Gunnar Petrich und Alex Kimler in der Synchro
Gunnar Petrich und Alex Kimler in der Synchro

Am Freitagmittag wurde in der Synchro (Synchronisation) der zweite Jakobsweg-Beitrag "gemischt". Nein, das hat nichts mit Kartenspielen oder mit Beton zu tun: "Mischen" nennt man es hier, wenn der Ton des Sprechers, der Ton der Geräusche wie Wind oder Schritte (wir nennen das "Atmo"), die Statements der Protagonisten ("O-Töne") und die Musik auf der Tonspur zusammen gefahren werden. Alles muss richtig gegeneinander gewichtet werden. Da wird der Text noch mal gekürzt, die Musik noch mal angehoben und manchmal wird noch einmal eine Tonblende gesetzt, um das alles besser miteinander zu verschmelzen.

Der Mann, der das macht, heißt Alex Kimler und er kämpft heute gegen Schmatzer. Meine Schmatzer. Kleine Geräusche, die ich offenbar mache, sobald der Mund aufgeht. Wir wollen das nicht vertiefen. Vielleicht liegt's an dem vielen Kaffee. Jedenfalls habe ich irgendwann das Gefühl, man könne mit den gesammelten Ausschnitten allein einen ganzen Schweinestall nachvertonen. "Dafür bin ich ja da", beruhigt mich Alex, als ich mich bei ihm entschuldige.

So perfekt will er es machen, dass wir gar nicht bemerken, wie die Zeit vergeht: 30 Minuten länger als geplant (aber nicht nur wegen dieser Geräusche). "Das ist mir egal", sagt Alex, "wir haben die Zeit. Und außerdem interessiert mich selbst das Thema, der Jakobsweg. Da soll der Film auch schön werden."