In Kabul wird im Dezember 2003 das baktrische Gold gefunden. Das Filmteam fliegt sofort nach Afghanistan, um des Schatzrätsels Lösung zu finden. Erst nach langem Drängen erteilt der Kulturminister eine Drehgenehmigung.
Im provisorischen Präsidentenpalast wird der Goldhort bewacht wie ein Staatsschatz. Niemand hat mehr an ein Wunder geglaubt, und nun darf das Kamerateam die Grabbeigaben sogar als erste filmen.

Die Krone der Kuschan-Prinzessin ist wie einst auf den Wanderungen der Steppen-Nomaden in Einzelteile zerlegt. Eigentlich wollte man ein paar Hundert Stücke zeigen, aber dann war es nur ein Dutzend. Angeblich sollen die wertvollen Bestände erst wissenschaftlich untersucht werden, bevor man sie der Öffentlichkeit zeigt. Wie gerne würde Professor Sarianidi die herrlichen Gürtelschnallen bewundern, aber der hat sich gerade ein Bein gebrochen.
In der Zentralbank war der Schatz einst deponiert. Und hier wurde er auch auf mutige Weise gerettet. Ein ehemaliger Wächter erzählt die Heldengeschichte. Aus Furcht vor Racheakten bleibt er anonym:
"Als 1996 die Taliban die Macht übernahmen, zwangen sie mich mit Gewalt, die Türen zum Banktresor zu öffnen. Ich sollte ihnen alle Wertsachen zeigen, alles. Da die Taliban vom Schatz der Kuschan nichts wussten, konnte ich ihn versteckt halten und für Afghanistan retten. Zum Glück haben sie nur die Goldbarren gefunden."
Auch wenn er nur mit Hilfe einer Videoaufzeichnung Wiedersehen mit seinem größten Fund feiern kann, so ist der Schatzjäger doch überglücklich über die Rettung seines einmaligen Fundes. Nun wird das über 2000 Jahre alte Kuschan-Erbe also doch noch für die Nachwelt erhalten.
In seiner Moskauer Wohnung kann sich Sarianidi wenigstens einige Kopien ansehen, die für die Filmaufnahmen hergestellt wurden. Sein Liebling: die goldene Aphrodite.
"Ja, sie ist die Allerschönste! Die Kopien sind vom Original kaum zu unterscheiden. Aber ob wir die Originale jemals wieder zu Gesicht bekommen, das halte ich bei der politischen Lage für mehr als fraglich. Ich meine nach wie vor, der Schatz muss aus Sicherheitsgründen vorübergehend außer Landes gebracht und weltweit ausgestellt werden."