Bei einem Fliegerangriff fielen 1943 mehr als 100.000 Spreng- und Brand-bomben auf Hamburg. Über 3000 britische und amerikanische Flugzeuge brachten die tödlich Fracht. Die Bomben lösten ein Inferno aus: Ganze Wohnviertel wurden dem Erdboden gleichgemacht. In den Bunkern fand nur ein Bruchteil der Bevölkerung Platz. Fast 50.000 Menschen verbrannten innerhalb von Augenblicken.
Die schwülsommerlichen Klimaverhältnisse während des Angriffs führten zu einem tödlichen Phänomen. Durch eine verheerende Rückkoppelung zwischen aufsteigender heißer und nachströmender kalter Luft entstanden orkanartige Winde und bis zu 150 Meter hohen Feuerwände. Nichts hielt in der enormen Hitze von bis zu 1000 Grad Celsius stand.

Auf einer alten U-Boot-Werft im Hamburger Hafen steht ein in seiner Bauform einmaliger Luftschutzturm aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Ringtreppenbunker hat sechs Eingänge mit sechs Treppen, die in jeweils unterschiedliche Stockwerke führen. In Kürze wird der Bunker abgerissen und muss der Erweiterung des modernen Containerhafens weichen. Die ungewöhnliche Architektur des Bunkers hatte einen Grund: Die Werftarbeiter sollten möglichst lange an den U-Booten bauen und sich erst in letzter Minute sehr schnell in den Bunker retten. Mehr...

Der Tiefbunker Berlinertordamm war einer der sichersten Hamburgs. Er überstand Feuersturm und Krieg ohne größere Schäden. Im Nachkriegsdeutschland war er der erste Bunker, der angesichts der atomaren Bedrohung 1961 zum ABC-Schutzbunker ausgebaut wurde. Er hatte bundesweit Modellcharakter und war mit modernstem Equipment ausgestattet. Im Ernstfall sollten maximal 89 Insassen zwei Wochen überleben. Bis heute ist der Bunker im Originalzustand und einsatzbereit. Bunkerexperten testen die Hitzebelastung und überprüfen Lüftungsanlage, die Wasser- und Stromversorgung. Mehr...

Noch immer liegt eine unbekannte Anzahl an Blindgängern im Erdreich oder im Schlick der Elbe. Seit Kriegsende hat der Kampfmittelräumdienst über 10.000 Bomben entfernt. Ein Job, der immer gefährlicher wird, weil die chemischen und mechanischen Zünder verwittern und unkontrollierbar werden. Britische Flieger fotografierten 1943 die betroffenen Gebiete, um ihre "Treffer-Effizienz" erfassen zu können. Über 28.000 Bilder werden jetzt mit einem neuen Verfahren von den Bundeswehr-Spezialisten digital erfasst und ausgewertet werden. Mit neuester Ortungs- und Entschärfungstechnik können jetzt auch Sprengkörper unter Wasser unschädlich gemacht werden. Mehr...
Fast jede Hamburger Familie ist noch immer direkt oder indirekt von den Kriegsereignissen betroffen. Werden traumatische Erlebnisse des Hamburger Feuersturms von Generation zu Generation innerhalb der Familie weitergegeben? Wie kann dieser Teufelskreislauf durchbrochen werden? In einem weltweit einmaligen Forschungsprojekt gehen Psychosomatiker, Kinderpsychologen und Historiker am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf diesen Fragen nach. Mehr...