Charles Darwin - der Kampf geht weiter! Die Evolutionstheorie und ihre Folgen
Ganz wohl war dem englischen Naturforscher Charles Darwin bei dem Gedanken nicht, als ihm auf einmal aufging, was er da bei den Galapagos-Finken beobachtet hatte und zu welchen Schlussfolgerungen über die Entstehung der Arten es führen musste. Denn als er seine Theorien über die Natur zu formulieren begann, galt der Schöpfungsmythos noch als unantastbare historische Wahrheit. Danach hatte Gott sämtliche Lebewesen in ihrer heutigen Gestalt kreiert. Voll Unbehagen schrieb Darwin einem Kollegen: "Inzwischen bin ich beinahe überzeugt davon, dass die Arten nicht unveränderlich sind. Es ist, als gestehe man einen Mord."
Tatsächlich haben seine Theorien die Sicht auf unsere Welt radikal verändert und manch einer scheint auch heute noch unter der "darwinistische Kränkung" zu leiden. 150 Jahre nach dem Erscheinen seines Hauptwerkes "Von der Entstehung der Arten" werfen religiöse Fundamentalisten Darwin immer noch vor, die göttliche Schöpfungsgeschichte beleidigt zu haben und wünschen ihn samt seiner Theorien zum Teufel.
Charles Darwin, dessen 200. Geburtstag in diesen Tagen gefeiert wird, bietet immer noch reichlich Stoff für Diskussionen. So mehren sich die Stimmen, die eine neue Sicht auf die Evolution vertreten. Neuesten Erkenntnissen der Molekularbiologie - so behaupten es einige Forscher - legen nahe, dass die Funktionsweise von Genen viel komplexer ist, als sie in Darwinistischer Denkweise bislang gesehen wird.
Stimmt das? Welche Rolle spielen die Gene im Prozess der Evolution, sind sie nun "egoistisch" oder "kooperativ"? Welche Rolle spielt die Sprache für die menschliche Entwicklung? Warum können wir zum Mond fliegen, während der Schimpanse, unser nächster Verwandte, es aber bei einem spärlichen Gebrauch von primitiven Werkzeugen belässt? Und: Sind wir vielleicht doch die Krone der Schöpfung?
Über diese und andere Fragen zu den Folgen der Evolutionstheorie diskutiert Volker Panzer mit seinen Gästen im ZDF-nachtstudio.
Gäste: Volker Gerhardt, Philosoph Joachim Bauer, Mediziner und Neurobiologe Julia Fischer, Primatenforscherin Axel Meyer, Evolutionsbiologe