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Praxis täglich  |  30.05.2012 

Gut gewappnet in den Urlaub

Die richtige Reisemedizin im Gepäck

In jeden Reisekoffer gehören neben den Medikamenten des persönlichen Bedarfs auch Mittel gegen die verbreitetsten Reisebeschwerden. Je exotischer das Reiseziel, umso mehr sollte bei der Zusammenstellung der Reiseapotheke bedacht werden.  

Reiseapotheke / Quelle: imago

Gut gewappnet in den Urlaub

Wer für alle Fälle vorbereitet ist, hat mehr vom Urlaub.

(29.05.2012 Quelle: imago)

Eine gute Reiseapotheke sollte so viel wie nötig und so wenig wie möglich enthalten. Die Medikamente sollen in erster Linie dazu beitragen, leichte Beschwerden zu bessern und größeren Schäden vorzubeugen. So sind zum Beispiel Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel ein "Muss" für jede Reiseapotheke. Die Ausstattung ist aber auch abhängig vom jeweiligen Reiseziel, wie lange man bleiben und welche Art von Urlaub man machen will.

Eine Reiseapotheke ist jedoch kein Ersatz für den Arztbesuch. Bei anhaltenden Beschwerden jeder Art empfiehlt es sich immer, einen Arzt zu konsultieren, um gefährliche Infektionskrankheiten auszuschließen oder gegebenenfalls gleich behandeln zu können.

Vom Pflaster bis zum Einmal-Spritzenset

Ins Gepäck gehören auf jeden Fall die persönlichen Medikamente, die man regelmäßig einnehmen muss. Denn diese sind am Urlaubsort oft nicht erhältlich. In der Apotheke oder beim Hausarzt kann man sich beraten lassen.
Folgendes sollte in der Reiseapotheke enthalten sein:

-  Durchfallmittel und eventuell eine Elektrolytlösung zur Ergänzung der Körpersalze bei anhaltendem Durchfall
- Medikamente gegen Fieber und Schmerzen (Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure oder Paracetamol)
- Fieberthermometer
- Mittel gegen Reisekrankheit (zum Beispiel Scopolaminpflaster, Metoclopramid im Handgepäck)
- Salbe oder Gel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand, eventuell auch ein Moskitonetz und Mittel zur Abwehr von Insekten
- Wund- und Heilsalbe sowie Desinfektionsmittel
- Pflaster, Verbandmull, Pinzette, Schere, Einmalhandschuhe
- Medikamente gegen Völlegefühl, Verstopfung und Erbrechen
- Arzneien gegen Erkältungsbeschwerden (Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Heiserkeit)
- ein Spritzenset mit Einmalkanülen für den Notfall (besonders für Reisen in Länder der Dritten Welt)

Vorsicht vor Magen-Darm-Infekten!

Zu den häufigsten Erkrankungen auf Reisen gehört der Durchfall. Manchmal sind diese Attacken schnell wieder vorüber. Dennoch verliert der Körper innerhalb kürzester Zeit große Mengen an Flüssigkeit und Salzen. Dadurch wird der Kreislauf stark belastet.

Das beste Mittel: viel trinken, zum Beispiel spezielle Elektrolytlösungen aus Mineralwasser und speziellen Präparaten aus der Apotheke. Alternativ kann man auch zwei Esslöffel Zucker, zwei Teelöffel Salz und etwas Natron in einer Mineralwasserflasche auflösen. Wer das nicht trinken mag, versucht es mit dem klassischen Hausmittel: Salzstangen und Cola.

Reiseapotheke für Kinder

Für das Reisen mit Kindern sollte eine besondere Reiseapotheke zusammengestellt werden. Denn manche Medikamente eignen sich nicht für die Kleinen. Die Dosierung muss dem Alter und Gewicht der Kinder angepasst werden.

Zum Beispiel müssen je nach Alter manche Medikamente in Zäpfchenform mitgeführt werden. Diese sollten in einer Isolationstasche, die das Schmelzen verhindert, aufbewahrt werden. Die Zusammenstellung der Reiseapotheke für Kinder sollten Eltern mit dem Kinderarzt oder Apotheker besprechen.

Am richtigen Platz

Medikamente sollten sorgfältig aufbewahrt werden. Das gilt auch besonders für die Reiseapotheke: Wichtige Medikamente sollte man während eines Fluges im Handgepäck aufbewahren, falls das Gepäck verloren geht. Braucht ein Kind regelmäßig Medikamente, sollten Eltern für einen ausreichenden Vorrat sorgen. Auch auf eine kindersichere Verwahrung der Medikamente ist zu achten.

Einige Urlaubserkrankungen bleiben eine Zeit lang unbemerkt, ehe sie Beschwerden verursachen. Wichtig ist es also, auch bei vermeintlich harmlosen Krankheiten den Arzt über eine zurückliegende Reise zu informieren. Das erleichtert dann die Diagnose. Denn manch einfache Grippe kann sich im Nachhinein als schwere Tropenkrankheit entpuppen.

30.05.2012

Volle Kanne - Service täglich im ZDF

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