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Philosophisches Quartett

 
Meinhard Miegel. Quelle: imago
Zu Gast im "Quartett": Meinhard Miegel

Porträt

Prof. Dr. Meinhard Miegel,

Spezialist für Zukunftsfragen

Der Sozialwissenschaftler und Jurist, 1939 in Wien geboren, studierte Philosophie, Soziologie und Rechtswissenschaften in Washington D.C., Frankfurt am Main und Freiburg.

 
 
 
 

1970 bis 1973 war er als Syndikusanwalt tätig, bevor er bis 1975 Mitarbeiter des damaligen Generalsekretärs der CDU, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, wurde. Danach war er Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter der Hauptabteilung Politik, Information und Dokumentation der Bundesgeschäftsstelle der CDU in Bonn.

Von 1977 bis 2008 leitete er das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn e.V. (IWG Bonn). 1992 bis 1998 hatte er zudem eine außerplanmäßige Professur an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig inne und war dort auch Leiter des Zentrums für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (ZIW). Miegel ist zudem Beiratsmitglied verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen, die sich mit gesellschaftspolitischen Zukunftsfragen befassen und seit 1994 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Seit 2008 ist er Vorstand der neugegründeten Stiftung "Denkwerk Zukunft - Stiftung für kulturelle Erneuerung".

Buchcover Die deformierte Gesellschaft. Quelle: Propyläen Verlag
Propyläen Verlag
Miegels ausgezeichnetes Buch

Geehrter Autor und Wissenschaftler

Für sein Buch "Die deformierte Gesellschaft", in dem er angesichts des dramatischen Wandels unserer Gesellschaft ein rasches Umsteuern auf allen Ebenen forderte, erhielt er 2002 den Internationalen Buchpreis Corine. 2003 war er Mitinitiator des "Bürgerkonvents", der sich zum Ziel gesetzt hat, den Reformstau in Deutschland nicht länger passiv zu erdulden, sondern aktiv zu überwinden. 2005 wurde Professor Meinhard Miegel als unbestechlicher Interpret wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sachverhalte mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet.

Seine wissenschaftliche und sozialpolitische Arbeit kreist um die Themen: "Epochenwende - Gewinnt der Westen die Zukunft?", "Verdrängte Wirklichkeiten - Die Lebenswelten der Deutschen", "Strukturwandel in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft" sowie "Umbau des deutschen Sozialstaates: Ökonomie versus Demokratie, Perspektiven für den Arbeitsmarkt in Europa: Kommt eine neue Völkerwanderung?".Dazu hat Miegel zahlreiche Publikationen veröffentlicht, darunter als wichtigste die Bücher "Das Ende des Individualismus. Die Kultur des Westens zerstört sich selbst" (1998), "Die deformierte Gesellschaft. Wie die Deutschen ihre Wirklichkeit verdrängen" (2002) sowie "Epochenwende" (2007).