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Alexander der Große auf Thron. Quelle: ZDF
Alexander der Große übernimmt Teile der baktrischen Kultur

Jäger verlorener Schätze: Die goldene Aphrodite

Alexanders Einfluss

Hellenistische Kultur in Baktrien

Alexander von Makedonien, später der Große genannt, rüstet zum Kampf gegen das riesige Perserreich. Alexander, dessen Familie erst zwei Generationen zuvor von Kleinviehhirten zur Herrschaft aufgestiegen ist, geht es vor allem darum ein Vermächtnis zu erfüllen.

 
 
 
 

Schon sein Vater, Phillip II., hatte sich zu einem Persienfeldzug gerüstet. 336 vor Christus, mitten in den Vorbereitungen, wurde er ermordet.

 
Mosaik der Schlacht bei Issos. Quelle: ZDF
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Schlacht bei Issos 333 v. Chr.: Alexander (links) schlägt den allmächtigen Perserkönig Dareios


Liebe auf den ersten Blick?

Alexander schafft daher zunächst Ordnung an den Nordgrenzen Makedoniens und Mittelgriechenlands. Im Jahre 334 vor Christus setzt er mit 37.000 Mann nach Kleinasien über. Nach der Eroberung Ägyptens marschiert Alexander zum persischen Königshof, weil in der Heimat immer mehr Bürger fordern, die dortigen Griechen vom Joch der Perser zu befreien. Er schlägt den allmächtigen Perserkönig Dareios. Die Beute aus dem Heereslager der Perser bei Issos übertrifft alle Erwartungen.

Stadtmauer in Baktrien. Quelle: ZDF
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Zwei Jahre kämpfen die Griechen an den Stadtmauern Baktriens

Sein nächstes Ziel heißt Baktrien, das "Land der 1.000 Städte". Der Welteneroberer überquert den Oxus. Zwei Jahre kämpfen die Griechen gegen die Stadtmauern und Wehrtürme Baktriens an. Einer der mächtigsten Fürsten, Oxyartes, kapituliert vor der Übermacht. Vor dem sicheren Tod bewahrt Oxyartes einzig und allein Roxane, seine schöne Tochter, in die sich der Eroberer auf den ersten Blick verliebt haben soll - so die Legende. Mindest ebenso gewichtig dürften politische Gründe mitgespielt haben.

 

Okzident und Orient

Alexander schwebt die Vermischung von Okzident und Orient vor und er ist bereit, mit gutem Beispiel voranzugehen. Sein Schwert saust daher nicht auf den Nacken Oxyartes nieder, sondern auf ein Brot, von dem er und Roxane essen. Nach makedonischem Recht ist die Ehe damit geschlossen. Im Festsaal einer Burg in Baktrien soll Alexander Geschenke unterworfener Fürsten entgegen genommen und dann bis spät in die Nacht mit seinen Generälen gezecht haben.

 
Relief. Quelle: ZDF
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Sittenübernahme: Wie vor ihm Dareios lässt sich jetzt auch Alexander von Unterworfenen huldigen


Immer mehr nimmt Alexander die Sitten der Besiegten an. Wie vor ihm sein Erzfeind Dareios zitiert er die Gesandten der unterworfenen Völker vor seinen Thron. Alexander der Große lässt sich huldigen. Freie Griechen wie Besiegte zwingt er unerbittlich in die Knie. Ein Seher verkündet Alexander nichts Gutes: "Oh großer Herrscher, jung wirst Du sterben, und Dein Reich wird zerfallen wie dieser Palast." Fünf Jahre später stirbt Alexander. Roxane und ihr Sohn werden ermordet - soweit die Legende.

Dionysos auf Fabelwesen. Quelle: ZDF
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Dionysos mit Frau auf einem Fabelwesen

Die baktrische Göttin

Das riesige Alexanderreich zerfällt. Was bleibt, ist der Einfluss hellenistischer Kultur. Vor allem in Baktrien, wo noch 200 Jahre Griechen herrschen. Aus Aphrodite wird mit der Zeit eine baktrische Göttin. Die Flügel sind ein Zugeständnis an altpersische Gottheiten. Dieses Schmuckstück finden die Archälogen bei der Toten von Tillya-tepe. Auch die Göttin Athene ist in einen Siegelring graviert und der Kult des Dionysos ist nicht vergessen, wie ein Schmuckstück mit dem Fruchtbarkeitsgott auf einem Fabeltier beweist.

 
 
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