Ein Bajau bei einem Tauchgang
Der Mensch hat eine geradezu ungewöhnlich starke Beziehung zum Wasser. Bis heute ist die Bevölkerungsdichte weltweit in Küstennähe am höchsten, trotz potenzieller Gefahren wie Fluten und Stürmen. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Urlaubsreiseziele an Meeren, Seen und Flüssen.
Seenomaden und Unterwasserjäger
Die filmische Reise beginnt im Korallenmeer zwischen Borneo, Sulawesi und den Philippinen. Hier ankert eines der letzten Seenomadenvölker der Welt. Die Bajau Laut verbringen ihr ganzes Leben auf dem Meer. Sie werden tatsächlich landkrank, sobald sie festen Boden unter den Füßen haben.Die "Wassermenschen" sind die besten Schwimmer der Welt. Ohne jede Tauchausrüstung und mit nur einem Atemzug taucht ein Bajau Laut-Jäger in über 20 Meter Tiefe und bewegt sich dort, als wäre er an Land. Abenteuerliche Tauchaktionen verfolgen auch die Pa-aling Männer vor der philippinischen Insel Palawan. Sie wenden eine der sicherlich gefährlichsten Fangmethode der Welt an – einer Unterwassertreibjagd auf Fische.Pa-aling - Unterwassertreibjagd
In den Gewässern um die Insel Palawan setzen Filipinos beim so genannten Pa-aling, einer Unterwassertreibjagd auf Fische, regelmäßig ihr Leben aufs Spiel. Dabei befestigt eine Gruppe Taucher ein sackförmiges Netz in bis zu 40 Metern Tiefe am Riff. Über Plastikschläuche werden die Taucher mit Luft aus einem Kompressor an Bord eines Schiffes versorgt. Sie tauchen in einer Linie, bilden so eine Barriere und treiben ihre Beute mithilfe der Luftblasen, die sie ausatmen, in Richtung Netz. Sind genug Fische im Netz, wird es zusammengeschnürt, zur Oberfläche getrieben und an Bord des Schiffes gehievt - die Falle schnappt zu. Je länger der Tauchgang, desto größer die Gefahr, an den Folgen der Dekompression zu leiden. Ältere Taucher gibt es kaum. Schwindende Fischbestände zwingen die Fischer immer weiter hinaus.
Wagemutige Surfabenteuer auf Hawaii
Ähnlich spektakulär erscheinen die risikofreudigen Angler an der Felskante der Viktoriafälle, ebenso wie der Drahtseilakt eines einsamen Fischers über den reißenden Stromschnellen der Mekongfälle, die auf einer Breite von mehr als zehn Kilometern in Kaskaden über 21 Meter abfallen.In einem Film über Menschen am Wasser dürfen die Surfer auf Hawaii nicht fehlen. Terra X zeigt atemberaubende Bilder von Sportlern, die nach einem Sturm über dem Nordpazifik bei haushoher Brandung auf die perfekte Welle warten. Tausende Schaulustige strömen an die Küste, wo die wagemutigen Surfer ihr Glück in den unglaublichen Tubes versuchen.HD-Dreiteiler: Wasser, Wüste, Dschungel
Es sind nicht nur die großen lauten Geschichten, sondern auch die kleinen, stillen Momente der Herausforderung, die diese Dokumentation zeigen möchte: So begleitet die Kamera zwei tibetische Kinder aus dem südlichen Himalaya auf den wohl längsten und gefahrvollsten Schulweg der Welt. Sechs Tage sind sie mit ihrem Vater zu Fuß über den zugefrorenen Zanskarfluss unterwegs, bedroht von Lawinen und dem einbrechenden Eis.Terra X präsentiert in drei neuen Folgen die Höhepunkte eines achtteiligen BBC-Formats, das bereits bei ZDFneo zu sehen war. Unter den Titeln "Leben am Wasser, Leben in der Wüste und Leben im Dschungel" sind ungewöhnliche Geschichten von Menschen zusammengefasst, die sich über viele Generationen biologisch und kulturell an unbarmherzige Lebensräume des Globus' angepasst und erstaunliche Fähigkeiten, Strategien und Tricks entwickelt haben.Zur Reihe: Terra X - Planet der Menschen
Dreiteilige Dokumentationsreihe in Zusammenarbeit mit der BBC
1. Leben am Wasser
Sonntag, 26. August 2012, 19:30 Uhr, ZDF
Sonntag, 26. August 2012, 01:55 Uhr, ZDF
2. Leben im Dschungel
Sonntag, 02. September 2012, 19:30 Uhr, ZDF
Sonntag, 02. September 2012, 01:55 Uhr, ZDF
3. Leben in der Wüste
Sonntag, 09. September 2012, 19:30 Uhr, ZDF
Sonntag, 09. September 2012, 01:55 Uhr, ZDF
Leitender Produzent: Brian Leith
Serien-Produzentin: Dale Templar
Schnitt: Stuart Davies, Sylvia Lauer
Produktion: BBC/ Discovery Channel/France Television Co-Production/ZDF
Sprecher: Frank Glaubrecht
Deutsche Bearbeitung und Redaktion: Uta von Borries, Heike Schmidt
Online-Redaktion: Michael Büsselberg, Sonja Roy


