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Wetten, dass..?

 
Heino Ferch. Quelle: dpa
Heino Ferch

Wettpate

Heino Ferch

Vom Kunstturner zum Star-Schauspieler

Mit Rollen in Kinofilmen wie "Comedian Harmonists" und "Marlene" und Fernsehfilmen wie "Der Tunnel", "Napoleon" und "Das Wunder von Lengede" hat sich Heino Ferch in die erste Riege der deutschen Schauspieler gespielt und dafür zahlreiche Preise bekommen - unter anderem den Bayerischen Film- und Fernsehpreis und die Goldene Kamera. Am 10. November ist er gemeinsam mit Martina Gedeck, mit der ab dem 22. November auch im Kinofilm "Meine schöne Bescherung" zu sehen sein wird, als Wettpate zu Gast bei Wetten, dass..? in Leipzig.

 
 
 
 

Als Sohn eines Kapitäns 1963 in Bremerhaven geboren, wollte Heino Ferch als Kind Meeresforscher werden. Schon als Schüler entdeckte er aber 1978 mit einer artistischen Rolle im Musical "Can Can" seine Liebe zur Schauspielerei - als Kunstturner war er für diese Rolle geradezu prädestiniert. Eine Schauspielausbildung, die auch Stepptanz, Ballett und Gesang einschloss, absolvierte er am Salzburger Mozarteum.

 

Gastspiele in Salzburg, Mailand und Wien

Nach der Ausbildung wurde Heino Ferch direkt an der Freien Volksbühne in Berlin engagiert, wo er von 1987 bis 1990 zum Ensemble gehörte. Auf der Bühne, aber auch bei Film und Fernsehen machte er sich nun schnell einen Namen. 1990 bis 1994 arbeitete er am Berliner Schillertheater und übernahm Gastspiele bei den Salzburger Festspielen, an der Mailänder Scala und am Wiener Burgtheater.

 

Den ersten Kinofilm drehte Heino Ferch 1987 mit Peter Schamonis "Schloss Königswald", seinen ersten TV-Film ein Jahr später mit "Die Männer vom K3: Schützenfest". In der Folge arbeitete er mit Regisseuren wie Heiko Schier, Uwe Janson, Volker Schlöndorff oder Roland Suso Richter zusammen, die an ihm seine Vielseitigkeit sowie die Mischung aus ruppiger Härte und sensibler Intelligenz schätzten. Beste Kritiken erhielt Ferch unter anderem als Obersturmbannführer Raufeisen in Schlöndorffs "Unhold" und als Gestapoführer Klaus Barbie. Den berüchtigten "Schlächter von Lyon" spielte er in Claude Berris Film über das Leben der Lyoner Résistanceführerin Lucie Aubrac.

 

Neuer Star des deutschen Films

Zum neuen Star des deutschen Films avancierte Heino Ferch 1997 mit Tom Tykwers düsterem Melothriller "Winterschläfer", der ihn als vermeintlichen Lebemann, Supermacho und Skilehrer Marco zeigt. Zu seinem bislang erfolgreichsten Film wurde im selben Jahr Joseph Vilsmaiers Melodram "Comedian Harmonists", wo Ferch als Roman Cycowski, eines von drei jüdischen Ensemblemitgliedern der legendären Gesangstruppe der 20er Jahre, glänzte. 1998 war er unter anderem in "Lola rennt" zu sehen und kam mit dem Thriller "Straight Shooter" auf die Leinwand.

 

Der Erfolg blieb Ferch auch in den kommenden Jahren treu. Längst galt er nun als einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler und wurde wegen seiner männlichen Ausstrahlung mit Götz George und Bruce Willis verglichen. Im Jahr 2000 kam er in "Marlene" ins Kino, erneut ein Film unter der Regie von Josef Vilsmaier, der das Leben von Marlene Dietrich schildert. Danach folgten unter anderem "Der Tunnel" (2001, Fernsehen), "Nachts im Park" (2002, Kino), "The Extremists" (2002, Kino), "Napoléon" (2002, Fernsehen), "Julius Cäsar" (2002, Kino) und der Fernsehfilm "Das Wunder von Lengede" (2003), der im November 2003 als "TV-Ereignis des Jahres" mit dem "Bambi" ausgezeichnet wurde.

 

"Meine schöne Bescherung"

Zuletzt war Heino Ferch in den Filmen "Die Luftbrücke" und "Ghetto" (beide 2005), "Auf ewig und einen Tag" und "Die Mauer - Berlin '61" (beide 2006) sowie im Zweiteiler "Der geheimnisvolle Schatz von Troja" (2007) zu sehen. Am 22. November startet nun sein neuer Kinofilm "Meine schöne Bescherung", eine turbulente Liebeskomödie, in der er neben Martina Gedeck die Hauptrolle spielt.