Mit der dritten Folge "Kampf des Tiberius" wird die aufwändige sechsteilige Doku-Drama-Reihe "Rom", die das ZDF mit der BBC produziert hat, fortgesetzt. Im Mittelpunkt jeder Episode steht eine legendäre Persönlichkeit des Römischen Reiches, die durch ihr Taten den Aufstieg und Fall des mächtigen Weltreichs entscheidend beeinflusst hat.
Das Doku-Drama "Kampf des Tiberius" beginnt mit dem letzten und härtesten Feldzug gegen das standhafte Reich Karthago, das Rom über Jahrzehnte massiv bedrohte. An der Seite seines Schwagers, des römischen Feldherrn Scipio Aemilianus, führt der 18-jährige Tiberius Sempronius Gracchus im Jahre 146 v. Chr. die römischen Legionen gegen Karthago.
Vor originalgetreuen Nachbauten der Wehranlagen und in genau rekonstruierten Massenszenen zeigt das Doku-Drama, wie damals Heerscharen von Kämpfern um den Sieg rangen. Nach der brutalen Vernichtung des einst blühenden Karthagos wird Tiberius als Held gefeiert. Als Sohn einer der angesehensten Patrizierfamilien steht ihm eine glänzende politische Karriere im Reich offen. Er wählt diesen Weg, doch bergen seine Ideen sozialpolitischen Sprengstoff. Tiberius Gracchus will eine Umverteilung des Grundbesitzes zugunsten der verarmten Bauern im Reich. Damit greift er die Besitzstände der herrschenden Oberschicht an - eine gefährliche Konfrontation.
Die Dokumentation "Kampf des Tiberius" erzählt in packenden Bildern die Geschichte eines Revolutionärs, der für seine Ideen und Ideale bereit ist, sein eigenes Leben und das Wohl seiner Familie zu riskieren. Historiker von internationalem Ruf interpretieren seinen Einfluss, erläutern seine Motivation und zeigen den aktuellen Forschungsstand auf. Die historische Figur Tiberius Gracchus, gespielt von dem britischen Schauspieler James D'Arcy, führt die Zuschauer in die aufregende Zeit der römischen Republik. Eine Zeit, in der Rom sich zur Großmacht erhob, eine Zeit, in der Verschwendungssucht und Korruption um sich griffen und revolutionäre Gedanken den Tod bedeuten konnten.