Paris steht gerne in der Öffentlichkeit. Ob als Drehort für Kinofilme, als Schauplatz für Weltliteratur oder als Bühne für die attraktive Präsidentengattin Carla Bruni. Eigentlich hat Paris diese Werbung nicht nötig. Die schöne Hauptstadt Frankreichs verführt mit Glamour und Flair der Haute Couture, schicken Modegeschäften, Sterneköchen in Gourmet-Restaurants, großartiger Kunst, monumentalen Bauwerken und breiten Boulevards - aber vor allem mit dem Savoir-vivre, der feinen Lebensart.
Paris besteht aus zwei Welten: Rive Gauche und Rive Droite, linkes und rechtes Seine-Ufer. Rive Droite ist dort, wo das Geld verdient und ausgegeben wird: Börse, Banque de France, die großen Kaufhäuser Galeries Lafayette und Au Printemps sowie die teuren Designer-Boutiquen der Rue du Faubourg Saint Honoré. Rive Droite ist auch Ort der Macht, der Könige und Staatspräsidenten. Rive Gauche ist das Reich der Wissenschaft und der Kunst: der Universität Sorbonne, der fünf französischen Akademien, der Beaux Arts, der Verlage, Buchhandlungen und Galerien.

Paris ist eine "Grande Dame", die sich nicht so leicht erobern lässt. Der Autoverkehr staut sich, die U-Bahnen sind voll und Menschenmassen schieben sich auf den Trottoirs. Dazu der Lärm und Geruch einer Millionenstadt. Wo bleibt da ihr Charme? Den haben die eleganten Pariserinnen, die zwischen suchenden Touristen, gehetzten Pendlern geschickt manövrieren oder in einem Strassencafé sitzen. So ist Paris, die Stadt der Liebe und der Frauen.
Pariserinnen haben dieses gewisse Etwas, charmant und undefinierbar, das reizt und verzaubert - jeden! Bekannt dafür sind Schauspielerin Audrey Tautou und Präsidentengattin Carla Bruni - auch wenn beide nicht in Paris geboren sind. Eine der berühmtesten Pariserinnen zieht Millionen Besucher jährlich in den Louvre, lässt sie geduldig in einer Schlange stehen, um sie mit einem Lächeln zu empfangen: "Mona Lisa".

Die andere, "La Dame de fer", auf deutsch die Eiserne Dame, hat trotz ihres hohen Alters ihre Anziehungskraft nicht verloren. Im Jahr 1889 eröffnet, beherrscht sie mit ihren 324 Metern die Stadt. Hoch emporragend, im 7. Arrondissement, direkt am linken Ufer der Seine. Schwer und federleicht zugleich. Gebaut aus 18.038 Einzelteilen, von 2.500.000 Nieten zusammengehalten und mit 20.000 Glühbirnen beleuchtet: Der Eiffelturm erobert nicht nur die Herzen der Franzosen. Etwa sechs Millionen Touristen erklimmen jährlich die 1665 Stufen - oder warten geduldig auf einen der vier Fahrstühle.
Besucher der Seine-Metropole lassen sich nicht vom alltäglichen Verkehrschaos, hektischen Fußgängern, überfüllten Straßencafés mit blasierten Kellnern und überteuerten Preisen abschrecken. Die Fantasie vom Leben in Paris ist stärker als die erlebte Wirklichkeit.

Die Verführung beginnt mit einem Café au lait und einem Buttercroissant zum Frühstück, einem Spaziergang durch den Jardin du Luxembourg, in dem die Pariser joggen, Tennis spielen, zu Live-Musik tanzen oder sich einfach nur sonnen. Oder man sitzt auf den Stufen von Sacré Coeur mit Baguette, Käse und einer Flasche Wein, beißt in einen Schokoladen-Éclair, genießt einen Apéritif im "Maxims", schlendert durch das Marais-Viertel und nimmt fremde Gerüche wahr, bestaunt im Picasso-Museum Pablos Blaue, Rosane und Kubistische Periode, schaut auf der Pont Neuf den Ausflugsbooten hinterher oder riecht an einem extravagantem Parfum unter der prachtvollen Jugendstilkuppel im Kaufhaus "Galeries Lafayette" - all das sind Momente, die auf Paris süchtig machen.
Paris ist die wahre europäische Hauptstadt und jedes ihrer 20 Bezirke - Arrondissements - ist ein Dorf. Eines der romantischsten und liebeswerten ist Saint-Germain, Viertel der Philosophen und Künstler, wo Sartre und Simone de Beauvoir Gäste im "Café de Flore" waren und Ernest Hemingway im "Les Deux Magots" diskutierte. Heute zählen Catherine Deneuve und Umberto Eco zu den berühmten Bewohnern.

In Paris gibt es alles, nur keine Langeweile. Das Nachtleben ist vielseitig und hat Weltstadtniveau. Neben Theater, Oper, Bars und Nachtclubs sind die weltbekannten Shows vom "Lido", "Moulin Rouge" und "Crazy Horse" ein Publikumsrenner. Nicht nur wegen der leicht bekleideten Tänzerinnen.
Paris ist und bleibt ein Lieblingsziel von Touristen aus aller Welt und will von seinen Besuchern erobert werden. Wie , das ist der "Grande Dame" ziemlich egal. Wenn nur dieses eine Gefühl zurückbleibt: Paris ist "ein Fest des Lebens" - die Liebeserklärung von Hemingway an diese Stadt.