Die meisten giftigen Tierarten der Welt leben in Australien. Vor allem im Norden des Kontinents, auf der Cape York Halbinsel wimmelt es förmlich von ihnen. Egal ob Schlange, giftiger Fisch oder Spinne, viele dieser Tiere können dem Menschen wirklich gefährlich werden. Deshalb hat man sie früher bekämpft, sogar versucht, sie auszurotten.
Inzwischen weiß man, dass auch die giftigen Tiere in ihrer jeweiligen natürlichen Umgebung eine wichtige Rolle spielen. Einige können sogar für die Menschen nützlich sein.
Dirk Steffens ist unterwegs mit Bryan Fry, dem renommiertesten Giftexperten des Kontinents, auf der Suche nach Giftschlangen zu Lande und im Wasser. Dirk hilft Bryan die Tiere zu melken, ihr Gift wird später zu Medizin verarbeitet.
Hochgiftig ist auch die Aga-Kröte. 1935 wurde die Kröte zur Schädlingsbekämpfung eingeführt - leider ohne großen Erfolg. Im Gegenteil: Da die Kröte selbst wegen ihrer Giftigkeit keine natürlichen Feinde hat, vermehrt sie sich in Australien rasant - und wird damit selbst zum Problem.
Am Great Barrier Reef trifft Dirk Steffens Jamie Seymour von der James Cook Universität. Seit fast 20 Jahren erforscht Jamie giftige Meeresbewohner. Dass es hier mehr von ihnen gibt als irgendwo sonst auf der Welt, führt er auf den einzigartigen Artenreichtum des Great Barrier Reef zurück.
Viele Lebewesen können sich gegen ihre Feinde nicht anders als durch Gift wehren - so wie zum Beispiel Seeanemonen, die giftige Fangarme haben.