Prof. Dr. Heiner Mühlmann ist Kulturtheoretiker mit einem faszinierend breiten Interessen- und Wirkungsspektrum, das auch die Naturwissenschaften einschließt. Geboren 1938 in Recklinghausen legte er sein Abitur als "Domspatz" in Regensburg ab und studierte in München, Paris und Rom Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte.
Heiner Mühlmann wurde in München promoviert mit einer Arbeit über "Humanistische Rhetorik und Rechtsphilosophie bei Leon Battista Alberti". Lohn dieser Arbeit waren nicht nur Forschungsstipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die er nicht zuletzt für naturwissenschaftliche Studien nutzte, sondern auch Lehraufträge an der Universität Paris VII.
Bei Bazon Brock habilitierte er sich in Wuppertal mit Überlegungen zu "Katastrophentheorie, Graphentheorie und Architektur", die ihm bald eine außerplanmäßige Professur an der Universität Wuppertal eintrugen. Er lehrte auch an der Universität Münster, am Pariser Collège International de Philosophie. Heiner Mühlmann ist heute ordentlicher Professor am Institut für Design und Technologie an der Zürcher Hochschule der Künste und Gastprofessor an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Er ist Mitgründer des neuroanthropologischen Forschungsprojekts TRACE in Zürich, in der sich eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern, Philosophen und Künstlern für die neurowissenschaftliche Gedächtnisforschung engagiert.
Auf der Liste seiner zahlreichen Publikationen finden sich bedeutende kulturtheoretische Schriften und Bücher, so "Natur der Kulturen" (1996), "Ästhetische Theorie der Renaissance" (2006), "Jesus überlistet Darwin" (2007) sowie zuletzt "Countdown - drei Kunstgenerationen" (2008). Mühlmann lebt bei Recklinghausen und in Zürich.