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Service  | 18.12.2014  Auto-Pflege im Winter

Rost- und Frostschutz bei eisigen Temperaturen

Vereiste Türschlösser, festgefrorene Scheibenwischer und Schnee auf dem Dach: Autofahren im Winter kann zu einem richtigen Ärgernis werden. Doch Wind und Wetter setzen nicht nur den Nerven der Fahrer zu, sondern auch den Autos. „Volle Kanne“ zeigt, wie Sie Ihr Auto in der kalten Jahreszeit am besten schützen. 

Frau beseitigt Schnee auf dem Auto

Frau beseitigt Schnee auf dem Auto

(Quelle: imago/Jochen Tack)

Sinken die Temperaturen, freuen sich Autofahrer meist nur bedingt: Neben chaotischen Zuständen auf den Straßen fürchten die meisten schon den morgendlichen Gang zum Fahrzeug: Springt der Wagen an? Ist er von einer Eisschicht überzogen oder von Schnee bedeckt? Doch diese Widrigkeiten verlieren ihren Schrecken, wenn man weiß, wie man ihrer Herr wird.

Schnee und Eis entfernen

Zur Schneebeseitigung sollte man niemals einen harten Besen benutzen. Im Handel für Autozubehör sind karosserieschonende weiche Handbesen erhältlich. Auch ein sehr weicher Handfeger eignet sich bestens. Besonders vorsichtig sollten festgefrorene Schnee- und Eisschichten entfernt werden, da durch das Abkratzen oft auch Kratzer auf der Lackierung und den Scheiben zurückbleiben. Dies gelingt gut mit warmem Wasser. Achtung: Es sollte nicht kochend heiß sein, sonst könnte die Scheibe platzen. Alternativ kann man die Scheiben mit Socken, die mit Salz gefüllt wurden, abreiben – das löst das Eis.

Um zu verhindern, dass die Windschutzscheibe vereist, kann man Alu-Matten oder eine sogenannte Halbgarage verwenden, mit der nur der obere Teil des Autos abgedeckt wird. Pappen werden sehr schnell nass und matschig. Wichtig: Die Windschutzscheibe und Seitenscheiben müssen immer vollständig von Eis und Schnee befreit sein, nur Gucklöcher freizumachen, genügt nicht – es droht ein Bußgeld. Das Dach muss schneefrei sein. Schnee, der während des Fahrens herabfällt, könnte sonst den Hintermann beeinträchtigen.

Frostschutz für Gummileisten

Gegen Frost und Porosität der Gummileisten hilft ein Spezialstift aus Talkumpuder, Hirschtalg, Glycerin oder Silikon. Die Türleisten müssen vor dem Auftragen gründlich trocken gerieben werden. Decken Sie Polster und Teppiche ab, bevor Sie das Talkumpuder verwenden.

Für klare Sicht sorgen

Damit Sie auch bei Schmuddelwetter den Durchblick behalten, ist Folgendes zu beachten:
• Die Scheibenwischer bei Minustemperaturen nach oben stellen, damit sie nicht festfrieren.
• Immer ausreichend Frostschutz in die Waschanlage füllen.
• Sind die feinen Gummilippen beschädigt und die Scheiben verschmiert, ist ein Austausch erforderlich.
• Die Wischer erst betätigen, wenn sämtliche Eisreste entfernt sind.
• Nach dem Abstellen des Autos kurz die Waschanlage laufen lassen, um scharfkantige Streumittel-Reste zu entfernen.
• Bei schmuddeligem Wetter die Wischergummis öfter reinigen. Dazu einfach das Wischblatt durch einen nassen, sauberen Lappen ziehen.

Beschlagene Scheiben werden schnell wieder frei, wenn man bei der Abfahrt Heizung und Lüftung aufdreht und die Seitenfenster einen Spalt öffnet. Generell sollte die Feuchtigkeit im Auto reduziert werden. Zeitungspapier, Holzscheite oder mit Salz gefüllte Socken nehmen Feuchtigkeit auf und verhindern so das Beschlagen und Vereisen der Scheiben. Fußmatten im Fahrzeug sollten regelmäßig getrocknet werden. Nasse Kleidung oder Regenschirme sollten ebenfalls nicht im Fahrzeug aufbewahrt werden. Um gegen Feuchtigkeit und Schimmel im Wagen vorzubeugen, lüften Sie nach längeren Fahrten kräftig durch.

Schlüssel erwärmen

Vereiste Schlösser sollte man nicht direkt mit dem Feuerzeug „enteisen“, sonst können Lack, Türgriffe und Schloss Schaden nehmen. Besser ist es, den Schlüssel mit dem Feuerzeug zu erwärmen. So taut im Schloss gefrorene Feuchtigkeit sofort auf.

Salz abwaschen

Streusalz kann der Karosserie schaden, wenn es sich mit Nässe und Sauerstoff verbindet. Wird bei einem Wintereinbruch häufig Salz gestreut, empfiehlt sich eine Autowäsche, am besten einmal pro Woche. Während des Winters genügt aber ein preiswertes Waschprogramm. Eine Unterbodenwäsche und eine zusätzliche Wachsbehandlung lohnt sich erst bei längeren Trockenperioden.

Bei Bürstenwaschanlagen empfiehlt sich eine Vorreinigung per Hochdruckreiniger. Diese entfernt festen Schmutz und schont vor Kratzern. Liegen bei trockener Witterung nur noch Salzreste auf der Straße und das Auto steht geschützt, muss es nicht sofort gewaschen werden. Generell sollten Sie mit der Wäsche abwarten, bis das Thermometer wieder Plusgrade anzeigt. Denn aus der Seifenlauge wird schnell eine Eisschicht.

Starker Wasserdruck

Bei SB-Waschplätzen können die Fahrzeugbesitzer selbst die Waschintensität und den Preis bestimmen. Für Fahrzeuge mit Sonderausstattungen wie Aufbauten, Überhöhe oder breiteren Reifen kommen häufig nur diese Anlagen infrage. Aber Vorsicht: Stark komprimiert kann der Wasserdruck die Reifen angreifen.

18.12.2014

Volle Kanne - Service täglich im ZDF

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