1.000 Jahre Mainzer Dom - 1.000 Jahre deutsche Geschichte - Die Diskussion
Am Sonntag, den 1. November, an Allerheiligen, widmet sich das ZDF mit zwei Sendungen dem 1.000-jährigen Jubiläum des Mainzer Doms: Um 19:30 Uhr wird in der "Terra X"-Dokumentation "Die Jahrtausendkathedrale" die wechselvolle Geschichte des Gotteshauses in aufwendigen Computeranimationen und Spielszenen eindrucksvoll dargestellt, um 00:30 Uhr vertieft Volker Panzer, der seine Gäste aus diesem besonderen Anlass nicht in das gewohnte Studio in Berlin, sondern in den Westchor des Mainzer Doms eingeladen hat, mit dem "Hausherrn", Karl Kardinal Lehmann und namhaften Historikern das Thema im Gespräch.
Um die Jahrtausendwende - vielleicht 997 - wurde mit dem Bau des Mainzer Doms begonnen. Erzbischof Willigis wollte mit einem monumentalen Kirchengebäude sowohl seine kirchliche wie auch politische Bedeutung demonstrieren. Doch schon bei seiner Fertigstellung im Jahr 1009 brannte es ab; erst im Jahr 1036 konnte der wiederaufgebaute Dom unter Erzbischof Bardo eingeweiht werden.
Könige wurden hier gekrönt, Friedensschlüsse besiegelt, Mächtige zu Grabe getragen. Insgesamt siebenmal wurde der Mainzer Dom durch Feuersbrünste zerstört, aber immer wieder neu errichtet. er überstand die Verwüstungen durch die Soldaten Napoleons und den Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs.
"Der Mainzer Dom ist ein Symbol für ein Denken und Handeln über den Tag hinaus. Hier ist Geschichte greifbar. Hier wird Geschichte lebendig." Mit diesen Worten würdigte Bundespräsident Horst Köhler in der Pontifikalvesper aus Anlass des 1.000-jährigen Jubiläums am 11. Oktober 2009 eines der bedeutendsten historischen Bauwerke in Deutschland.
Gäste: Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz Etienne Francois, deutsch-französischer Historiker Michael Matheus, Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom Stefan Weinfurter, Professor für Mittelalterliche Geschichte