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12. Februar 2012
 

Dokumentation

 
 
Rückblick: Dokumentation vom 26.12.2009
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Traumland Kanada 2/2

Durch Feuer und Eis

Die alte Goldgräberstadt Dawson City am Yukon River liegt wie verlassen da. Nichts mehr scheint an die legändäre Zeit des Goldrausches zu erinnern. Doch es gibt sie noch, die Goldsucher und Fährtenleser, die Abenteurer und - wie sollte es auch anders sein - die Touristen. Bis heute zieht die Landschaft und ihr Mythos die Menschen in ihren Bann. Und mancher bleibt für immer.

 
 
 
 

Seit jeher ist der Traum vom Gold für viele Menschen in der Region lebendig. Dafür nehmen sie so manches in Kauf. Bis zu minus 60 Grad kann das Thermometer im Winter fallen.

 

Vergangene Zeiten

Fast noch irritierender ist für die Trapper, Fallensteller und Goldsucher in der Region, die es immer noch gibt, dass es im Sommer neuerdings regelmäßig bis zu 40 Grad heiß werden kann. Die Winter werden kürzer, die Sommer wärmer - der Permafrostboden taut immer weiter auf.

 

Doch was treibt so manchen deutschen Auswanderer noch heute dazu, trotz all der Abgeschiedenheit und den Wetterextremen, dort zu leben und das Glück zu suchen? Das Gold ist es nicht, was lockt. Die Mienen sind leer und das Bischen, was dort noch im Boden liegt, lohnt die Mühe und Investition nicht. Die Zeiten von Jack London sind endgültig vorbei.

 
Ehemalige Goldwaschanlage in einem Flussbett. Quelle: Dirk Brämer
Dirk Brämer
Die alte Goldwaschanlage fördert schon lange kein Edelmetall mehr aus dem Yukon River - sie ist zu einer Touristenattraltion geworden.
 

Dawson City hat sein ganz eigenes Flair. Kleine Museen und traditionsreiche Saloons halten die alten Zeiten in Ehren. Und auch Jack London, der hier seinen Hüttenkoller bekommen haben soll, wurde eine Blockhütte zum Gedenken errichtet. Direkt neben seiner eigenen, die sich immer noch gegen den Verfall zu wehren scheint und mit einem Eisengitter anm Eingang vor Souvenierjägern geschützt ist.

Aussteiger Rolf mit Vollbart und Pfeife. Quelle: ZDF
ZDF
Rolf - Paradebeispiel eines ungeplanten Aussteigers.

Was suchen also Menschen aus Düsseldorf, Baden-Baden oder Hamburg mitten in der unendlichen Einsamkeit Kanadas? Es sind die ganz einfachen Dinge wie Einsamkeit, Ursprünglichkeit und der Traum von Freiheit und dem einfachen Leben in unberührter Natur. Rolf ist einer von ihnen. Er wollte vor vielen Jahren mit seiner Frau eigentlich "nur" eine Hochzeitsreise machen. Doch er ist geblieben. Das Ehepaar erlag dem Charme und der Natur Kanadas, hat sich seine Blockhütte gebaut und genießt die Herausforderungen der Wildnis.

 

Sehen Sie mehr von Kanada im ersten Teil unserer Dokumentation: An der Indianerküste.

 
 

Sendungsinformationen

Samstag, 26.12.2009 15:05 - 15:50 Uhr

VPS 26.12.2009 15:05

Länge: 45 min

Dokumentation, Kanada, 2009

  • 16 zu 9
  • Livestream