Frank A. Meyer ist einer der einflussreichsten Journalisten der Schweiz. Seine Wirkung auf die Schweizer Politik hat ihm sogar schon den Ruf eingebracht, er sei das achte - also zusätzliche - Mitglied der eidgenössischen Regierung.
Frank A. Meyer wird am 6. Januar 1944 in Biel/Schweiz geboren. Mit 24 Jahren errichtet der gelernte Schriftsetzer mit seinem Partner Mario Cortesi ein erfolgreiches Medienunternehmen. Ab 1968 arbeitet er zugleich als Bundeshaus-Korrespondent für verschiedene Schweizer Publikationen, wie beispielsweise Zürcher-Woche, Sonntags-Journal, National Zeitung/Basler Zeitung, Schweizer Illustrierte.
Zwischen 1972 und 1980 ist Frank A. Meyer politisch aktiv: Er gründet die Stadtpartei "Freie Bieler Bürger" und ist als deren Präsident bis 1980 Mitglied des Parlaments seiner Heimatstadt. In Biel engagiert er sich darüber hinaus im Mediensektor. 1972 ist er Mitbegründer der zweisprachigen Wochenzeitung "Biel-Bienne" und 1983 des ebenso zweisprachigen Lokalradios "Canal 3".
1983 wird Meyer Leiter des Hauptstadt-Büros des Züricher Ringier-Verlags in Bern; seit 1985 ist er Mitglied der Unternehmensleitung der Ringier AG, heute als Erster Publizist und enger Berater des Verlegers. Von 1989 an nimmt er einen Lehrauftrag der Universität Sankt Gallen wahr, seit 27 Jahren schon ist er inspirierter Gastgeber der ebenso populären wie anspruchsvollen Gesprächs-Sendung "Vis-à-vis" im Schweizer Fernsehen. Und natürlich äußert sich der zugleich streitbare wie umstrittene Journalist als Kolumnist in den Blättern seines Hauses, so auch in der Berliner Zeitschrift "Cicero".
Bei aller Anerkennung ist seine journalistische Arbeit nicht unumstritten. So wird ihm immer wieder eine zu große Nähe zu Politikern vorgeworfen, beispielsweise auch zum ehemaligen Bundeskanzler Schröder. Legendär sind seine "Diners republicain", doch wirklich "geadelt" sind nur diejenigen, die von Meyer persönlich bekocht werden - wie eben Gerhard Schröder.
Schlechte Karten haben hingegen seine politischen wie publizistischen Gegner. Zwar konnte er - trotz heftiger Angriffe - die Karriere des rechts-populistischen Bundesrats Christoph Blocher nicht verhindern. Doch der exzentrische Schweizer Botschafter in Berlin, Thomas Borer, bekam die Macht des Publizisten zu spüren: Eine von Meyer in der Boulevard-Zeitung "Blick" geführte, wochenlange Kampagne wegen einer angeblichen, außerehelichen Beziehung zu einem Nacktmodell zwang Borer zum Rücktritt.
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