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Wetten, dass..?

 
Jessica Schwarz mit Heino Ferch. Quelle: ZDF/Steffi Schübeler
Jessica Schwarz mit Heino Ferch

"Geschichten, die einem am Herzen liegen"

Interview mit Heino Ferch

Der Schauspieler über sein neues Schliemann-Projekt und schwierige Rollen

 
 
 

Man könnte Heino Ferch einen Hang zum Unterirdischen unterstellen: Im Gruben-Drama "Das Wunder von Lengede" hat er ebenso mitgewirkt wie im Flucht-Thriller "Der Tunnel". Und auch sein neuestes Projekt hat mit Erdaushub zu tun. Er will das Leben des Archäologen Heinrich Schliemann verfilmen.

Zitat

„Moderator ist nicht mein Beruf.“

Heino Ferch

In Wahrheit geht es Ferch natürlich um die Herausforderung seines Berufs, darum, die spannendsten Stoffe vor der Kamera mit Leben zu erfüllen. So hat er zuletzt Hitlers Architekten Albert Speer in der Bernd-Eichinger-Produktion "Der Untergang" dargestellt, einem Film über die

letzten 14 Tage des Dritten Reichs. Ferch: "Albert Speer hat eine unglaubliche Ambivalenz in seinem Leben gehabt. Ich weiß auch nicht, wie er es geschafft hat, in den Nürnberger Prozessen die Amerikaner rumzukriegen, dass er als einer der Frontmänner nicht zum Tod verurteilt wurde, sondern seine 20 Jahre in Spandau abgesessen hat."

 

Nebenfach Moderation

Moderieren und Schauspielern sind für Heino Ferch zwei völlig unterschiedliche Bereiche. "Moderator ist nicht mein Beruf", findet er. Zur Präsentation des Europäischen Filmpreises hat er sich zwar von Wim Wenders drängen lassen, es könnte aber ein einmaliges Erlebnis bleiben.

 

Als Schauspieler will Heino Ferch sich nicht auf das verlassen, was ihm angeboten wird. Deshalb bemüht er sich aktiv um eigene Projekte. "Es gibt Geschichten, die einem am Herzen liegen, und die wie bei Heinrich Schliemann einfach sexy sind." Schliemanns schwieriger Charakter, eine sperrige Liebesgeschichte, Entdecker- und Schatzsucher-Mentalität - 1001 Nacht im besten Sinn, wie Ferch findet. Wenn alles wie geplant läuft, können die Dreharbeiten über das Leben des Troja-Entdeckers noch in diesem Jahr beginnen.