Neuer Film!

17.12.2007 23:24

Kamran, Abdul und eine Pilgergruppe aus Hamburg auf dem Weg zur "Großen Moschee" und Kaaba.

Wir pilgern gemeinsam mit einer Hamburger Pilgergruppe zum Haus Gottes. Mit uns ist die 34 jaehrige Mariam, die erst kürzlich zum Islam konvertiert ist. Sie beschreibt ihre Gefühle kurz vor dem für sie großen Ereignis. Auch wir sind berührt. Doch in die große Moschee durften wir mit Kamera nicht rein.

(Im Blog stehen bereits aktuellere Texte - aber ein Film braucht seine Zeit...) 


Auf dem Weg zur Kaaba

Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Unterwegs zum Berg Arafat

17.12.2007 21:15
Stau: endlich Zeit für ein Nickerchen!
Stau: endlich Zeit für ein Nickerchen!

Kamran reist als Pilger mit Kamera von Mekka zum Berg Arafat. Zwei Busse mit Männern, zwei Busse mit Frauen - und Paare in "gemischten" Bussen stellen sich ins totale Verkehrschaos in Mekka. Während die anderen Pilger sich in ihren Bussen durch den Stau quälen, wird der Pressetross mit Polizeieskorte begleitet.


Pilgern mit dem Bus

Endlich: ein Nickerchen im Stau

Polizeieskorte für die Presse

Abdul-Ahmad Rashid am 17.12.2007 .
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Verkehrschaos in Mekka

17.12.2007 19:55
Verkehrschaos
Verkehrschaos

Hier in Mekka bricht das totale Chaos aus! Seit dem Vormittag versuchen drei Millionen Menschen aus der heiligen Stadt nach Mina herauszukommen. Einige zu Fuß, viele mit dem Auto oder dem Bus.

Obwohl sich die Abreise über den Tag verteilt, bilden sich auf den Schnellstrassen endlos lange Staus. Um die fünf Kilometer lange Strecke in die Zeltstadt von Mina zu bewältigen, werden einige von ihnen Stunden brauchen. Heute beginnt offiziell die Hadsch. Morgen ist der wichtigste Tag mit dem Verweilen in der Ebene von Arafat und am Mittwoch der Höhepunkt mit der Steinigung des Teufels sowie der Opferung eines Tieres.


Abdul-Ahmad Rashid am 17.12.2007 .
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Kaaba-Impressionen

17.12.2007 18:06
Impressionen von der Kaaba und der "Großen Moschee"

Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Seit Stunden warten wir in der Herberge der Muslimereisen auf "unsere Pilger". Immer wieder trinken wir Tee, schlafen oder beten, dass unsere Pilger bald kommen. Gegen 22 Uhr bis Mitternacht trudeln nach und nach deutsche, dänische, französische und Pilger anderer Herkunft ein. Nach der chaotischen Zimmervergabe fahren die ersten Pilger Richtung Kaaba. Wir starten schließlich gegen 2 Uhr morgens - unsere Protagonistin Mariam, die wir in Hamburg bereits bei den Vorbereitungen getroffen haben, ist inzwischen eingetroffen. Aber auf Safwad, den Tierarzt aus Hamburg, warten wir vergebens. Er steckt im Stau von Medina nach Mekka.
Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Kamran vor der "Großen Moschee"
Kamran vor der "Großen Moschee"

Mein erstes Bild vor dem wichtigsten Heiligtum des Islam. Nachdem ich im Sommer als Muslim den Jakobsweg gegangen bin, nun die Erfahrung als Muslim auf der Hadsch. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl der Gemeinschaft, hier findet gelebte Nächstenliebe statt, hier fühlt man die islamische Gemeinschaft. In unseren weißen Gewändern sind wir alle gleich.

Es ist natürlich schwierig, denn wir sind als Journalisten hier und immer wieder wechseln wir zwischen Nähe und Distanz. Aber es ist wichtig, auch journalistisch, nahe dran zu sein, um die Menschen und auch die Atmosphäre einzufangen...


Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Kameramann Amr Hedia
Kameramann Amr Hedia

Unser Kameramann Amr Hedia ist, wie auch schon sein ägyptischer Name bereits bedeutet, tatsächlich ein Geschenk (Hedieh = Geschenk). Ohne ihn wären wir aufgeschmissen!

Er hat eine VJ-Kamera (wie ich auch), und entweder drehen wir gemeinsam oder wechseln uns ab. Er ist Kameramann, Stringer, Übersetzer - alles in einer Person. Dank Amrs Sprachkenntnissen und vor allem wegen seiner Erfahrungen in allen Krisenregionen dieser Welt fühlen wir uns sicher und haben daneben auch eine Menge Spass.

Beispielsweise ist es verboten, innerhalb der Heiligen Moschee zu drehen. Aber auch als Amr und ich gestern früh um sieben Uhr morgens nach dem siebenmaligen Umrunden der Kaaba vor der Heiligen Moschee Bilder drehen wollten, wurden wir von der Polizei gestoppt. Dank Amrs Coolness und Intervention durften wir nach wenigen Minuten weiter. Wir können stolz sein, solch hochprofessionelle Kollegen zu haben. Ab kommenden Jahr arbeitet Amr als Kameramann im ZDF Studio Istanbul.


Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Gestern morgen um drei Uhr ist es endlich soweit: Zusammen mit einem Teil unserer Hamburger Gruppe erreichen wir über einen Autotunnel, in dem das schiere Chaos herrscht, den heiligen Bezirk von Mekka. Kurz darauf betreten wir die von allen Seiten beleuchtete "Große Moschee", die die Kaaba umgibt. Über Rolltreppen geht es hinauf in das oberste, nicht überdachte Stockwerk, wo sich zunächst ein atemberaubender Blick auf den Nachthimmel eröffnet, in den die vier hell erleuchteten, doppelten Minarette ragen. Langsam schreiten wir über die hellen Marmorkacheln bis hin zum Geländer. Dort tut sich dann der Blick auf das Geschehen unter uns auf, und wir sehen zum ersten Mal mit eigenen Augen das größte Heiligtum der islamischen Welt: die ehrwürdige Kaaba, das Haus Gottes.

Sie ist bedeckt mit dem schwarzen Tuch, der Kiswa, und ruht majestätisch vor uns, während tausende von Menschen sie umwogen und dabei mit lauter Stimme Gott preisen. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich, und es gelingt mir gerade noch, die Tränen zu unterdrücken, die mich bei diesem Anblick überkommen wollen. Denn noch nie in meinem Leben habe ich eine solche friedliche und heilige Stimmung erlebt.

Nachdem wir die Kaaba sieben Mal entgegen den Uhrzeigersinn umrundet haben, wie es die Pilgerriten verlangen, ist es auch schon Zeit für das Morgengebet. Das Gebäude hat sich mittlerweile vollständig gefüllt, und so stehen wir zusammen mit hundertausend anderen Gläubigen vor der Kaaba und verrichten das obligatorische Gebet.


Abdul-Ahmad Rashid am 17.12.2007 .
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Mit dem Zweiten...
Mit dem Zweiten...

Endlich sind wir offiziell Pilger. Mit dem so genannten "ehram", dem Weihegewand, verbunden mit Bittgebeten und der Pilgerabsicht "niya" können wir nun offiziell die Hadsch beginnen.

Dennoch - mit dem zweiten Auge sind und bleiben wir kritische und objektive Journalisten!


Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Kaaba-Korrespondenz

17.12.2007 12:45
Kamran und Abdul-Ahmad vor der Kaaba
Kamran und Abdul-Ahmad vor der Kaaba

Morgens um zwei Uhr besteigen wir gemeinsam mit einem halben Dutzend Pilger aus Deutschland den Bus zum "Al-Masjid al-Haram", der heiligen Moschee, in dessen Zentrum das Haus Gottes, die Kaaba steht. Während der Fahrt - wir Männer sitzen im vorderen Teil, die Frauen im hinteren Teil des Kleinbusses - huldigen wir gemeinsam Gott.

Dann geht alles ganz schnell. Ein wahnsinniger Stau, wir springen aus dem Bus und rennen in Richtung der heiligsten Stätte des Islam. Der Weg ist gesäumt mit Pilgern, überall Menschen mit weißen Gewändern. Der Anblick der Kaaba, Gottes Haus, lässt das Blut in den Adern gefrieren. So oft habe ich das Bild gesehen aber als ich von oben auf die Kaaba schaue, bin ich gerührt. Gemeinsam mit hunderttausenden von Muslimen aus aller Welt - alte, junge, behinderte, Männer, Frauen - umrunden wir die Kaaba sieben Mal, der so genannte tawaf. Gemeinsam wird gelaufen, gegrüßt, gebetet - immer wieder. Später trinken wir noch Wasser aus den heiligen Quellen von Zamzam.

Inzwischen ist es ungefähr fünf Uhr morgens, und wir beten gemeinsam - bevor ein Meer von weißen Gewändern in alle Richtungen verschwindet. Unser erster Tag in Mekka endet um 8.30 Uhr morgens.


Kamran Safiarian am 17.12.2007 .
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Orientierung per Satellit

17.12.2007 09:47

Abdul-Ahmad und Kamran sind also in Mekka. Bilder per Handy-MMS abzusetzen funktioniert. Aber Filme übers Internet zu verschieben, was in Dschidda bestens geklappt hat, sei schwieriger als erwartet, erzählt mir Kamran am Telefon. Aber er wird schon ein Internetcafé finden - und dann können wir mit den beiden im Film die Kaaba umrunden.

Für uns in Deutschland zur Orientierung: Bei google-MAPS sind Mekka und die Kaaba bestens zu finden. Geben Sie das Suchwort "Mekka" ein und zoomen Sie den weißen Fleck ein. Das ist die "Große Moschee" mit der Kaaba in der Mitte. Deutlich zu erkennen: Die schwarzen Pünktchen um die Kaaba herum sind Menschen. Jede Wette, ein Satellitenfoto von heute würde eher eine vor Menschen schwarze als eine helle Fläche zeigen...


Björn Raddatz am 17.12.2007 .
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Was ist die Kaaba?

16.12.2007 14:03
Die Kaaba
Die Kaaba

Sie ist eines der berühmtesten Gebäude der Welt: die Kaaba in Mekka. Man kennt sie von Fotos oder von Bildern aus dem Fernsehen, zum Beginn und zum Ende der muslimischen Pilgerfahrt. Der Berliner Islamwissenschaftler Peter Heine erklärt die Bedeutung der Kaaba im Islam: "Die Kaaba ist zunächst einmal nichts anderes als ein Bauwerk. Und zwar ein quaderförmig gebautes, schon sehr altes Bauwerk, das in Mekka steht, in dessen eine Seitenwand ein schwarzer Stein eingemauert ist. Für die Muslime jedoch ist sie das Zentrum der Welt." Bereits in vorislamischer Zeit hatte dieses Gebäude für die Araber eine wichtige Funktion. Denn schon damals galt Mekka im damaligen Arabien als Wallfahrtsort. Es war zudem eine bedeutende Handelsstadt. In der Mitte der drei großen Weltreiche Byzanz, Persien und Ägypten gelegen, stellte es einen wichtigen Umschlagplatz für Waren dar. Und so wurden Handel und Ritus miteinander verknüpft. Im Zentrum der Verehrung stand die Kaaba. mehr...

Abdul-Ahmad Rashid am 16.12.2007 .
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Endlich in Mekka!

16.12.2007 10:46

Am Samstagnachmittag sind wir endlich in Mekka angekommen. Die Stadt platzt aus allen Nähten, der Verkehr auf den Straßen steht still.

Beeindruckend ist die Vielfalt der Nationen. Auf dem Weg zu unserer Hamburger Reisegruppe kamen wir an einer Moschee vorbei, in der eine große Zahl Pakistaner und Inder beteten. In dem Hotel ein paar Meter weiter sind marrokanische Pilger untrgebracht. Die Türken und Iraner wohnen in andern Vierteln. Jede Nation hat ihr Quartier in der heiligen Stadt.

Momentan strömen die letzten Pilger nach Mekka. Einige sind auf dem 600 Kilometer langen Weg von Medina hierhin den ganzen Tag unterwegs, behindert durch lange Staus und penible Kontrollen der saudischen Behörden. Doch die Pilger können noch so erschöpft und übermüdet hier ankommen, ihr erster Gedanke richtet sich auf den Besuch der großen Moschee mit dem größten Heiligtum des islamischen Welt: die Kaaba, das kubusförmigen Gebäude mit dem schwarzen Überwurf, das die Pilger sieben Mal umschreiten müssen. Mit dem anschließenden Lauf zwischen den Hügeln Safa und Marwa beenden die Pilger diesen ersten Besuch des heiligen Ortes.


Abdul-Ahmad Rashid am 16.12.2007 .
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Abdul nimmt den Miswak
Abdul nimmt den Miswak

Abdul benutzt hier die traditionell arabische Form der Zahnbürste, den "Miswak", ein dünner Zweig des sogenannten Zahnbürstenbaums. Er enthält von Natur aus zahnschützende und -putzende Stoffe. Auf dem Zweig wird solange gekaut, bis das eine Ende so ausgefranst ist, dass es wie eine Bürste aussieht. Dann werden damit die Zähne geputzt. Muslime benutzen den Miswak gerne, da der Prophet Muhammad seinen Gebrauch empfohlen hatte.

Nachdem wir gestern bis zum späten Abend an unserem ersten Film für das Blog gearbeitet hatten, waren wir nun reif für eine Fahrt nach Downtown Jeddah. Vorbei ging es mit dem Taxi an hochmodernen Shopping-Malls, edlen Autohäusern und  teuren Luxushotels auf einer vielbefahrenen, mehrspurigen Schnellstraße. Um halb elf Uhr abends war hier mehr Verkehr als auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden zur Rush-Hour! Und das alles bei angenehmen Temperaturen, so dass wir im Freien noch Tee und Wasserpfeife genießen konnten.

Im normalen Straßenbild spielen Frauen in Saudi-Arabien keine Rolle. Zum Einkaufen lassen sie sich mit dem Wagen bis vor das Geschäft ihrer Wahl chauffieren. So sieht man dort dann schwarz verhüllte Frauen stehen, aus deren Schleiern nur die dunklen Augen herausglühen. Und während draußen die Fahrer warten, lassen die Damen sich in aller Ruhe die schicken, teilweise sehr freizügig geschnittenen Kleider vorführen, die sie dann für den Herrn Gemahl tragen oder bei einer privaten Soiree im Kreis anderer Damen präsentieren werden – denn für fremde Männeraugen sind diese Blickfänger nicht bestimmt!


Der Miswak zum Zähne putzen.

Die Temperatur in Jiddah...

...und die passende Zeit!

Schaufenster am Prachtboulevard.

Abdul-Ahmad Rashid am 15.12.2007 .
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Beutel mit Pilgerkleidung
Beutel mit Pilgerkleidung
Die ersten Hinweise auf eine Form von Pilgertourismus werden deutlich: das Informationsministerium hat jedem von uns einen abgepackten Beutel in die Hand gedrückt, darin die traditionelle Pilgerkeidung: zwei weiße, ungenähte Tücher sowie ein paar Sandalen made in China.

Die Reporter mit ihren Gewändern

Abdul-Ahmad Rashid am 15.12.2007 .
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Wein! In Saudi-Arabien?
Wein! In Saudi-Arabien?
Im Vorbeilaufen sehen wir im Hotel eine Vitrine mit zwei Weinflaschen. Wir sind überrascht, denn im streng-muslimischen Saudi-Arabien ist Alkohol doch verboten!? Doch beim näheren Hinsehen klärt sich alles auf: es handelt sich um alkoholfreien Wein! Und: er wurde  hergestellt in ... Deutschland!
Abdul-Ahmad Rashid am 15.12.2007 .
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Saudi-Arabisches TV-Programm

14.12.2007 20:32
Was läuft denn heute im Fernsehen?
Was läuft denn heute im Fernsehen?
Das große Ereignis, die Hadsch, steht unmittelbar bevor. Doch die Saudi-Araber finden auch noch Zeit für weltliche Dinge: Fußball ist in dem Wüstenstaat außerordentlich beliebt.

Die Expertenrunde danach

Abdul-Ahmad Rashid am 14.12.2007 .
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Keine Fotos in der Moschee

14.12.2007 16:06

Erschöpft saßen wir am Flughafen und warteten auf die Kontrolle. Dann ging es ins Hotel, wo wir erstmal ausschliefen. Dann ging es zum Informationsministerium, wo wir wieder fleißig Papiere ausfüllten. Danach wurden wir erstmal zum Beten in die benachbarten Moschee eingeladen, denn heute ist Freitag, der muslimische Ruhetag. Im wahhabitischen, puritanisch geprägten Saudi-Arabien kann sich keiner der Pflicht des Gebets entziehen, und das zusammen durchgeführte Gebet gilt als verdienstvoll. Leider darf man in der Moschee aus Pietätsgründen nicht fotografieren, daher gibt es von dort keine Bilder.


Vor dem Informationsministerium.

Papierkram geschafft...

Abdul trägt schon sein Pilgergewand...

Abdul-Ahmad Rashid am 14.12.2007 .
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Unser Lufthansaflug 632 zur Hadsch... Eine Reise der ganz anderen Art. Hoch über den Wolken verrichten viele Pilger ihre Gebete, andere werden von ihren Gefühlen überwältigt. Ungefähr zwei Stunden vor der Ankunft in Dschidda ergreift der religiöse Leiter einer der Reisegruppen, Imam Abdel Jalil, das Wort und verkündet den Miqat. Der Miqat ist der Zeitpunkt - verbunden mit einem Ort - an dem die Pilger ihren Weihezustand einnehmen müssen. In diesem Fall ist es an Bord der Lufthansamaschine. Imam Abdel Jalil ist von der Herkunft Marokkaner, lebt in San Diego in den USA, von wo aus er mit seinen Pilgern gestartet ist. Bereitwillig stand er uns Rede und Antwort über seine Gefühle und die Bedeutung der Pilgerfahrt. Hören Sie selbst.

Der Bord-Imam von LH 632.

Kamran Safiarian am 14.12.2007 .
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Erste Bilder der Ankunft

14.12.2007 15:57
Erste Bilder unserer Ankunft am Dschidda International Airport. Es ist halb zwei lokaler Zeit. Die Formalitäten ziehen sich länger hin und so hängen wir ziemlich in den Seilen. Später nehmen wir uns ein Taxi und fahren zum Hotel. Um 4 Uhr kommen wir schliesslich ins Bett.

Am Flughafen in Dschidda

Kamran und Amr in Schidda

Kamran Safiarian am 14.12.2007 .
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Gleich ist es soweit: Wir steigen in die Maschine nach Dschidda. LH 632 bringt uns zum Mekka aller Muslime. Die letzten Stunden und vor allem gestern waren noch ziemlich stressig. Mit unserem Kameramann Amr Hedia düste ich nachmittags noch zum Mainzer Zollhafen, um letzte Papiere abzeichnen zu lassen. Parallel besorgte unsere Mitarbeiterin Frau Mascia die Handkasse, denn vor Ort brauchen wir auch Cash. Björn Raddatz, unser Online-Kollege, bloggte derweil kräftig unsere Zeilen und Fotos ins Netz. Während Abdul noch die letzten Abläufe zu Papier brachte, war nachmittags nochmals letzte Hadsch-Redaktionskonferenz. Unser evangelischer Redaktionsleiter Herr Hartmann und seine Stellvertreterin Frau Huntemann besprachen noch letzte inhaltliche Details mit uns. Am Schluss gab es von beiden eine herzliche Umarmung – Abdul und ich waren total gerührt. Nun geht es also richtig los. Ab nach Mekka! Geplant ist: Wir fliegen zunächst nach Dschidda, holen unsere Akkreditierung ab und fliegen abends weiter nach Medina, zur Grabstätte des Propheten Mohammed. Dort treffen wir unsere Pilgergruppe, die wir in Hamburg kennen gelernt hatten. Gemeinsam mit ihnen werden wir dann nach Mekka zurückkehren, um unsere Wallfahrt, die Hadsch zu beginnen. Doch dazu später mehr. Hier noch letzte Fotos vor dem Abflug. Wir melden uns. All the best!

Die ZDF-Pilger am Flughafen

Mekkapilger am Gate

Auch Frauen pilgern von Frankfurt nach Mekka

Nur noch wenige Momente...

Kamran Safiarian am 13.12.2007 .
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Die Kollegen sind noch nicht am Flughafen, und schon gibt es das erste Problemchen: Was machen die beiden Pilger und ihr Kameramann überhaupt? Auf DIE Hadsch gehen oder doch auf DEN Hadsch? Bei Fremdwörtern schlagen wir immer ganz gewissenhaft im Duden nach, und siehe da: Es ist DER Hadsch! Abdul-Ahmad Rashid runzelt die Stirn und sagt: "Es heißt aber DIE Hadsch." Der Mann ist Muslim und Islamwissenschaftler, der sollte es doch wissen. mehr...

Björn Raddatz am 13.12.2007 .
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Technik? Läuft!

13.12.2007 13:43
Kamran Safiarian (li.) und Ulrich Hansen
Kamran Safiarian (li.) und Ulrich Hansen
Für Kamran ist es die zweite Pilgerfahrt in diesem Jahr. Zusammen mit Ulrich Hansen war er schon auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unterwegs. Und auch damals schon dabei: das Schnitt-Notebook. Ulrich und Kamran machen den Computer startklar - mit diesem Notebook kann Kamran schon in Mekka kleine Filme schneiden und ins Blog einstellen. Den technischen Probelauf haben das Notebook und Kamran mit Ulrichs Hilfe bewältigt. ("Wo muss ich noch mal klicken? Hier?") Gleich geht das Taxi zum Flughafen. Dann wird's ernst ...

Die letzten Minuten in der Redaktion.

Das Notebook ist startklar.

Björn Raddatz am 13.12.2007 .
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Mut zur Lücke!

12.12.2007 17:13
Unser Büro quillt über ob interessanter Mekka-Dokumentationen und -Literatur. Und so sitzen wir das ein oder andere Mal bis Mitternacht im Büro und wälzen Bücher oder schauen uns Dokus über die heilige Pilgerstätte des Islam an. Man will ja möglichst alles gelesen und gesehen haben, bevor es auf die Reise geht, damit man gut vorbereitet ist und ja nichts verpasst. Aber Mut zur Lücke, weniger ist manchmal mehr, dachten wir uns und vergnügten uns mit Bildbänden. Und siehe da: Dort konnte man sehen, wie man sich in Mekka mit ungenähter Kleidung bewegt und wie man Nützliches als Handgepäck mit sich nimmt. Aber auch für Mekka gilt: probieren geht über studieren.

Auch Kamran Safiarian wälzt Bildbände

Abdul-Ahmad Rashid und sein Bildband-Fund

Das ZDF-Büro in Mainz

Das ZDF-Büro in Mainz

Abdul Rashid (re.) in Hamburg

Kamran Safiarian filmt in Hamburg

Kamran Safiarian am 12.12.2007 .
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Impfungen

12.12.2007 15:29
Vor der Abreise nach Mekka stand für uns noch ein Besuch beim Medizinmann im ZDF an. Mekka bedeutet nicht nur pilgern sondern auch impfen. Insgesamt sechs Impfungen mussten wir über uns ergehen lassen:  Meningitis, Hepatitis A, Polio, Diphterie, Tetanus und zur Sicherheit auch Grippe. In Mekka herrscht Zeckenalarm, Hepatitis A braucht man gegen Bakterien, die sich in ungewaschenem Obst oder ungekochtem Essen verbergen. Naja und Tetanus schützt vor Wundstarrkrampf nach dem Tritt in einen Metallnagel - von der Malaria-Prophylaxe ganz zu schweigen, die wir uns zur Sicherheit auch mitnehmen. Ich für meinen Teil war nach den Impfungen ziemlich geschafft und wankte eine Woche ziemlich schlaff durch das ZDF. Abdul haben die Impfungen weniger mitgenommen. Jetzt – kurz vor Abflug - bin ich aber wieder fit und fühle mich gut gerüstet gegen den Temperaturunterschied von 5 auf 35 Grad.
Kamran Safiarian am 12.12.2007 .
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Abdul-Ahmad Rashid in seinem Büro
Abdul-Ahmad Rashid in seinem Büro

Morgen abend werden wir in das Flugzeug in Frankfurt steigen, das uns nach Saudi-Arabien bringen soll. Die Anspannung steigt langsam, und genauso stetig werden die Gedanken klarer und konzentrierter und richten sich auf die Reise. Noch sind viele Dinge zu erledigen, auch wenn die To-do-Liste immer kleiner wird. Letzte Bespechungen in der Redaktion vor der Abfahrt, und am Donnerstag dann Koffer packen. Heute konnte ich bereits im ZDF-Fundus einige Dinge ausleihen, die der Pilgerfahrer nach Mekka benötigt: einen Rucksack, eine Iso-Matte und einen Schlafsack, denn die meiste Zeit werden wir in der Wüste verbringen und dort übernachten. Andere Dinge habe ich auch schon besorgt, wie eine Trinkflasche und eine Taschenlampe. Nur das Pilgergewand, die beiden weißen, ungenähten Tücher, die der Pilger anlegt, wenn er sich in den Weihezustand begibt, muss ich mir noch vor Ort beschaffen.

Meine Freunde, Bekannten und Kollegen verfolgen gespannt die Reisevorbereitungen. Nicht selten höre ich den Satz: "Da würde ich auch gerne mitkommen!" Unter denjenigen, die das sagen, sind auch viele Nichtmuslime. Ich finde es interessant, wie viel Faszination die arabische Welt - bei allem Schrecken, der momentan von ihr auf den ersten Blick auszugehen scheint  - auf viele Menschen im Westen immer noch ausübt. Mich selber beschäftigen derzeit viele Fragen. mehr...

Abdul-Ahmad Rashid am 12.12.2007 .
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Gute Reise!

12.12.2007 09:48
Kamran Safiarian und Abdul-Ahmad Rashid
Kamran Safiarian und Abdul-Ahmad Rashid
So kennen wir die Kollegen Abdul-Ahmad Rashid und Kamran Safiarian aus der ZDF-"Forum am Freitag"-Redaktion: adrett gekleidet, gerne auch mal mit Anzug. Was erwarten uns aber für Bilder aus Saudi-Arabien? Es werden rund zwei Millionen Pilger zur Hadsch erwartet - alle diese Menschen kommen gleichzeitig in einer Stadt zusammen, die rund 1.300.000 Einwohner hat. Und das bei über 30 Grad Celsius im Schatten. (Das aktuelle Wetter in Saudi Arabien können Sie hier verfolgen am Beispiel der Hauptstadt Riad.) Und jeder einzelne Pilger hat natürlich das Ziel, ganz nah an die Ka'aba heranzukommen.  Und mitten drin unsere Kollegen - ab dem 13. Dezember. Das klingt nicht nach einem Anzugtermin. Und Krawatten sind sicher auch keine in der Reisetasche. Ich wünsche also gutes Gelingen! Und wir wollen Euch am Morgen des 24. Dezember gesund wieder sehen. Gute Reise!
Björn Raddatz am 12.12.2007 .
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