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21. November 2009
 

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München Englischer Garten, Quelle: dpa. Quelle: dpa
Englischer Garten in München

Platz 28

Englischer Garten

München

Ihren Namen verdankt die Parkanlage nicht etwa den zahlreichen englischen Touristen, die sie besuchen, sondern den englischen Landschaftsgärten, die als Vorbild dienten. Der 1792 vom pfälzischen Erzherzog Carl Theodor eröffnete Park war einer der ersten, der nicht nur der herrschenden Klasse, sondern der gesamten Bevölkerung zur Erholung dienen sollte.

 
 
 
 

Mit seinen 3,7 Quadratkilometern Fläche ist der Englische Garten größer als der New Yorker Central Park und der Londoner Hyde Park. Bekannt ist der Englische Garten für seine zahlreichen Biergärten, darunter auch der mit 7000 Sitzplätzen zweitgrößte Biergarten Münchens, der sich am Chinesischen Turm befindet.

Vielfältige Flora und Fauna

Doch der Englische Garten bietet seinen Besuchern weit mehr als "Helles" und "Würschtl". 78 Kilometer Fußwege und kleine Bachläufe durchziehen den Park, unzählige Liegewiesen laden zum Picknicken, Ballspielen oder einfach nur Entspannen ein. Auch der Monopteros, ein Rundtempel im griechischen Stil, und das Japanische Teehaus sind beliebte Touristenziele.

Mit einer Fläche von rund 8 Hektar ist der Kleinhesseloher See das größte Gewässer des Parks. Nicht nur für Touristen ist der Englische Garten ein Lieblingsort, auch viele Tiere fühlen sich hier rundherum wohl, darunter rund 60 Brutvogelarten, Wildkaninchen und Füchse.

"Nackerte" im Garten

Die Anregung zur Schaffung eines Volksparks in München stammte von dem gebürtigen Amerikaner und bayerischen Minister Benjamin Thompson, der unter dem Titel Graf von Rumford bekannt war. Der Schwetzinger Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell übernahm letztendlich die Ausführung der Umgestaltung der ehemaligen Militärgärten in den ersten europäischen Volkspark. Eine Gedenksäule am Kleinhesseloher See im Englischen Garten erinnert bis heute an den Landschaftsgärtner.

Auch für Freunde der Freikörperkultur hat der Englische Garten etwas zu bieten, und das ist fast einmalig in einem Stadtpark: Die Schönfeldwiese direkt hinter dem Haus der Kunst ist offiziell für FKK freigegeben, allerdings sollte man sich beim Sonnenbaden nicht von den Touristen stören lassen, die hier gern einmal ein Urlaubsfoto als Souvenir der besonderen Art schießen. Sogar die Spider Murphy Gang erlag dem Charme des Englischen Gartens. Sie besang ihn in ihrem Lied "Sommer in der Stadt": "I renn nackert durch'n Englischen Garten, sitz high auf'm Monopteros. I kauf mir a Maß am Chinesischen Turm und flanier' mit dir auf der Leopoldstraß'." Für letzteres sollte man dann aber besser wieder angezogen sein.