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13. Februar 2012
 

maybrit illner

 
donnerstags, 22.15 Uhr
 
Rückblick: Maybrit Illner vom 03.12.2009
Maybrit Illner

Maybrit Illner

Schluss mit Fliegen, Heizen, Schlemmen - Leiden für den Klimaschutz?

Täglich schön warm duschen, dann mit dem Auto zum Einkaufen und in die Firma, mit dem Lift ins Büro - und mittags gibt es in der Kantine chilenischen Spargel, auch kurz vor Weihnachten. Die Urlaubsreise mit dem Billigflieger ist längst geplant und die Aufregung darüber groß, dass Energiesparlampen kein so schönes Licht machen wie die gute alte Glühbirne. Alltagsluxus, der uns selbstverständlich geworden ist, den wir genießen und nicht missen wollen. Aber vielleicht bald müssen?

In der kommenden Woche beginnt der Klimagipfel in Kopenhagen. Die Rede ist von der "wichtigsten Konferenz in der Geschichte der Menschheit". Die Kanzlerin spricht von einer der "bedeutendsten Wirtschaftskonferenzen aller Zeiten". Aber werden die versammelten Spitzenpolitiker auch konkrete, durchgreifende Ziele und Lösungen vereinbaren? Zeichen setzen zu radikalem Umdenken? Wohl eher nicht, prophezeien Beobachter. Zu kompliziert, zu teuer, zu anstrengend ... Mit mehr als einer "klaren Absichtserklärung" sei erst mal nicht zu rechnen. Bleibt also alles wie gehabt?

Man kommt schon ins Grübeln: Was nützt uns all unser Luxus, wenn in absehbarer Zeit der Klimawandel nicht mehr nur ferne Polarkreise oder Wüstenregionen betrifft, sondern auch uns selbst? Dürre in Brandenburg, steigende Pegel an Nord- und Ostsee - die Folgen der Katastrophe werden wohl nicht an unseren Grenzen haltmachen. Müssen wir verzichten, müssen wir richtig leiden für den Klimaschutz? Oder sollen das erst mal die Amerikaner, die Chinesen und Inder tun? Wir Verbraucher sollen sparen, heißt es - an Strom, Wasser, Energie und CO2. Denn fest steht schon jetzt, dass Deutschland bis 2050 mindestens 80 Prozent Kohlendioxid einsparen muss. Was bedeutet das für unseren Lebensstil? Kann ein veränderter Lebensstil dazu beitragen, die Katastrophe abzuwenden?

Schon heute schmelzen die Pole viel schneller ab als erwartet. Erst vor kurzem kam die Schreckensmeldung, dass der Nordpol schon in zehn Jahren ohne Meereis sein werde. Was bedeutet das? Was kann die Politik noch tun? Die Wirtschaft? Und was bringt privater Klimaschutz in Deutschland? Darüber redet Maybrit Illner am Donnerstag mit ihren Gästen.


Gäste:
Norbert Röttgen
(CDU), Bundesumweltminister
Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender E.ON AG
Hanna Poddig, Umweltaktivistin und Autorin u.a. "Radikal mutig. Meine Anleitung zum Anderssein"
Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen und Mitglied der deutschen Delegation beim Weltklimagipfel in Kopenhagen sowie Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung
Ranga Yogeshwar, Diplom-Physiker und Wissenschaftsjournalist/-moderator
 
 

Sendungsinformationen

Donnerstag, 03.12.2009 22:15 - 23:15 Uhr

VPS 03.12.2009 22:15

Länge: 60 min

Talkshow, Deutschland, 2009

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