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Clever einkaufen  |  03.09.2012 

Gute Alternativen zur Glühbirne

Energiesparlampen im Test

Es ist ein Abschied auf Raten – doch nun ist endgültig Schluss für die gute, alte Glühbirne. Das von der Europäischen Union verordnete „Aus“ der Glühbirne ist für viele ein Reizthema. Was kommt nun – teure Energiesparleuchten, die giftiges Quecksilber enthalten und kaltes Licht machen? Stiftung Warentest hat nun verschiedene Lampen getestet und gute sowie günstigere Alternativen zur Glühbirne gefunden. 

Verschiedene Energiesparlampen / Quelle: dpa

Energiesparlampen im Test

(31.08.2012 Quelle: dpa)

Energiesparlampen im Test

Was sind die Alternativen zur guten, alten Glühbirne? Stiftung Warentest hat LED-, Halogen und Kunststoffkompaktleuchten verglichen und Stärken und Schwächen dokumentiert.

(03.09.2012)

Ab dem 1. September gilt das Verkaufsverbot, das für Glühbirnen mit hohen Wattzahlen schon länger in Kraft ist, auch für Glühbirnen mit 25 und 40 Watt – Restbestände aber dürfen noch abverkauft werden. Von Hamsterkäufen rät Stiftung Warentest aber ab: „Wer eine gute Alternative zur Glühbirne wählt, entlastet die Umwelt und spart Geld“, begründet Warentest-Redakteur Michael Koswig.

Im aktuellen Test wurden 20 energiesparende Lampen verglichen – acht Kompaktleuchtstofflampen, vier Halogenlampen und acht LED-Lampen, alle mit einem kleinen E14-Sockel. Getestet wurden Helligkeit und Farbwiedergabe, Lebensdauer, Kosten, Gesundheits- und Umweltaspekte. Außerdem spielte eine Rolle, wie schnell die absolute Helligkeit nach dem Einschalten erreicht wird.

Fassung muss passen

Die getesteten Lampen haben den genormten E14-Schraubsockel – die übliche kleine Fassungsgröße, von denen es inzwischen auch optisch einige Alternativen zur Glühbirne gibt. Um sicher zu gehen, dass die Größe stimmt, sollte man beim Kauf die alte Glühbirne aus der Leuchte mitnehmen und vergleichen.

Testsieger LED

LED (lichtemittierende Dioden) sind kleine, mit Leuchtstoff beschichtete Chips, die Licht ausstrahlen. Im Test überzeugte die Technik: Platz eins bis sechs belegten LED-Leuchten. Sie sind in der Anschaffung zwar teuer, doch die lange Lebensdauer und niedrige Energiekosten gleichen den Preis aus. Testsieger Osram LED Superstar Classic B25 (Note: 1,6, Preis: 18 Euro) glänzte vor allem mit sehr guten lichttechnischen Eigenschaften – das Licht kommt dem der Glühbirne nahe – und einer hohen Haltbarkeit.

Den zweiten Platz belegt die Ledon LED Lamp (Note: 1,7, Preis: 23 Euro) mit einer sehr guten Haltbarkeit und sehr guten Umwelt- und Gesundheitseigenschaften. Auch gut und mit einem Preis von 12 Euro etwas günstiger schnitt die Philips MyVision LED ab (Note: 1,8). Die Paulmann LED (20 Euro) dagegen wurde aufgrund der schlechten Farbwiedergabe und kurzen Haltbarkeit mit „mangelhaft“ bewertet. Außerdem erzeugte die Lampe Flimmereffekte, die unbewusst wahrgenommen werden und Kopfschmerzen auslösen können.

Kompaktleuchtstofflampen

Sechs der als Energiesparlampen bekannten Leuchtstoffröhren – gibt es auch in Form einer Glühbirne – schnitten mit „befriedigend“ ab, zwei nur mit „ausreichend“. Ausschlaggebend für das im Vergleich mit LED-Lampen schlechtere Testergebnis waren vor allem die Nutzungsdauer und die verzögerte Helligkeit nach dem Einschalten. Die Sorge, dass Energiesparlampen kaltes, bläuliches Licht machen, bestätigt der Test nicht. „Es gibt Energiesparlampen, die eine kältere Farbtemperatur haben. Die von uns getesteten Lampen haben warm-weißes Licht, das vor allem im Schlafzimmer genutzt werden sollte. Tageslichtweiß mit einem höheren Blauanteil eignet sich hingegen am Arbeitsplatz, da es eine gewisse ‚Muntermacher-Funktion’ hat“, empfiehlt Koswig.

Achtung giftig?!

Bei Kompaktstoffleuchten sollte man darauf achten, dass sie kein flüssiges Quecksilber, sondern das feste Amalgam enthalten, damit beim Bruch weniger giftige Dämpfe freigesetzt werden. „Der Test im Chemielabor zeigte, dass selbst bei einem Bruch die Quecksilberkonzentration in der Raumluft unterhalb des Richtwerts liegt“, ordnet Koswig die gesundheitliche Gefährdung ein.

Sollte eine Lampe zerbrechen, könne man die Scherben mit Gummihandschuhen und Wegwerfpapier zusammenkehren. Wenn man einen Teppich hat, könne man problemlos den Staubsauger nutzen, so der Experte. Den Beutel solle man dann aber in der Mülltonne außerhalb der Wohnung entsorgen. Intakte, nicht zu Bruch gegangene Lampen, gehören auf den Sondermüll. Wer auf Nummer sicher gehen will: Es gibt auch Lampen mit einem extra Hüllkolben und zusätzlichem Splitterschutz.

Halogenlampe / Quelle: pr
Halogenlampen verbrauchen ähnlich viel Strom wie Glühbirnen. (Quelle: pr)

Halogenglühlampen

Sie funktionieren ähnlich wie klassische Birnen. Allerdings befindet sich der Wolframdraht in einem Glaskörper, der extra beschichtet und mit Gasen gefüllt ist. Halogenlampen kennt man seit Jahrzehnten aus dem Fahrzeugbau. Für den Haushalt gibt es sie jetzt auch in Glühbirnenform. Die preiswerten Lampen überzeugen durch ihre sehr gute Farbwiedergabe und gute Helligkeit. Allerdings ist der Stromverbrauch kaum geringer als der von Glühbirnen. Auch in punkto Lebensdauer konnten sie nicht überzeugen. Im Gesamturteil kam daher keine der vier getesteten Halogenlampen über ein „ausreichend“ hinaus. Unterschiede gab es vor allem im Preis. Die günstigste Halogenlampe im Test war die LightMeEcohalogen für 2,49 Euro.

Optimal eingesetzt

LED sorgen – anders als die Energiesparlampen – direkt nach dem Einschalten für viel Licht. Damit sind sie besonders für eine dauerhafte Außenbeleuchtung oder Treppenhausbeleuchtung geeignet. Halogen ist günstig in der Anschaffung, aber im Stromverbrauch teuer. Deshalb sollte Halogen nur dort zum Einsatz kommen, wo selten Licht gebraucht wird, wie in der Abstellkammer, an Kellertreppen oder bei der Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern. Kompaktleuchtstofflampen eignen sich für die Grundbeleuchtung in Bade- oder Wohnzimmer, wenn es nicht stört, dass die volle Helligkeit erst verzögert erreicht wird.

03.09.2012

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