Sie selbst haben ihre Daten noch im Griff: Schon im Studium spezialisierten sich die Informatiker Peter Leppelt und Wulf Bolte auf den Datenschutz. Heute geben sie ihr Wissen an Privatpersonen weiter. Hier haben sie ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, die nicht rundum schützen, aber ein wenig sicherer machen:
Tipps zum Umgang mit dem Privat-Computer: Der eigene Computer verrät oftmals mehr über eine Person, als ihr Tagebuch. Emails, Chatprotokolle, Rechnungen und Gesundheitsdaten, Lebensläufe und Bewerbungen, alles findet sich auf dem heimischen PC. Der eigene Computer gehört zur Privatspähre in der Wohnung und sollte genau so geschützt werden:
Tipps zum Verhalten in sozialen Netzwerken (StudiVZ, Facebook, etc.): Das Internet vergisst nie! Wer seine Daten ins Netz stellt, muss davon ausgehen, dass diese schnell kopiert werden - und deshalb immer wieder neu auftauchen können.
Tipps zum Einsatz von Mobiltelefonen: Auch Handys sind kleine Computer, die vor fremdem Zugriff geschützt werden müssen. Weder ihr Adressbuch, ihre SMS, ihre Fotos sind für die Öffentlichkeit bestimmt, noch ihr genauer Aufenthaltsort und der lässt sich über ihr Handy bestimmen - auch wenn dies ohne ihre Zustimmung nicht erlaubt ist.
Tipps zum Schutz vor RFID-Chips: Noch sind die kleinen Chips nur an wenigen Produkten und dann meist auch leicht zu finden. Ab 2010 jedoch ist jeder Personalausweis mit einem RFID-Chip ausgestattet, den muss man bei sich führen. Dennoch: Unnötig mit sich herumtragen sollte man so einen Chip auf keinen Fall, schließlich lassen die Informationen auf dem Chip Rückschlüsse auf ihren Lebenswandel zu.
Tipps zur Google-Suche: Googles, das wertvollste Unternehmen der Welt, hat das erklärte Ziel, "die Informationen der Welt zu organisieren". Auf die Frage: "Was mache ich am 23.8.2010?" würde Google eines Tages gerne antworten können: "Du triffst Dich mit Hanna im Café Glocksee." Deshalb kein Tipp, sondern nur für den Hinterkopf: Wenn Sie alle Googledienste nutzen, weiß eine einzige Firma: wo Sie sind (Maps/Earth); wie Sie heißen (iGoogle); für welche Nachrichten Sie sich interessieren (News, Blogs); was Sie im Internet suchen (Suche); um Ihre vollständige Surfchronik über beliebig lange Zeiträume (Google Chrome); um Ihre komplette Krankengeschichte (Google Health); Welche Bilder Sie ansehen (Bildersuche); was auf Ihrer Festplatte ist (Desktopsuche); was Sie einkaufen (Shopping/Froogle); welche Routen Sie planen (Maps); um Ihre Termine (Calendar) und Ihre E-Mails (GMail); welche Videos Sie interessieren (Google Video/YouTube); mit wem Sie über was reden (Groups); welche Bücher Sie lesen (Bücher) und was für Fotos Sie haben (Picasa); den Inhalt Ihrer Briefe und Dokumente (Text & Tabellen, Translator); allgemein Notizen (Notizen); in welchem Bereich Sie forschen/lernen (Scholar); welche Freunde Sie haben (GMail, Orkut); was exakt Sie auf völlig fremden Seiten tun (genaues Klickprofil, Interessensauswertung, Google Analytics); was sich auf Ihrem Handy befindet (Android).
Tipps zum Schutz vor Datendieben und -händlern: