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WISO-Tipp  |  13.08.2012 

Abschied von der Glühbirne

Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen im Test

Ende August ist die klassische Glühbirne Geschichte, denn dann zündet die letzte Stufe des Glühbirnenverbots in der EU. Die beliebte Birne mit 40 Watt trifft es auch, viele Verbraucher müssen Alternativen finden. Der WISO-Tipp hilft bei der Suche. 

Alternative Leuchtmittel

Die Glühbirnen verschwinden. Seit 2009 werden sie Zug um Zug vom Markt genommen. Ihr Strombedarf war zu hoch. Es gibt mehrere Alternativen. WISO hat deren Vor- und Nachteile recherchiert.

(13.08.2012)

Energiesparlampen: Fluch oder Segen?

Energiesparlampen sollen sehr viel weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Glühbirnen und dazu viel länger halten. Doch der Quecksilber-Anteil lässt die Kritik an der neuen Birne wachsen.

(08.08.2012)

Giftiges Licht

Eigentlich soll die Energiesparlampe helfen, die Umwelt zu schonen. Doch die "Öko-Birne" ist alles andere als ökologisch wertvoll, kann zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen.

(08.08.2012)

von Sven-Hendrik Hahn

Bernhard Dessecker kennt sich aus mit Licht. Seit 30 Jahren konstruiert er Lampen für den Lichtdesigner und Künstler Ingo Maurer. Maurer hat Dutzende Lampen kreiert, die jeder kennt: "Bulb" etwa, eine überdimensionierte Glühbirne mit einer Glühbirne im Inneren, oder "Lucellino", die Glühbirne mit Flügeln. Irgendeine seiner Lampen hat jeder schon mal gesehen.

Für Ingo Maurer und Bernhard Dessecker ist der Schritt weg von der Glühbirne nicht einfach: "Wir trauern der Glühbirne natürlich nach", so Dessecker. Denn viele Leuchten seien speziell für die Glühbirne konstruiert und müssten, wenn die Birne kaputt geht, mit Alternativen weiter leuchten können. Neue Lampen dagegen kämen auch ohne die geschätzte Glühbirne aus: "Das Glühbirnenverbot heißt nicht, dass wir jetzt in Depressionen verfallen, sondern wir arbeiten mit den Möglichkeiten, die es gibt und sind davon sehr begeistert."

Bernhard Dessecker

Wie bewerten Sie das Glühbirnenverbot?

Was bedeutet das Glühbirnenverbot für Ihre Arbeit?

Warum mögen wir das Licht der Glühbirne so gerne?

Was macht die Arbeit eines Lichtkünstlers aus?

Moderne Leuchtmittel

Das Licht wird mittlerweile mit LED- und Halogenlampen, seltener auch mit Energiesparlampen erzeugt. Ein erzwungener Fortschritt. Denn seit 2009 verbietet die EU nach und nach die Produktion und den Vertrieb der leuchtenden Kugel – wegen ihres enormen Stromverbrauchs. Das Glühbirnenverbot innerhalb der Europäischen Union begann mit der ersten Stufe 2009 und traf zunächst matte Glühbirnen sowie nach und nach mehr Birnen: 100 Watt, 75 Watt, dann 60 Watt. Nun die nächste und letzte Stufe: Ab Ende August gilt das Verbot auch für Glühbirnen von 40 Watt und weniger.

Es darf nicht mehr neu produziert werden, aber Restbestände dürfen verkauft werden. Auch müssen Verbraucher jetzt nicht alle ihre Glühbirnen wegwerfen. Die dürfen weiter verwendet werden. Viele lieben einfach das schöne, warme Licht der Glühbirne, wie auch Dessecker vom Atelier Maurer bestätigt: "Die Glühbirne kommt dem am nächsten, was wir Menschen über Jahrhunderte vielleicht auch instinktiv schätzen gelernt haben. Die Flamme des Lagerfeuers, das Kerzenlicht, die Öllampe, dann die Glühbirne. Wer damit das Licht der Energiesparlampe vergleicht, weiß, warum sich so viele damit schwer tun."

Glühbirne bleibt Renner

Findige Händler versuchen das EU-Verbot zu umgehen. Manchmal scheitert das: Die als Heizungen deklarierten Glühbirnen namens "Heatballs" durften in der EU nicht vertrieben werden, dagegen dürfen Händler so genannte "stoßfeste Glühbirnen" verkaufen, denn sie fallen paradoxerweise nicht unter das Glühbirnenverbot -  ebenso übrigens Glühlampen für Backöfen, Kühlschränke oder die Mikrowelle.

Trotz der EU-Richtlinie ist die Glühbirne ein Renner: 2011 war sie immer noch klarer Marktführer vor Halogenlampen. Abgeschlagen die Energiesparlampen mit 15 Prozent Marktanteil und LED-Lampen mit zwei Prozent. Nach unseren Schätzungen, ausgehend von Zahlen des zuständigen Zentralverbands, dürften im letzten Jahr noch mehr als 200 Millionen Glühbirnen verkauft worden sein.

Wie funktionieren die Lampentypen?

Halogenlampe

Die Halogenlampe spendet Licht ähnlich wie die Glühbirne mit einem Glühfaden, nämlich mit einem Glühwendel aus Wolfram, die aufgeheizt wird und zu glühen beginnt. Damit sich das heiße Wolfram nicht am kühlen Glaskolben absetzt und die Birne trübt, verwendet man ein Halogen wie Jod. Folge: Das bei hohen Temperaturen gasförmige Wolfram verbindet sich mit dem Halogen und setzt sich nach dem Ausschalten wieder an der Glühwendel ab. Nach einigen hundert oder tausend Stunden ist die Glühwendel aber so dünn, dass sie - ähnlich wie bei der Glühbirne - reißen kann.

Die Halogenlampe kostet zwei Euro. Sie leuchtet fast so schön wie eine Glühbirne. Nachteil: Die Brenndauer von gerade mal 2.000 Stunden. Außerdem ist der Stromverbrauch hoch.

Energiesparlampe

Energiesparlampen oder Kompaktleuchtstofflampen nutzen die deutlich effizientere Technik der Gasentladung. Eine Energiesparlampe besteht aus einer Röhre, die mit einem Gas gefüllt ist, meist das Edelgas Argon und eine geringe Menge Quecksilber. Durch diese Mischung fliegen Elektronen, die mit den Gasatomen zusammenstoßen. Die Quecksilberatome bekommen durch die Stöße zusätzliche Energie, die sie nach kurzer Zeit als Strahlung aussenden.

Die Energiesparlampe gibt es für sieben Euro - sie ist sehr sparsam und hält bis zu 12.000 Stunden. Nachteil: Es gibt viele Billigmodelle, die lange brauchen, bis sie hell sind. Auch empfinden viele immer noch das Licht der Energiespar- oder Kompaktleuchtstofflampen als kalt. Außerdem enthalten Energiesparlampen giftiges Quecksilber.

LED-Lampe

Die LED-Lampe - kurz für Leuchtdiode oder Light Emitting Diode (Licht aussendende Diode) - besteht aus einem Halbleitermaterial und gewinnt ihr Licht aus einem elektronischen Effekt. Trifft ein Elektron auf ein so genanntes Elektronenloch, vereinigen sich diese beiden gegensätzlichen Ladungsträger, und die dabei frei werdende Energie wird als Strahlung ausgesendet.

Die LED-Lampe kostet 13 Euro und ist in etwa so sparsam wie die Energiesparlampe. Sie hält sogar bis zu 25.000 Stunden (ca. 1.000 Tage oder fast drei Jahre). Nachteil: der hohe Preis.

Wie schnell lohnt sich der Wechsel?

Bei der Suche nach einer neuen Lampe ist übrigens nicht mehr Watt entscheidend wie früher. Denn Watt ist die Maßeinheit für den Stromverbrauch. Entscheidend ist jetzt die Helligkeit. Die wird in Lumen angegeben. Und dieser Wert muss auf jeder Verpackung stehen. Im Produkt Service des TÜV Süd ist Klaus Ludwig spezialisiert auf Leuchten. Er misst mit seinem Team, ob die Lampen halten, was die Hersteller versprechen. Und wir berechnen die Kosten. Eine Wohnzimmerlampe brennt pro Tag vier Stunden, das sind rund 1500 Stunden im Jahr – macht bei einer 40-Watt-Glühbirne 15 Euro Stromkosten.

Die Wattzahl wird mit der Zahl der Stunden (hier: vier) multipliziert, die die Lampe pro Tag brennt. Für den Jahresverbrauch wird mit 365 Tagen multipliziert. Das ergibt den Wattstunden-Verbrauch pro Jahr. Eine Kilowattstunde sind 1000 Wattstunden. Pro Kilowattstunde in Deutschland liegt der Durchschnittspreis bei etwa 25 Cent (Arbeitspreis plus Grundgebühr), so dass die erneute Multiplikation der beiden Werte Kilowattstunden pro Jahr und Preis je Kilowattstunde die errechneten Kosten ergeben.

Stromkosten pro Lampe

  • Die Halogenlampe verbraucht 31 Watt, jährliche Stromkosten: 11,60 Euro.

  • Die Energiesparlampe mit 9 Watt liegt bei 3,37 Euro jährlichen Stromkosten.

  • Die LED-Lampe übertrumpft alle mit 7,5 Watt Verbrauch. Kommt das Licht der Wohnzimmerleuchte aus der LED-Lampe, kostet das gerade mal 2,81 Euro im Jahr. Die Unterschiede sind enorm – und das bei nur einer Birne in einer Lampe!

Unser Tipp: Greifen Sie zu einer LED-Lampe – sie ist mit 13 Euro nicht billig. Aber schon nach einem Jahr hat sich der Kaufpreis gelohnt. Und: die LED kommt ohne giftiges Quecksilber aus. Zudem hat unser Test ergeben, dass die LED-Lampen durchweg gute Werte beim Farbwiedergabe-Index Ra erzielt haben.

Farbwiedergabe-Index Ra

Der Farbwiedergabe-Index Ra ist keine Pflichtinformation auf der Verpackung, kann aber nach Ansicht der Experten des TÜV Süd maßgeblich sein bei der Entscheidung für oder gegen eine Lampe: Die Glühbirne und die Halogenlampe haben einen Index von 100, die Energiesparlampen von 71 bis 72, die LED-Lampen von etwa 82 bis 85. Je höher dieser Wert ist, desto natürlicher kann die Lampe die Farben darstellen. Wenn man die Glühlampe als Maßstab nimmt, sollte man darauf achten, eine Lampe mit einem besonders hohen Farbwiedergabe-Index Ra zu kaufen. Welche Bedeutung weitere Symbole auf einer Verpackung haben, sehen Sie hier.

Symbole auf Verpackung Energiesparlampe

Einsparpotenzial

Mit dieser Energiesparlampe verbrauchen Sie bis zu 80 Prozent weniger Strom als mit einer vergleichbaren Glühlampe: Energiesparlampen haben gegenüber einer Glühbirne eine bis zu fünffach höhere Lichtausbeute - sie benötigen bei vergleichbarer Helligkeit nur etwa 20 Prozent des Stroms, einer Glühbirne.

Lebensdauer

Die Lampe hat eine voraussichtliche Lebensdauer von zwölf Jahren.

Die Lebensdauer in Stunden: Im Testlabor ermittelt bei 2,7 Stunden Betrieb pro Tag, hier 12.000 Stunden das entspricht einer Lebensdauer von bis zu zwölf Jahren.

Lumen

Die Helligkeit einer Energiesparlampe wird in Lumen (lm) gemessen: Je höher der Wert, desto heller strahlt die Lampe. Die Helligkeit einer 60 Watt Glühbirne entspricht ungefähr einer Energiesparlampe mit 710 Lumen. 100 Watt entsprechen circa 1340 Lumen. Eine exakte Umrechnung von Watt in Lumen ist nicht möglich, da dies von Bauart und Qualität der Lampe abhängt. Energiesparlampen ohne zusätzliche Ummantelung haben eine höhere Lichtausbeute. Sie eignen sich besonders für geschlossene Leuchten.

Leistungsaufnahme

W steht für Watt: Diese Lampe verbraucht elf Watt Strom.

Die Leistungsaufnahme in Watt im Vergleich zur Glühbirne: Der Leistungswert von elf Watt ist vergleichbar mit einer 54 Watt Glühlampe.

Anlaufzeit

Energiesparlampen erreichen ihre volle Helligkeit verzögert, erst nach einer so genannten "Anlaufzeit" stellt sich die optimale Betriebstemperatur ein. Produkte mit diesem Hinweis versprechen eine Verkürzung der Anlaufzeit um das Zweifache im Vergleich zu herkömmlichen Energiesparlampen.

Hier beträgt die Anlaufzeit der Lampe bis zu 30 Sekunden, dann sind 60 Prozent der maximalen Helligkeit erreicht.

Lichttemperatur

Diese Angabe weist auf warmes Licht. Früher gab es Energiesparlampen nur mit kaltem Licht. Mittlerweile besitzen die meisten Energiesparlampen Lichtfarben mit der Bezeichnung “warmweiß“ oder “extra-warmweiß“ und sind damit vom Licht einer Glühbirne fast nicht mehr zu unterscheiden.

Gewindegröße

Angabe zur Gewindegröße: Hier mit der Standardgröße E27. Eine weitere gängige Gewindegröße ist zum Beispiel E14.

Lichtfarbe

K steht für Kelvin und gibt die Lichtfarbe an: Je niedriger der Wert ist, desto wärmer wird die Lichtfarbe. Früher gab es Energiesparlampen nur mit kaltem Licht. Mittlerweile besitzen die meisten Energiesparlampen Lichtfarben mit der Bezeichnung “warmweiß“ oder “extra-warmweiß“ und sind damit vom Licht einer Glühbirne fast nicht mehr zu unterscheiden.
2500 Kelvin erzeugt “extra-warmweißes“ Licht. 2700 Kelvin wird als “warmweiß“, bezeichnet, das entspricht etwa Glühlampenlicht und wird als gemütliche Beleuchtung empfunden, also geeignet für Wohnräume. Ein Wert bis 5000 Kelvin wird als “neutralweiß“ und über 5000 Kelvin als “tageslichtweiß“ bezeichnet. Tageslicht hat eine Farbtemperatur von 5600 Kelvin, Kunstlicht von 3200 Kelvin.

Farbwiedergabe-Index

Ra bezeichnet den Farbwiedergabe-Index. Dieser spiegelt den Wert, wie das künstliche Licht die Umgebung wahrnehmen lässt. Je höher der Wert ist, hier bei circa 80, desto besser können Farben unter dem Licht der Lampe unterschieden werden. Eine Glühlampe mit farblosem Glas besitzt mit einem Ra von fast 100 ausgezeichnete Farbwiedergabe-Eigenschaften.

Dimmbarkeit

Angabe, ob die Lampe dimmbar ist oder nicht. In diesem Fall ist sie nicht dimmbar.

Schaltzyklen

Die Zahl der Schaltzyklen bis zum theoretischen Ausfall: Das An- und Ausschalten ist hier theoretisch bis zu 7000 mal möglich.

Quecksilbergehalt

Der Quecksilbergehalt in Milligramm (mg): Der Grenzwert an Quecksilber beträgt maximal fünf Milligramm pro Lampe. Diese Lampe enthält 1,7 Milligramm.

Netzspannung

Angabe der Netzspannung in Volt (V) und der Netzfrequenz in Hertz (Hz).

Umgebungstemperatur

Diese Energiesparlampe lässt sich optimal bei Umgebungstemperaturen von 0° bis 50° Celsius betreiben. Außerhalb dieses Bereichs ändert sich die Effizienz - die Lampe wird also nicht mehr im Effizienzmaximum betrieben.

Handlungsanweisung

Achtung: Quecksilber ist stark giftig. Wenn die Lampe zu Bruch geht vermeiden Sie unbedingt Hautkontakt. Nehmen Sie die Bruchstücke mit einem angefeuchteten Papiertuch auf und lüften das Zimmer mindestens 30 Minuten! Entsorgen Sie Energiesparlampen nicht in den Hausmüll, bringen Sie diese zum Wertstoffhof oder zu den kommunalen Schadstoffsammelstellen.

Hinweis über den Umgang mit der Energiesparlampe: Halten Sie die Lampe immer am Sockel fest, weil man sich sonst beim Lampenbruch schneiden kann.

EU-Label

Klassifizierung von A (Stromsparer) bis G (Stromverschwender) zur Energieeffizienz.

Energiesparlampe: Schlechtes Image

Das schlechte Image der Energiesparlampen kann auch Bernhard Dessecker aus dem Atelier von Lichtkünstler Ingo Maurer bestätigen: "Wir sind mit der Energiesparlampe nie so richtig warm geworden. Das Licht ist monoton und langweilig, kann so gar nicht mit dem warmen Licht der Glühbirne mithalten. Die Energiesparlampe ist für uns immer das ungeliebte Kind in der Lampenkiste gewesen."

Die Verbraucher sehen das ähnlich, wie der Produktmanager beim Elektronikversender ELV bestätigt. Auch bei dessen meist gut informierter Kundschaft ist die Energiesparlampe kein Renner: "Die Energiesparlampe hat einen schlechten Ruf und gilt auch in der Industrie nur als Übergangstechnologie. Neben der Quecksilberbelastung ist der große Nachteil der Energiesparlampe, dass sie immer noch recht lange braucht, bis sie volles Licht abgibt", sagt Holger Homann. Das bessere sich zwar, aber längst nicht so schnell, dass es die Skeptiker überzeugen kann.

LED: Vorteile überwiegen

Bei LED überwiegen die Vorteile, auch für Lampendesigner Bernhard Dessecker: "Unserer Meinung nach ist die Energiesparlampe ein Auslaufmodell. Sie wird jetzt schon überholt von den LEDs. Die sind zwar noch teuer, aber die Qualität ist schon sehr gut, die Wirkungsgrade sind besser. Und sie haben einen großen Vorteil: Sie können kleiner verbaut werden. Dadurch eröffnet sich eine Fülle von neuen Möglichkeiten.

Auch im Handel tut sich was: Noch 2011 fanden wir nur wenige LED-Lampen, die 60-Watt-Birnen ersetzen konnten. Das ist bei den kleineren Lichtstärken anders: Zu 25- oder 40-Watt-Glühbirnen entsprechende LEDs finden Sie im Lampengeschäft oder im Internet. Die Marktanteile sind nach wie vor gering, sie dümpeln zwischen zwei und drei Prozent, aber die großen Elektronikversender ebenso wie Spezialisten für LED-Lampen haben sich auf eine steigende Nachfrage eingestellt.

Dabei tummeln sich nicht mehr nur die großen Lampenhersteller Osram und Philips auf dem deutschen Markt, sondern auch beispielsweise Ledon oder Toshiba, Müller-Licht oder Luminea. Hier sollten Sie allerdings direkt nach dem Kauf genau prüfen, ob Sie mit der Qualität der Lampen zufrieden sind. Die Unterschiede sind groß, und insbesondere im Internet können Billigangebote für so manche böse Überraschung sorgen, wenn die Lampe nicht hält, was sie verspricht.

Entsorgung von LED- und Energiesparlampe

Glühbirnen und Halogenlampen landen im Hausmüll, das ist in Ordnung. LED- und Energiesparlampen dagegen müssen auf den Wertstoffhof oder zu einer Sammelstelle – häufig sind das Boxen bei Händlern, wie für die Batterien. Die modernen Lampen enthalten elektronische Bauteile, die Energiesparlampen zudem giftiges Quecksilber. Nach Angaben der Infoseite Lightcycle.de, wo Sie auch den Standort der nächsten Sammelstelle finden sollen, wird "das Glas erneut in der Lampenproduktion eingesetzt, Metallteile werden recycelt, andere Reststoffe werden im Baugewerbe wiederverwendet." Die Pflicht zur ordnungsgemäßen Abgabe gilt auch für Leuchtstoffröhren.

Hier geht’s zur Internetsuche der nächsten Sammelstelle.

Lampen von morgen

ELV-Produktmanager Homann sieht die Zukunft bei den LEDs, denn hier ist noch Luft nach oben bei der Effizienz der Lampen und auch bei der Auswahl: Dimmbare Lampen oder Lampen in allen verschiedenen Bauformen und Lichtstärken müssten noch weiter entwickelt werden. Zum anderen seien LED-Lampen häufig noch teurer.

In Zukunft wird zudem die LED auch noch die Fassung verlieren, meint Homann: "So wird es irgendwann direkt Leuchten mit LED-Technik geben. Das bekannte Sockel-Fassung-Konzept ist nämlich nicht für LED optimiert, sondern man schraubt heute neue Technik in eine sehr alte Fassung, die mal für die Glühlampe entwickelt wurde." Komplette Leuchten gleich mit der fest verbauten LED-Lampe findet man jetzt schon, das dürfte sich durchsetzen. Bei Lebensdauern von 25 Jahren hat sich wahrscheinlich gleich die ganze Lampe überlebt.

Weitere Informationen

Auf unserer WISO Monats-CD finden Sie weitere Hintergrundinformationen, alle Testergebnisse im Detail und ein Rechner für Ihre passende Lichtstärke. Unter monatscd.de und im ZDF-Text auf Seite 530.

13.08.2012

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