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Die ganze Sendung
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Bilderserie
Designerkleidung aus alten Klamotten
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Kurzversion der Dokumentation
Die Masche mit den alten Kleidern
Altkleider zum Kilopreis
Nur ein kleiner Teil der gespendeten Sachen geht an Kleiderkammern oder andere soziale Projekte. Der Bedarf ist zu gering. Wohlfahrtsorganisationen sammeln in der Regel nicht selbst, informieren darüber aber nicht ehrlich. Sie verkaufen ihre Sammellizenz an gewerbliche Unternehmen. Einer der großen deutschen Sortierbetriebe ist die Firma TexTrade in Bremerhaven. Sie zahlt den karitativen Organisationen Kilopreise für die gesammelte Ware. Von dem Erlös finanzieren die Wohlfahrtsverbände ihre sozialen Projekte. Im Sortierbetrieb angekommen, wird die Kleiderspende zum globalen Wirtschaftsgut. Von Wohltätigkeit keine Spur mehr: Fast die Hälfte der Textilien wird weiterverkauft.
Das meiste geht nach Afrika und Osteuropa
Das Weitertragen ist ökologisch sinnvoll. Bei der Textilproduktion werden Unmengen von Ressourcen verschwendet. Die Herstellung von einem Kilogramm Baumwolle verschlingt fast 25.000 Liter Wasser und erfordert einen hohen Einsatz an Pestiziden. Trotzdem will kaum jemand in Deutschland die gebrauchten Kleider haben. Zu Ballen gepresst und in Säcke verstaut, gehen sie nach Afrika und immer häufiger auch nach Osteuropa.Sendezeit
Sonntag, 19.8.2012 um 13.30 Uhr
Altkleiderhandel gegen lokale Textilindustrie
Trotzdem wird in Deutschland immer wieder der Vorwurf erhoben, der Altkleiderhandel zerstöre die lokale Textilindustrie. Dieser Frage ist FairWertung, ein Dachverband gemeinnütziger und kirchlicher Organisationen, nachgegangen. Seine jahrelangen Untersuchungen haben zum Ergebnis: Die heimische Textilindustrie in Afrika oder Osteuropa liege vor allem deshalb am Boden, weil sie nicht mit den asiatischen Billigprodukten konkurrieren könne.Was auch in ärmeren Regionen auf der Welt keiner mehr will, landet bei der Recyclingfirma Gifa in Baden-Württemberg. Verschlissene Kleider werden in Fasern gerissen: Rohstoffe für die Herstellung neuer Produkte wie Bodenmatten, Dachpappe oder Automobilteile. Auch das spart Ressourcen.Die Masche mit den alten Kleidern
Ein Film von Angela Scheele
Kamera: Michael Plundrich
Schnitt: Klaus Flemming
Redaktion: Martin Ordolff
Leitung der Sendung: Volker Angres


