Zehn Tage, nachdem Haitis Hauptstadt Port-au-Prince fast vollständig zerstört wurde, haben die Haitianer kaum Zeit, ihre Toten zu beweinen.
Nach Angaben der haitianischen Regierung wurden bislang 70.000 Tote aus den Ruinen geborgen und in Massengräbern beigesetzt, Experten gehen von bis zu 200.000 Erdbeben-Opfern aus. Man schätzt, dass 1,5 Millionen obdachlos geworden sind. Die UNO spricht von einer Katstrophe "historischen Ausmaßes".
Wie kann das Leben weitergehen - auch angesichts der Gewalt, die von Tag zu Tag zunimmt? Die Menschen sind verzweifelt, weil die Hilfe nur quälend langsam bei ihnen ankommt. Hilfslieferungen werden von Blauhelmen der Vereinten Nationen und amerikanischen Marines geschützt. Die ohnehin dünnen staatlichen Strukturen Haitis sind durch das Beben völlig zerstört worden. Die ausländischen Helfer haben mit enormen logistischen Problemen zu kämpfen.
Die ZDF.reportage beleuchtet mit aktuellen Berichten den Stand der internationalen Hilfe vor Ort und beschreibt viele bewegende Einzelschicksale. Haiti - ein Land zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
Reporter: Luten Leinhos Martin Niessen, Christoph Röckerath, Carsten Rüger
Kamera: Ute Kerstingjohänner, Hartmut Pauls, Dagmar Schäfer, Bernd Ziemens
Schnitt: Klaus Eichler
Produktion: Petra Stumpf
Redaktion: Beate Thorn, Harald Lüders