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21. März 2010
 

morgenmagazin

 
Mo-Fr, 5.30 Uhr
CD-Tipps von Peter Twiehaus. Quelle: ZDF

Musik

Von Klassik bis Elektro

CD-Tipps von Peter Twiehaus

Shirley Bassey, Miike Snow, Philippe Jaroussky und Miss Platnum haben etwas gemeinsam - ein neues Album passend zu Weihnachten. Außerdem die neue CD vom Wunderkind des Jazz Jamie Cullum, für Leute die es etwas rockiger mögen Mumford and Sons und für Klassikfans Rafael Blechacz. Von Pop bis Klassik ist also alles dabei.

 
 
 
 

Dame Shirley Bassey: "The Performance"

Sie ist die Königin der Ballade, ihre Stimme ist die einer Opernsängerin, und sie steht seit mehr als 50 Jahren auf der Bühne. Obwohl man lange nichts mehr von ihr gehört hat, so richtig weg war Shirley Bassey nie, dafür sind zu viele ihrer Lieder Klassiker. "The Performance" ist das erste Album mit neuen Songs der stimmgewaltigen Sängerin seit mehr als 20 Jahren. Hochkarätig ist die Komponistenliste: die Manic Street Preachers, Rufus Wainwright und die Pet Shop Boys haben Dame Shirley die Lieder auf den Leib geschrieben. Es sind klassische Balladen, mal schmachtend, mal schwungvoll und immer auf der Höhe der Zeit. Bassey singt erstaunlich kraftvoll und geschmeidig. Das perfekte Comeback-Album einer Frau, deren Stimme auch im hohen Alter einzigartig ist.

 

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Dame Shirley Bassy - "The Performance". Quelle: Universal
Universal

Dame Shirley Bassy: "The Performance"

Universal
2009

15,95 Euro

Miike Snow: "Miike Snow"

Eigentlich kennt man die Schweden Christian Karlsson und Pontus Winterberg als erfolgreiches Produzententeam von Kylie Minogue, Madonna oder Britney Spears. Für letztere haben Sie "Toxic" geschrieben und prompt einen Grammy ergattert. Vor zwei Jahren haben sich die zwei den amerikanischen Sänger Andrew Wyatt geschnappt und Miike Snow gegründet. Ihr Debüt ist ein modernes Popalbum. Elektrosound meets Indiefolk, New Wave kombiniert mit Disco, Soul und Krautrock. Das sind Genres, die selten miteinander harmonieren. Bei Miike Snow schon.

 

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Miike Snow - "Miike Snow". Quelle: Sony
Sony

Miike Snow: "Miike Snow"

Sony
2009

12,95 Euro

Philippe Jaroussky: "JC Bach: La dolce fiamma"

Von Philippe Jaroussky schwärmt derzeit das Feuilleton. Der Countertenor sei "der Großmeister der melancholischen Klage" (SZ), "der Beste seines Fachs" (FAZ). Die Hymnen erntet der Franzose zu Recht. Niemand erreicht so mühelos die höchsten Töne, kaum einer hat so eine klare, reine und doch warme Stimme. Auf "La dolce fiamma" singt der 31-jährige Arien des "unbekannten" Bachs: Johann Christian (1735-1782), Opernkomponist in London und jüngster Sohn von Johann Sebastian Bach. Echo-Preisträger Jaroussky singt die "vergessenen Kastraten-Arien" mit großer Eleganz und Intensität.

 

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Philippe Jaroussky - "JC Bach: La dolce fiamma". Quelle: Virgin Classics
Virgin Classics

Philippe Jaroussky: "JC Bach: La dolce fiamma"

Virgin Classics
2009

15,95 Euro

Miss Platnum: "Sweetest Hangover"

Sie ist ein Temperamentsbolzen auf der Bühne und hat ihren ganz eigenen Sound entwickelt: den Balkan-R'n'B. Ein Mix aus Hip Hop, Pop, Soul und Balkanrhythmen, dazu serbische Blaskapellen und ihr wundervoll gerolltes R. Diesen Klang hat Miss Platnum auf ihrer dritten CD perfektioniert. Die Arrangements sind harmonischer, die Texte ernster, und dennoch hat die Berlinerin mit rumänischen Wurzeln nichts von ihrer Lebendigkeit verloren. Aufgenommen hat sie ihr Album mit dem Boban und Marko Markovic Orkestar aus Belgrad, einem der besten ihrer Zunft. Herausgekommen ist ein exzellenter Sound, kraftvoll scheppernd, bombastisch und ebenso überzeugend bei den leisen Titeln. Das Album klingt nach Belgrad genauso wie nach Berlin.

 

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Miss Platnum - "Sweetest Hangover". Quelle: Four Music
Four Music

Miss Platnum - "Sweetest Hangover"

Four Music
2009

10,45 Euro

Jamie Cullum: "The Pursuit"

Angeblich kann er keine Noten lesen, und um Geld zu verdienen, hat er jahrelang auf Hochzeiten gespielt. Das hat Jamie Cullum nicht mehr nötig. Der 30-jährige ist zur Zeit einer der erfolgreichsten Jazzmusiker - und das, weil er den Jazz aus seiner elitären Ecke geholt hat. Unbekümmert mischt er Jazz mit Rock und Pop. Seine Auftritte sind wahre Soundgewitter, wie kein zweiter spielt er das Klavier. "The Pursuit" ist sein fünftes Album. Zwölf erstklassige Songs, vielseitig, komplex und dennoch eingängig. Die Höhepunkte: seine Coverversion von Rihannas Tanznummer "Don't stop the music" und seine Interpretation des Cole Porter Klassikers "Just one of those things".

 

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Jamie Cullum - "The Pursuit". Quelle: Universal
Universal

Jamie Cullum: "The Pursuit"

Universal
2009

13,95 Euro

Jaqee: "Kokoo Girl"

Sie kommt aus Uganda, lebt in Schweden und hat es mit Soul, Rock und Billie Holiday versucht. Doch erst mit ihrem vierten Album "Kokoo Girl" scheint Jaqee bei sich angekommen zu sein. "Kokoo Girl" ist eine Reggae-Platte, die Sonnenschein in die weihnachtlichen Stuben bringt. Selten klingt die Karibik so modern und fröhlich wie bei Jaqee. Der Sound ist ein beschwingter Mix aus Blues, Funk, Dancehall und Swing. Quirlige Tanznummern wechseln sich ab mit nachdenklichen Stücken. Jaqees Stimme: warm, unkompliziert und ein bisschen kratzig. Eine unwiderstehliche Mischung und ein ebensolches Album!

 

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Jaquee: "Kookoo Girl". Quelle: Rootdown Records
Rootdown Records

Jaqee: "Kokoo Girl"

Rootdown Records
2009

14,95 Euro

Rafal Blechacz: "Chopin: The Piano Concerts"

Mit Frederic Chopin kam der Durchbruch. 2005 gewann Rafal Blechacz als erster polnischer Pianist seit 30 Jahren den bedeutenden Chopin-Wettbewerb in Warschau. Nach den "Preludes' hat sich Blechacz nun Chopins Klavierkonzerte von Chopin vorgenommen. Die frühen Werke (1829 und 1830) sind Klassiker des Klavierrepertoires. Das Schöne an dieser Aufnahme: der junge Pole (28) spielt Chopin ohne Firlefanz und Manierismen. Es ist eine klare, fast gläserne Interpretation. Im Gegensatz zu anderen Pianisten lässt sich Blechacz an den richtigen Stellen Zeit. Unterstützt wird er von einem Weltklasse-Orchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra aus Amsterdam. Eine hervorragende Einspielung, genau das Richtige zum Chopin-Jahr 2010!

 

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Rafal Blechacz: "Chopin: The Piano Concerts". Quelle: Deutsche Grammophon
Deutsche Grammophon

Rafal Blechacz: "Chopin: The Piano Concerts"

Deutsche Grammophon
2009

15,97 Euro

Mumford and Sons: "Sigh No More"

Wann hat zum letzten Mal eine Band so überzeugend und kraftvoll von Sehnsucht. Einsamkeit und Weltschmerz gesungen? Mumford and Sons sind zweifelsohne die Folk-Entdeckung des Jahres. Ihre traurigen und aggressiven Texte verpacken sie in Melodien, deren Wucht einen manchmal umhauen. Folkrock trifft auf Blues und Country, die vier Männerstimmen verbinden sich mit Banjo, Mandoline, Klavier und Kontrabass. Die Jungs aus London haben ein durch und durch stimmiges Album produziert, betörend schön.

 

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Mumford and Sons: "Sigh no More". Quelle: Cooperative Music
Cooperative Music

Mumford and Sons: "Sigh No More"

Cooperative Music
2009

14,95 Euro