Immer mehr Menschen geraten in die Schuldenfalle. Es handelt sich dabei meist um ganz "normale" Bürger und nicht um leichtsinnige Gemüter, die das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus werfen. Etwa drei Millionen Haushalte in Deutschland sind verschuldet, die Zahl der Privatinsolvenzen steigt. Die Ursachen dafür sind vielfältig.
Hat man sich erst einmal an mehreren Stellen finanziell übernommen, zum Beispiel durch die Urlaubs- oder Konsumfinanzierung, gerät man leicht in die Schuldenfalle. Vergleichsweise schwieriger ist es, aus ihr wieder herauszukommen. Egal, ob mit oder ohne Schulden, die Herangehensweise an die Analyse der eigenen Situation ist gleich: Sie müssen Ihre Einnahme mit Ihren Ausgaben vergleichen. Übersteigt die Ausgabenseite die Einnahmenseite, sind Sie vielleicht bereits in der Schuldenfalle oder werden es bald sein.
In diesem Fall müssen Sie sich genau überlegen, wie die Ausgaben zu reduzieren sind und wie Sie mehr Einnahmen machen können - vielleicht durch einen zusätzlichen Job. Wer allerdings schon ganz tief im Netz aus Schulden verstrickt ist, wird sich aus eigener Kraft kaum noch befreien können. Dann ist professionelle Hilfe durch staatlich anerkannte Schuldnerberatungsstellen nötig.
Kreditkarten: Insbesondere bei Zahlungen mit Kreditkarten verliert man schnell die Übersicht über seine finanziellen Möglichkeiten, da die Beträge erst nach einigen Tagen oder gar Wochen abgebucht werden.
Dispositionskredit: Ein Dispositionskredit ist nur ratsam, wenn man kurzfristig und einmalig sein Konto für eine bestimmte Ausgabe überziehen muss. Seinen Lebensunterhalt mit einem Dispositionskredit zu finanzieren, führt häufig in eine finanzielle Katastrophe. Durch die erheblichen Zinsen bleibt Ihnen immer weniger von Ihrem Geld übrig und Sie benötigen einen immer höheren Dispositionsrahmen.
Versandhauskäufe: Eine Übersicht über seine finanziellen Möglichkeiten verliert man auch, wenn man immer wieder bei Versandhäusern bestellt und diese Bestellungen nicht auf einmal, sondern in Raten von einem Kundenkonto bezahlt. Die Gefahr ist groß, den Überblick über die Raten zu verlieren. Auch die Dauer der Zahlungsverpflichtung wird häufig unterschätzt. So kann sich vor Abzahlung der Raten die finanzielle Situation so sehr ändern, dass man den Zahlungsplan nicht mehr einhalten kann.
Sie können wegen Ihrer Schulden nicht ins Gefängnis kommen! Auch wenn mancher Gläubiger damit droht, Sie verhaften zu lassen, können Sie nur in wenigen Fällen tatsächlich verhaftet werden:
In allen Fällen sind gerichtliche Entscheidungen notwendig, die einige Zeit in Anspruch nehmen und nur selten getroffen werden. Sie haben also genug Zeit, sich rechtlichen Beistand zu holen.
(Quelle: meine-schulden.de)
Handygebühren: Hohe Grund- und Tarifgebühren bei Handys können zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Gerade während der ersten Monate der Nutzung laufen oft hohe Summen auf. Dies liegt zum einen an der späten Abrechnung der Handyanbieter und zum anderen daran, dass die Kunden häufig die Anzahl der von ihnen geführten Telefonate oder verschickten Kurznachrichten (SMS) und die damit verbunden Gebühren unterschätzen. Schuldnerberatungsstellen stellen dies insbesondere bei Jugendlichen fest.
Auto: Die Kosten für ein Auto werden häufig unterschätzt. Neben den laufenden Kosten für Benzin, Öl und Kleinstersatzteile, schlagen vor allem Kredit- und Leasingraten ein Finanzloch. Auch (überhöhte) Beiträge zur Kfz-Verischerung, unvorhersehbare Reparaturkosten, Kfz-Steuern und Rücklagen für die Neuanschaffung müssen Sie berücksichtigen.