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Internationaler Hochhaus Preis 2012

Fünf Projekte im Rennen um den Titel "weltbestes Hochhaus"

Der Internationale Hochhaus Preis 2012 geht in die entscheidende Runde. Eine internationale Jury aus Architekten, Ingenieuren, Immobilienspezialisten und Architekturkritikern hat in Frankfurt am Main aus einem Feld von 26 Nominierten aus 17 Ländern fünf Hochhausprojekte in die Endrunde gewählt. Die Finalisten konkurrieren um die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung, die am 15. November 2012 von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank in der Frankfurter Paulskirche verliehen wird. aspekte stellt die fünf Finalisten und die "besondere Anerkennung für die Revitalisierung eines bereits bestehenden Hochhauses" vor. 

Absolute Towers, Mississauga

Int. Hochhauspreis 2012 - Die Finalisten

(25.09.2012)

Absolute Towers, Mississauga/Kanada

Die Absolute Towers, wegen ihrer Kurven von Einheimischen auch „Marilyn Monroe Towers“ genannt, greifen mit ihrer Form geschwungene Linien auf, wie sie auch in der Natur zu finden sind. Dieses schwungvoll Fließende soll ein Zeichen für organische Naturformen in eine städtische Umgebung ohne charakteristische Eigenarten setzen. Gleichzeitig stellen die Architekten mit den skulpturalen Türmen die Dominanz der allgegenwärtigen kastenförmigen Hochhäuser infrage.

Aus der Jurybegründung: "Großes Lob gebührt der ruhigen und dennoch auffälligen Doppelskulptur für die Art und Weise, wie sie der Stadt ein neues Zentrum verleiht und sich in die urbane Kulisse einfügt.“

Bligh Street, Sydney

Das Bürohochhaus mit einer elliptischen Form und der moderaten Höhe von 139 Metern liegt leicht gedreht im Straßenraster, so dass alle Büros einen direkten Blick auf den Hafen von Sydney und die berühmte Harbour Bridge haben. Das Foyer wurde zugunsten einer öffentlichen Plaza am Fuße des Gebäudes angehoben. Eine Freitreppe mit Sitzstufen und einem Cafébereich überbrückt den Geländesprung in das Foyer und bewirkt als neuer Treffpunkt für Angestellte und Passanten eine Neubelebung des Quartiers.

Aus der Jurybegründung: „Mit seiner moderaten Größe ist das Gebäude in Bezug auf die großartige Gesamtqualität herausragend. Es meidet das Ikonische zugunsten einer starken Akzentuierung der Bedürfnisse der Nutzer und des Ausblicks für alle Büros.“

Eight Spruce Street, New York City

Eight Spruce Street in Lower Manhattan ist ein 76-geschossiges Wohnhochhaus mit gemischter Nutzung, in dem eine Schule, Büros des New Yorker Downtown Hospitals und über 900 luxuriöse Wohnungen verschiedener Größe untergebracht sind. Das Grundstück liegt zwischen der Spruce Street im Norden und der Beekman Street im Süden. In New Yorks dichter Hochhausbebauung entstand mit Eight Spruce Street ein neues urbanes Wahrzeichen. Mit einer bewegten, für Frank Gehrys Werke typischen Metallfassade wirkt es wie eine schillernde Skulptur und bezieht sich auf die benachbarten historisierenden Wolkenkratzer von vor hundert Jahren.

Aus der Jurybegründung: „Mit diesem extrem auffälligen Hochhaus bekommt Manhattan nicht nur ein eindrückliches Wahrzeichen, sondern auch ein städtebauliches Schmuckstück und Beispiel für erstklassige architektonische Konzeption und Bauausführung.“

The Pinnacle@Duxton, Singapur

Der 50 Stockwerke hohe Wohnkomplex The Pinnacle@Duxton definiert verdichtetes Wohnen in Hochhäusern neu und zeigt Wege auf in der Entwicklung des öffentlichen Wohnungsbaus als eigenständigen architektonischen Typus. Das Projekt zeigt, dass hochverdichtetes Wohnen in Wolkenkratzern mitten in der Stadt eine hohe Lebensqualität bieten kann und zudem Freiflächen schafft, die buchstäblich dem

Luftraum entnommen sind. Die Wohnanlage The Pinnacle besteht aus sieben scheibenförmigen Wohntürmen mit insgesamt 1848 Wohneinheiten, die sich offen und locker zu einer geschwungenen Gesamtform ergänzen.

Aus der Jurybegründung: “Mit The Pinnacle steht nun auch der normalen Bevölkerung - nicht nur den Wohlhabenden - Wohnraum mit großzügigen Freiflächen in der Stadt zur Verfügung. Den örtlichen kulturellen Gewohnheiten entsprechend lassen sich die angebotenen Wohnungen flexibel zusammenfügen oder aufteilen, um auf die sich ändernden Bedürfnisse von Familien zu reagieren.“

Internationaler Hochhaus Preis

Der Internationale Hochhaus Preis (IHP) wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main ausgelobt. Initiiert wurde der Internationale Hochhaus Preis 2003 gemeinsam von der Stadt Frankfurt mit dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank. Seitdem wird er in partnerschaftlicher Kooperation organisiert und finanziert und im Jahr 2012 zum fünften Mal verliehen. Der Internationale Hochhaus Preis wird für ein Bauwerk vergeben, das exemplarische Nachhaltigkeit, äußere Form und innere Raumqualitäten wie auch soziale Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbinden. Planer und Bauherren erhalten gemeinsam den Preis - eine Statuette des international bekannten Künstlers Thomas Demand und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro.

The Troika, Kuala Lumpur

Der Luxuswohnkomplex The Troika des Londoner Büros Foster + Partners befindet sich im Zentrum von Kuala Lumpur, nahe des KLCC Parks, der von dem bekannten Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx angelegt wurde.  Mit dem Bauvorhaben sollte ein neuer Standard für Sechs-Sterne-Luxuswohnungen in Kuala Lumpur gesetzt werden. Die drei Wohntürme mit 38, 44 und 50 Geschossen bilden den höchsten Wohnkomplex Malaysias. Die Aussichten aus den miteinander verbundenen Türmen wurden auf den Park, die Stadt und die Petronas Towers ausgerichtet. Durch ihre Anordnung entsteht ein schattiger Innenhof, der den Bewohnern im feucht-heißen Klima eine kühle Oase bietet

Aus der Jurybegründung: „Das Projekt wird auf beeindruckende Weise der Komplexität des Geländes gerecht. Durch die Verschmelzung von baulichen und architektonischen Gesichtspunkten gelangte man zu einer kohärenten Lösung, die die bautechnischen Möglichkeiten voll ausschöpft und deren Gestaltungselemente eine starke Identität begünstigen.“

Deutsche Bank-Türme

Besondere Anerkennung für die Revitalisierung eines bereits bestehenden Hochhauses

Die Doppelttürme der Deutschen Bank bilden seit ihrer Fertigstellung 1984 ein unverwechselbares Wahrzeichen in der Frankfurter Skyline. Das Hamburger Büro gmp - von Gerkan, Marg und Partner als technische Architekten in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Büro Mario Bellini als Entwurfsarchitekten entwickelten ein gesamtheitliches Konzept zur Modernisierung der Hochhäuser. Es handelt sich um eine außergewöhnlich große, umfassende Gebäudesanierung in Europa - eine Brutto-Grundfläche von 121.522 Quadratmetern, bei der die Gebäudetechnik vollständig erneuert und die Innenräume umgebaut sowie zeitgemäß eingerichtet wurden. Maßnahmen für Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Lebenszykluskosten sind gleichermaßen integriert. Die nun kompaktere Technik ermöglichte zudem ein Anheben der Raumhöhe von 2,65 m auf 3,0 m.
Ohne die ursprüngliche Struktur zu verändern, wurden die Hochhäuser vor allem in Hinsicht auf Nachhaltigkeit neu gestaltet.

Aus der Jurybegründung: “Dies ist die Art von Lösung, an der wir in Zukunft sicherlich noch häufiger teilhaben werden. Hier zeigt sich, wie existierende Strukturen und vorgegebene Formen im Einklang mit wegweisender Technologie modernisiert werden können.“

28.09.2012

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