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10. Februar 2012
 

Dokumentation

 
 
Rückblick: Dokumentation vom 27.01.2010 Nachtprogramm
Soldaten der 1. Infanteriebrigade in Firebase Vegas, einerm Posten in Ost-Afghanistan.

Auf verlorenem Posten?

Der Kampf um Afghanistan

Tausende zusätzlicher Soldaten werden nach Afghanistan in Marsch gesetzt. Aber ist der Krieg am Hindukusch überhaupt zu gewinnen? Wie kann es sein, dass die westliche Welt mit ihrem Versprechen von Fortschritt und Demokratie genauso zu scheitern scheint wie einst die Besatzungstruppen der ehemaligen Sowjetunion? "Auf verlorenem Posten?" führt an die vorderste Front. In einen umkämpften Vorposten der amerikanischen Armee, zu einer Handvoll amerikanischer Soldaten in den Bergen Afghanistans.

Da sitzen amerikanische Soldaten zusammen mit bärtigen Dorfältesten. Beide Seiten wollen etwas voneinander. Und beide Seiten misstrauen sich abgrundtief. So nah ist man selten dabei im "Afghanistan-Konflikt". Auch beim anschließenden Angriff der Taliban auf das Camp der Amerikaner.

Sergeant Donald Mullin steht über dem, was er und seine Kameraden "Tal des Todes", nennen und sinniert: "Wir sind hergekommen, um den Menschen hier ein besseres Leben zu ermöglichen, ihnen zu helfen. Aber, ich glaube, sie wollen gar nichts Besseres!"

Man beginnt zu verstehen, weshalb aus den Reihen des amerikanischen Militärs Stimmen laut werden, die den Sinn des "Antiterrorkriegs" am Hindukusch in Zweifel ziehen. Neben einem Einblick in den Alltag amerikanischer Truppen in Afghanistan schafft es die Dokumentation, einen ganz wesentlichen Aspekt verständlich zu machen: Warum Pakistan so wichtig ist für eine Lösung in Afghanistan und eigentlich sogar das noch viel gefährlichere Land.

Stimmen kommen zu Wort, die man sonst selten zusammen zu hören bekommt. Und sie reden Klartext: der Taliban-Kommandant, dessen Gesicht nicht gezeigt werden darf und der ehemalige stellvertretende amerikanische Außenminister. Der alte pakistanische Geheimdienstchef, der seine Sympathie für die Taliban kaum verbergen kann und Tony Blair, Großbritanniens Ex-Premier und Befürworter der Afghanistan-Politik der Bush-Regierung. Ein junger ehemaliger Captain der US Marines sorgt für Aufregung in den USA, weil er sagt: "Ja, unsere Soldaten sind in Afghanistan Besatzer."

Der Krieg scheint im Augenblick nicht zu gewinnen, er darf aber auch nicht verloren werden.

Film von Marc Perkins und Phil Rees
 
 

Sendungsinformationen

Mittwoch, 27.01.2010 00:40 - 01:25 Uhr Nachtprogramm

VPS 28.01.2010 00:35

Länge: 45 min

Dokumentation, Deutschland, 2010

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