B. Braunbehrens im Exklusiv-Interview
Exklusiv in "aspekte"
von Christhard Läpple
Die Panzerfirma ist in der Hand mehrerer angesehener deutscher Familien, die unter anderem Psychotherapeuten, Krankenpfleger, einen Mozart-Biographen und einen ehemaligen Heidelberger Studentenführer in ihren Reihen haben: den heutigen freischaffenden Künstler Burkhart Braunbehrens. Der 71-jährige Braunbehrens ist Maler, lebt seit Jahrzehnten in einer Künstler-WG und war 1970 im Gefängnis - wegen seiner Proteste gegen US-Verteidigungsminister McNamara. Ein Revoluzzer von einst als Rüstungsprofiteur? Wie geht das zusammen? Burkhart Braunbehrens hat als einziger von 26 stillen Teilhabern auf die Kampagne reagiert. In aspekte äußert er sich zum ersten Mal vor einer Kamera, wie er mit dieser Zerreißprobe umgeht: zwischen Firmeninteressen und seiner politischen Biografie."Nie an zweifelhaften Geschäften beteiligt“
Noch ist der Milliarden-Deal mit den Saudis nicht genehmigt. Burkhart Braunbehrens hat mittlerweile einen Brief an den Bundespräsidenten geschrieben, demnach solle „eine Lieferung von Panzern an Saudi-Arabien gegenwärtig nicht stattfinden“. Das Panzergeschäft müsse als „feindliche und fatale Antwort“ auf die arabische Demokratiebewegung verstanden werden. Seine Firma Krauss-Maffei habe sich „nie an zweifelhaften Geschäften“ beteiligt, erklärt er in dem Schreiben an Joachim Gauck. Die Familie von Braunbehrens hält knapp die Hälfte der Gesellschafteranteile an KMW.

