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Philosophisches Quartett

 
25.03. und 13.05.2012

Porträt

Peter Sloterdijk

Porträt

Peter Sloterdijk wurde 1947 in Karlsruhe geboren. Er ist sowohl Kulturwissenschaftler und Philosoph als auch Publizist, Autor und Essayist.

 
 
 
 


Sloterdijk studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte an den Universitäten München und Hamburg. Von 1992 bis 1993 hatte er den Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe inne. 1993 wird Sloterdijk Leiter des Institutes für Kulturphilosophie an der Akademie für Bildende Künste in Wien, bis er schließlich 2001 eine Vertragsprofessur am Ordinariat für Kulturphilosophie und Medientheorie in Wien übernimmt.

 

"Kritik der zynischen Vernunft"

Sloterdijk ist einer der wichtigsten Philosophen unserer Zeit, der eine große Leserschaft auch außerhalb der akademischen Welt erreicht und auch im Ausland auf größte Resonanz stößt. Großes Ansehen erlangte Sloterdijk mit seiner zweibändigen "Kritik der zynischen Vernunft" (1983), die zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts gehört. Rund 15 Jahre später stellte Sloterdijk den ersten Teil einer Trilogie fertig, welche die "Geschichte der Menschheit" erzählen will. In "Sphären I. Blasen" kommt Sloterdijk zu dem Schluss, dass der moderne Individualismus haltlos sei. In "Sphären II. Globen" bezeichnet Sloterdijk die europäische Geschichte als "Verdrängung" des "In-Seins". Das umfangreiche Sphären-Projekt schließt er 2004 mit dem Band "Schäume. Sphären. Plurale. Sphärologie III" ab. Große Beachtung fand sein Buch "Im Weltinnenraum des Kapitals. Für eine philosophische Theorie der Globalisierung" (2005).

 

Heftige Krikik an dem Philosophen

Zu einer großen Kontroverse führte seine Rede "Regeln für den Menschenpark" vom Juli 1999, die er im Rahmen einer internationalen Tagung über Philosophie und Theologie zur Jahrhundertwende hielt. Sie löste eine heftige Debatte über Eugenik und Menschenzüchtung aus, und verschiedene Formulierungen Sloterdijks unter Verwendung von NS-Reizbegriffen zogen heftige Kritik an dem Philosophen nach sich. 2001 wurde Sloterdijk Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Ab 2002 wirkt er zusammen mit Rüdiger Safranski als Moderator des "Philosophischen Quartetts" im ZDF.

 

Auszeichnungen:

  • 1993 Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik
  • 1999 Friedrich-Märker-Preis für Essayisten
  • 2001 Christian-Kellerer-Preis
  • 2005 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa
 
 
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