Die deutsche Wortfindungs-Störung mit dem Krieg beruht auf einer politischen Täuschung. Vor acht Jahren schickte die Regierung die Soldaten in einen "Stabilisierungseinsatz", ausgerüstet und vorbereitet eher wie Aufbauhelfer. Unter den Folgen leidet die Bundeswehr besonders jetzt, da der Einsatz immer gefährlicher wird.
Der Tod von drei deutschen Soldaten vergangenen Karfreitag bei Kundus hat eine Debatte darüber entfacht, ob die Bundeswehr für den Kampf in Afghanistan ausreichend gewappnet ist. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hatte bereits Mitte März in einem Frontal21-Interview vor "Defiziten in der Ausrüstung und in der Stärke des deutschen Kontingents" gewarnt und in diesem Zusammenhang die Informationspolitik der Bundesregierung aufs Schärfste kritisiert.
Der Wirtschaftsstatistiker Professor Hans Wolfgang Brachinger von der Schweizer Universität Fribourg hat für Frontal21 errechnet, wie viel Geld Hartz-IV-Familien wirklich benötigen. Das Ergebnis seiner Kalkulationen bestätigt die Kritik des Bundesverfassungsgerichts an der bisherigen Berechnung der Hartz-IV-Regelsätze. Die hatte das Gericht jüngst als verfassungswidrig kritisiert und vom Gesetzgeber eine transparente und nachvollziehbare Neuberechnung der Sätze bis Jahresende gefordert.