zurück Startseite

aspekte  | 15.06.2012  "Gegenwärtig" keine Panzer an die Saudis

So Burkhart Braunbehrens an Bundespräsidenten

Die Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“ klagt Waffenfabrikanten an, um die Lieferung von Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien zu stoppen. Im Rahmen ihres Konzeptes eines "aggressiven Humanismus" versprechen sie eine Belohnung von 25.000 Euro für jeden, der gerichtsfeste Hinweise auf Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit oder sonstige Straftaten der Eigentümer des Panzerproduzenten Krauss-Maffei Wegmann (KMW) gibt. Diese Internetkampagne "25.000-Euro" ist für die einen ein längst fälliger Akt der Aufklärung, für andere ein Aufruf zur Denunziation. 

von Christhard Läpple

Die Panzerfirma ist in der Hand mehrerer angesehener deutscher Familien, die unter anderem Psychotherapeuten, Krankenpfleger, einen Mozart-Biographen und einen ehemaligen Heidelberger Studentenführer in ihren Reihen haben: den heutigen freischaffenden Künstler Burkhart Braunbehrens.

aspekte |

Mehr zum Thema: Andrew Feinstein und sein Buch "Waffenhandel.Das globale Geschäft mit dem Tod"

Andrew Feinstein: "Waffenhandel ist weniger reguliert als Bananenhandel" [mehr]

Der 71-jährige Braunbehrens ist Maler, lebt seit Jahrzehnten in einer Künstler-WG und war 1970 im Gefängnis - wegen seiner Proteste gegen US-Verteidigungsminister McNamara. Ein Revoluzzer von einst als Rüstungsprofiteur? Wie geht das zusammen? Burkhart Braunbehrens hat als einziger von 26 stillen Teilhabern auf die Kampagne reagiert. In aspekte äußert er sich zum ersten Mal vor einer Kamera, wie er mit dieser Zerreißprobe umgeht: zwischen Firmeninteressen und seiner politischen Biografie.

"Nie an zweifelhaften Geschäften beteiligt“

Noch ist der Milliarden-Deal mit den Saudis nicht genehmigt. Burkhart Braunbehrens hat mittlerweile einen Brief an den Bundespräsidenten geschrieben, demnach solle „eine Lieferung von Panzern an Saudi-Arabien gegenwärtig nicht stattfinden“. Das Panzergeschäft müsse als „feindliche und fatale Antwort“ auf die arabische Demokratiebewegung verstanden werden. Seine Firma Krauss-Maffei habe sich „nie an zweifelhaften Geschäften“ beteiligt, erklärt er in dem Schreiben an Joachim Gauck. Die Familie von Braunbehrens hält knapp die Hälfte der Gesellschafteranteile an KMW.

15.06.2012

ZDFmediathek: aspekte

aspekte

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen