucher den Versprechen der Getränkeindustrie, die Umsätze der Branche gehen inzwischen in die Milliarden. Das fördern nicht ganz unabhängige Wissenschaftler, die mit kreativen Marketingexperten zusammen arbeiten, meint Deborah Cohen vom British Medical Journal.
Frontal21 über unnütze Powerdrinks und die gewinnbringende Irreführung der Verbraucher.

Mehr zum TV-Beitrag

Ewig weiterzahlen für Griechenland - Der Preis für den Euro

Trotz Schuldenerlass und Sparprogramm - die Krise in Griechenland will einfach nicht enden. Seit fünf Jahren schon befindet sich das Land in einer Rezession – und auch für das kommende Jahr rechnet die Regierung mit einem starken Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach dem Schuldenerlass wollte die so genannte Troika, die Abgesandten von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank, Griechenland aus der Krise führen. Doch ihre Bilanz ist ernüchternd. Der Politologe Heribert Dieter sagt, die Troika habe Schiffbruch erlitten. Tatsächlich gehen zwei Jahre nach ihrer Regentschaft immer mehr gesunde Unternehmen pleite, weil die Banken keine Kredite vergeben. Und Kürzungen im öffentlichen Sektor nach Rasenmäherprinzip treffen Faule und Fleißige gleichermaßen. Die große Mehrheit der Griechen lehnt die Troika als Fremdherrschaft ab, selbst Parlamentarier empfinden sich vielfach als Marionetten. Das, so sagt Dieter, verhindere aber, dass die Griechen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Bleibt Griechenland in der Eurozone, so rechnet er mit einem weiteren Schuldenschnitt. Das würde den deutschen Steuerzahler rund 80 Milliarden Euro kosten, nach dem die europäische Zentralbank einen Großteil der griechischen Staatsanleihen übernommen hat.
Frontal21 über die griechische Tragödie und den Kampf um den Euro.

Mehr zum TV-Beitrag

Verstrahlt und vergessen – Fukushima nach der Katastrophe

Verseuchte Felder, verstrahltes Fleisch, radioaktive Luft – anderthalb Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima leiden die Menschen immer noch stark unter den Folgen. Ihr Glaube in die Sicherheit der Atomenergie ist schwer erschüttert. Zwar hat Tokio jetzt dem Druck der Atomkraftgegner nachgegeben und wie Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie verkündet. Doch das Vertrauen der Japaner in die Regierung ist angeschlagen. Nur sehr zögerlich werden die versprochenen Entschädigungen an die Opfer ausgezahlt. Oft reicht das Geld nicht, um eine neue Existenz aufzubauen. Stattdessen pumpt die Regierung Milliarden in das Unternehmen Tepco, um den Betreiber des Katastrophen-Akw nicht pleite gehen zu lassen.
Frontal21 reiste noch einmal nach Japan und zeigt, was sich anderthalb Jahre nach der Katastrophe in dem Land verändert hat.

Mehr zum TV-Beitrag

Milliardenschaden durch Zinsmanipulationen - Geschädigte Kommunen wollen Geld zurück

Jahrelang haben skrupellose Banker den wichtigsten Zinssatz der Welt, den so genannten Libor, manipuliert. Der wird täglich in London festgelegt und ist Basis für ein Marktvolumen von mindestens 300 Billionen Dollar. Selbst kleinste Veränderungen am Libor haben große Wirkungen. Analysten der australischen Investmentbank Macquarie schätzen, dass Investoren mit Geldanlagen, deren Verzinsung am Libor hängen, 176 Milliarden Dollar zu wenig Zinsen erhalten haben. Banken, gegen die jetzt wegen des Verdachts auf Libor-Manipulationen ermittelt wird, droht eine Prozesslawine auf Schadensersatz. In den USA wurden bereits 20 internationale Großbanken verklagt, darunter die West LB und die Deutsche Bank. Auch viele deutsche Kommunen fühlen sich bei hochriskanten Swap-Geschäften getäuscht. Sie wollen nun eine Rückabwicklung dieser Geschäfte verlangen.

Frontal21 über einen weiteren Bankenskandal, der das Vertrauen in die Finanzwelt erschüttert.

Mehr zum TV-Beitrag

28.09.2012, Quelle: zdf

Sendetermine


22. Apr 2014 21:00


Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen